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1

Donnerstag, 25. Januar 2007, 02:40

www.kristina-vermisst.de : Hilfe aus dem Internet

Ich bin wohl nicht oft im Internet unterwegs - außer hier - und schaue wohl nicht oft fern. So war es ein Zufall, dass ich am abend mit Christoph telefonierte, um mir bei einem PC-Problem helfen zu lassen. Christoph ist der Freund von Jennia und administriert für Jennia eine Internetseite: www.kristina-vermisst.de. Ich kenne Jennia, ein liebenswerter Kollege und PC-Crack. Jennia ist der Freund von Kristina. Kristina habe ich vor dem Umzug des Paares von Wilhelmshaven nach Rinteln drei oder vier Mal gesehen: eine toughe, tapfere junge Frau, die schon einige Hürden in ihrem jungen, 23-jährigen, nicht immer ganz einfachen Leben genommen hat, bescheiden, freundlich, mit Kindern fröhlich und ausgelassen, aber auch ernsthaft, tatkräftig, selbstbewußt, ambitioniert, voller Pläne - soweit ich das eben mitbekommen oder erzählt bekommen habe. Und Kristina ist verschwunden, bislang spurlos, seit dem Morgen des 16.1.2007. Eine große Tragödie für ihren Lebensgefährten, die Familie, die Freunde. Christoph klang am Telefon sehr verzweifelt. Tagelang hätten er und Jennia am PC im Internet, an Telefonen und mit der Verteilung von Flugblättern verbracht und eine riesige, beeindruckende Internetpräsenz aufgebaut. Von allen Seiten rollen Informationen, gute Wünsche, Grüße, Ermunterungen, Erklärungen, die Internetsuche in Foren und Communities zu unterstützen, auf sie zu. Es wird zu viel, es überrollt, sie sind auf und jetzt off. Eine Auszeit tut not. Trotzdem Christophs Bitte: Jede Hilfe tut not, jede Hilfe ist erwünscht, die Internetpräsenz solle so intensiv wie möglich weiter gehen. Und ich überlege, was das sein kann, eine Hilfe, die nicht nur mehr des Gleichen ist? Vielleicht habt Ihr Ideen, wie Ihr das ja im Fall des schwer verbrannten Robin schon hattet? Ich dachte an einen Brief und ich dachte, ich schreibe ihn hier. Dann können Jennia und Christoph sich überlegen, ob sie ihn lesen möchten, denn zur Zeit, in der alles auf einmal zu viel zu werden droht, haben sie sich, so sagt Christoph, erst einmal kurz aus dem Forum und der Internetkommunikation zurückgezogen und einem zuverlässigen Freund die Moderation übertragen.

Lieber Jennia, lieber Christoph,

ich bin tief betroffen von Kristinas Verschwinden und angerührt von Eurem Leid, in dem ihr so bewundernswert in Freundschaft zusammen steht. Ich bin beeindruckt von der Kraft, mit der Ihr aus dem Mut der Verzweiflung eine solch große und professionelle landesweite Suche über die Presse, den Rundfunk, das Fernsehen und das Internet organisiert habt. Es ist auch für nicht unmittelbar betroffene Menschen überwältigend, zu sehen, welche Resonanz Kristinas Schicksal erfährt. Es kann sehr wichtig sein, das Gefühl zu haben, etwas tun zu können.

Und dennoch haben die vielen Fragen nach dem Wie, Warum, Wohin bislang keine Antwort finden können und die wildesten Spekulationen und fürchterlichsten Ängste werden trotz aller Aktivitäten Tag und Nacht im Kopf umherjagen, der sich martert, um Klarheit für sich zu finden. Mittlerweile, so höre ich aus Christophs Worten, steht neben der Hoffnung die böse Ahnung und neben dieser die Verzweiflung und die bange Frage, ob es einmal Gewißheit über Kristinas Schicksal geben wird. Oder sollte sie tatsächlich nach ein paar Tagen wieder gesund und munter auftauchen? Nichts ist wie vorher und nichts wird wieder so sein, wie auch immer.

In dieser Situation gibt es kein richtig und kein falsch. Was ein Mensch tun kann, um Informationen zu verbreiten und zu bekommen, habt Ihr getan. Nun branden die Meldungen zurück und decken Euch zu, ohne bisher die erwünschte heiße Spur zu ergeben. So werden all die Gefühle, die einen verlassenen, bangenden Menschen umhertreiben, weiter gleichberechtigt nebeneinander stehen müssen: Angst und Sorge, Trauer, Wut, Hoffnung, Aufbegehren, Verzweiflung, Hilflosigkeit, Mattigkeit, Mut, Tapferkeit, Sehnsucht, Haß, Liebe - die ganze Bandbreite der menschlichen Gefühle. Es wird nicht helfen, sie alle zu verdrängen. Sie gehören dazu, sie sind da oder werden kommen, weist sie nicht ab, sprecht mit Menschen Eures Vertrauens darüber, die diese Empfindungen respektieren, die nicht werten, die zuhören.

Hört auch auf Eure innere Stimme, wertet nicht, gönnt Euch auch einmal ein Ausruhen, ein Rasten, eine kleine Pause, bevor Euch alles überrollt, gute Worte und Mitgefühl für Euch selbst, Körper, Geist, Seele. Insofern wird es richtig sein, dass Ihr jetzt kurz zurückgetreten seid und einmal nicht erreichbar seid. Laßt, nachdem Ihr für alles gesorgt habt, auch einmal für Euch sorgen, und sorgt auch für Euch selbst. Jennia, Du kannst Kristina so gut helfen, wie Du Dir helfen kannst und helfen läßt. Sollte sie nicht mehr bei uns sein, was nicht ausgeschlossen wird, ist für sie sicher bestens gesorgt, davon bin ich überzeugt, und sie würde aus dieser Dimension für Dich sorgen, wenn Du offen für einen Zugang wärest und frei für ein paar liebevolle Gedanken von ihr zu Dir und von Dir für Dich.

In Situationen wie diesen voller Angst und Ungewißheit und in schmerzlicher Einsamkeit, wenn einem der Zugang zu dem liebsten Menschen so unmittelbar nicht mehr möglich ist, kann der sehr persönliche Kontakt zu einer Vertrauensperson, die den Umgang mit seelischem Leid kennt und nicht fürchtet, sehr wichtig sein. Das weißt Du, Jennia, aus unserer Arbeit. Man sollte sich diese professionelle Unterstützung gönnen. Das ist wichtig, weil unsere Gedanken so leicht in immer wieder den gleichen Gedankenschleifen unsinnig kreisen, an uns zerren, uns Vorwürfe machen, uns antreiben und hohl laufen lassen, wenn wir uns in einer solchen Situation, die uns trotz Internetkommunikation ein letztes Gefühl an Einsamkeit und Hilflosigkeit nicht abweisen läßt, nicht ein einfühlsames Gegenüber suchen, einen Menschen, der ein wenig anders verankert und nicht unmittelbar selbst persönlich betroffen ist.

Da niemand weiß, was genau passiert ist, ist es nicht falsch, an alles zu denken. Dabei ist es auch jetzt schon hilfreich, an das Schöne zu denken, das uns leben und lieben ließ, das nicht mehr weggenommen werden kann: Die Momente der Freude, des Lachens, der Innigkeit, der Vertrautheit, der durchstandenen Schwierigkeiten. Diese Gedanken machen nicht unbedingt alles trauriger, sie können uns auch im Leben verankern, denn jeder geliebte Mensch hinterläßt lebendige Spuren in unserem Leben und diese in uns aufzusuchen läßt uns manchmal unsere Lebendigkeit aufs Neue spüren, wenn wir sehr traurig oder sehr ängstlich sind. Zwar sind wir verwundbar, wenn wir uns lebendig fühlen, aber am Leben und Leben bedeutet - manchmal schmerzliches - Wachstum. Wir wissen nicht immer wohin, doch wenn wir eine Ahnung bekommen, von wo wir kommen, kriegen wir vielleicht eine Idee davon, wohin uns unser nächster Schritt führen könnte. Das ist eine spirituelle Dimension und da Ihr das Internet als Kommunikationsort bevorzugt, sei hier ein Hinweis auf das Esoterik-Forum angebracht, das viele zur Selbsthilfe nutzen: http://www.esoterikforum.at/forum/index.php und in dem viele Therapeuten schreiben.

Um Ideen für das Woher und Wohin zu bekommen oder gar Eingebungen, könnte es hilfreich sein, neben der Zeit der Tätigkeit, des hektischen Handelns, bewußt Zeiten der Ruhe zu haben, in denen man unter anderem auch bewußt im Sinne einer Erdung auf die vielleicht im Augenblick etwas zurücktretenden und vernachlässigten Bedürfnisse des Körpers achtet, allein oder in vertrauter Gesellschaft weniger lieber Menschen: etwas Essen, etwas Spazieren, etwas Ruhen, in der Wanne Entspannen, eine Massage, etwas Musik Hören. Auch dann werden sich Gedanken einstellen, auch traurige, doch vielleicht wollen auch Tränen kommen. Laß sie fließen. Vielleicht kommt Wut. Brülle sie hinaus. Vielleicht kommt Angst. Schau auf die Liebe und dann schau hin. Vielleicht meldet sich ein Überdruß. Dann schalte ein wenig zurück. Oder Verzagtheit. Dann reiche dem kleinen Jungen in Dir die Hand und führe ihn zu einem wohlmeinenden Erwachsenen (den es auch in Dir gibt, aber auch außerhalb), der Trost anbietet oder auch nur seine Präsenz. Vielleicht meldet sich Hilflosigkeit und Ohnmacht. Dann tue einmal nichts. Und dann wieder Hoffnung. Dann bitte, dass am Ende alles gut wird, wie auch immer es wird.

Lieber Jennia, lieber Christoph, ihr werdet bemerken, dass man durch seine Gefühle nicht einmal einfach hindurchgeht und ins Reine kommt, sondern dass förmlich in Wellen immer wieder ähnliche Gefühlsthemen wieder und wieder kommen. Unsere Seele will uns damit nicht quälen - sie arbeitet so, in Kreisen, in Cyclen. Das ist normal. Gerade hierbei ist es wichtig, mit einem vertrauenswürdigen, gut geerdeten Menschen im Kontakt zu sein, damit sich die kreisenden Gedanken und Gefühle nicht verletzend und einbrennend tiefer und tiefer in die Seele bohren, sondern in sanften Schrauben heraus, damit statt ein sich immer mehr verengender Blick mit der Zeit eine Weitung der Perspektiven eintreten kann. Ich wünsche Euch Kraft und die Zuversicht, dass am Ende auch dieser schweren Zeit, die sicher nichts unverändert läßt, Wachstum und Heilwerden stehen kann. Alles Weitere gerne persönlich, wenn Ihr Kontakt wieder mögt und wünscht. In Gedanken nehme ich Euch, besonders auch Dich, Jennia und Deine Kristina fest in den Arm. Und wenn ich zum Schluß noch einmal an Kristina und meine wenigen Eindrücke von ihr und daran denke, was Du, Jennia, einmal gesagt hast, dann habe ich so das Gefühl, dass ein Teil ihres Wesens trotz (oder wegen?) eines gewissen alten Schmerzes auch ist, dank großer seelischer Stärke sogar in sehr schwierigen Situationen irgendwie zurecht kommen zu können.

Liebe Grüße Michael
Spaltet ein Stück Holz, und ich bin da. Hebt einen Stein auf, und ihr findet mich dort. (apokryph. Evangelium nach Thomas)

2

Donnerstag, 25. Januar 2007, 08:52

Bitte ans Universum

Hallo Michael,

erschütternd, was Du erzählst, auch wenn man die beteiligten Menschen nicht kennt!

Ich habe im Sinne ALLER Beteiligten (Polizei, mögl. Enführer usw.) auf meine Weise getan, was ich konnte und hoffe, daß - wie schon so oft - Hilfe naht, in welcher Form auch immer.

Ich sage aber auch, daß das aufgefunden Auto für sich spricht, doch die Hoffnung stirbt zuletzt!

Was das Eso-Forum betrifft, so schreibe ich dort SEHR wenig, habe noch keine persönlichen Kontakte. Mal sehen, was Micha sagt, ob sie eine Möglichkeit sieht, dort aktiv zu werden.

Soviel für's Erste.

Liebe Grüße

Ilka

PS.: Rinteln ist ganz in unsere Nähe. Wir haben Freunde in der Gegend, die ich auch befragen werde. Doch das ist die Stecknadel im Heuhaufen.
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3

Donnerstag, 25. Januar 2007, 09:14

RE: Bitte ans Universum

Zitat

Original von Ilka
Hallo Michael,

erschütternd, was Du erzählst, auch wenn man die beteiligten Menschen nicht kennt!

Ja, Ilka, das habe ich auch gedacht. Und man möchte dann immer hoffen, dass sich am Ende das Gute des Schlechten zeigt. Schwere Erschütterungen erzeugen Schockwellen und diese wiederum oft große Hilfsbereitschaft. Aber ein Erdbeben ist ein Erdbeben und das will erstmal verdaut werden von uns kleinen Menschen, die wir auf der Oberfläche unseres Planeten auf Ihren Landschollen schwimmen und krabbeln. Mir scheint, mit dem Seelischen ist es von den Dimensionen ähnlich: Tiefe Abgründe, weite Horizonte und da rudert man herum. Könnte man ganz still stehen, würde man wahrscheinlich in diesem Ozean auch geborgen schweben. Aber wer kann ganz still stehen? Wir haben den Drang, zu rudern und unser Schiffchen in einen Hafen zu lenken... Aber so, wie es Deine Gedanken andeuten, gibt es vielleicht auch hier noch, nachdem alles getan ist, ein Tun des Nichttuns. Und für eine solche Präsenz sind andere Menschen und ihre Anteilnahme als vorübergehende Stütze hilfreich, damit die unmittelbar Betroffenen ein klein wenig zurücktreten können.

LG, Michael
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4

Donnerstag, 25. Januar 2007, 09:42

lieber michael,

solche nachrichten treffen mich immer mitten ins herz. ich bete dafür, dass es ihr gut geht und sich alles zum positiven wendet.

LG*susa
"Eine Erfolgsformel kann ich den Menschen nicht geben, aber ich kann ihnen sagen, was zum Misserfolg führt: der Versuch jedem gerecht zu werden."

Herbert Bayard Swope

5

Donnerstag, 25. Januar 2007, 10:34

Mir ist noch etwas eingefallen :D

Ich habe mit ein paar erläuternden Worten im Eso-Forum einen Link hierher gesetzt (unter "Links")

Ilka
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6

Donnerstag, 25. Januar 2007, 11:09

Wir siund alle verbunden - das heißt heute im Web verlinkt...

Zitat

Original von Ilka
Mir ist noch etwas eingefallen :D

Ich habe mit ein paar erläuternden Worten im Eso-Forum einen Link hierher gesetzt (unter "Links")

Ilka


Ja, Ilka, so wirkt das "Web", so vernetzen wir uns (wieder oder immer neu). Mir war der Hinweis auf das ja riesige Esoterik-Forum eingefallen, weil ich über den Link zur Hilfsaktion für Robins Familie mal gelesen hatte - ich lese und schreibe dort sonst nämlich nicht - dass "unser" Reinhard dort einen so einfühlsamen therapeutisch-pragmatischen Beitrag geschrieben hatte, der von der Betroffenen sehr positiv aufgenommen wurde. Da waren wir auf einer Wellenlänge und er hat es feinfühlig, aber prägnant beschrieben und rübergebracht, was er meinte. Somit hatte ich den Eindruck, dass Ratsuchende, die sich gerne an Internetforen wenden, dort nicht nur spirituellen sondern durchaus therapeutischen Beistand finden können, wobei in diesem Fall (wie im Fall Robins) die "Eintrittskarte" für eine solche Unterstützung nicht psychisches Leid im Sinne "Krankheit" ist, sondern eine normale, bestürzend alamierte und traurige Reaktion auf ein überwältigendes Ereignis, das jeden von uns in der einen oder anderen Weise auch einmal betreffen könnte.

LG, Michael
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7

Donnerstag, 25. Januar 2007, 11:26

Hallo Michael,

in solch einem "Fall" würde ich einen Stundenastrologen befragen. Dieser kann anhand eines Horoskopes herausfinden, wo das Kind ist und auch ob es noch lebt, und wann es wieder auftaucht. Selber kann ich die Technik leider nicht gut genug, als dass ich das erstellt hätte. Aber, wenn es dir und deinem Freund recht ist, kann ich euch per pn Namen geben, die ihr dann befragen könnt.

Sie geben nach Vorauszahlung des Beitrages auch am Telefon Auskunft:
z.B. in München ist Erik van Slooten (das ist der bekannteste).

Liebe Grüße Micha

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8

Donnerstag, 25. Januar 2007, 12:19

Unterstützung der Ermittlungen durch außersinnliche Wahrnehmungen und Psi-Methoden

Zitat

Original von Micha
in solch einem "Fall" würde ich einen Stundenastrologen befragen. Dieser kann anhand eines Horoskopes herausfinden, wo das Kind ist und auch ob es noch lebt, und wann es wieder auftaucht.

Liebe Micha,

ja, wenn ich nach einem Familienmitglied suchen würde, wäre ich vermutlich auch geneigt, jeden Strohhalm zu ergreifen, falls ich nicht auf andere Weise zu innerer Gewißheit oder Zuversicht kommen würde. Es werden ja immer wieder Fälle reportiert, in denen Medien, Hellseher und möglicherweise - wovon ich aber selbst noch nicht hörte - Astrologen in Kooperation mit Ermittlern wertvolle oder sogar entscheidende Hinweise geben.

Allerdings kann man da auch an eine ganze Reihe von wohlmeinenden Diletanten geraten, die einen tiefer in die Zweifel und Verwirrung treiben oder man sitzt sogar einem ausgesprochenen Scharlatan auf. Und wenn man noch nie mit solchen Medien zu tun hatte und sich nicht damit auskennt, wer da in der entsprechenden "Fachwelt" einen seriösen Ruf hat, wird man nicht unbedingt beurteilen können, ob man sich auf einen solchen Weg bei einem entsprechenden Psi-Experten begeben sollte. Und ohne die nötige Ruhe und Übersicht hört man ja nicht unbedingt auf seine eigene Intuition. Schwierig!

Nun erbaten die Betroffenen jede erdenkliche Hilfe und sicher kann Dein Tip und können ähnliche Ideen eine gute Hilfe beinhalten, wenn jemand auch dafür offen ist. Vermutlich wird jede wie auch immer erlangte realitätsnahe Information zu ihrer Wahrnehmung und Verarbeitung besonders dann auf guten Boden fallen, wenn man als dieser Boden, wie man so schön sagt, "geerdet" ist. Und auch da gibt es vermutlich eine Menge praktischer, leicht verständlicher und eventuell annehmbarer Vorgehensweisen, die über das, was ich als Therapeut sagen würde, hinaus gehen.

Ich bin überzeugt davon - und ich merke das ebenfalls selbst jetzt bzw. seit zwei Jahren besonders auch in meiner eigenen engeren und weiteren Familie - dass wir gerade von sehr vielen kleinen, mittleren oder großen "Erdbeben" persönlich und als menschliche Gemeinschaft erschüttert werden und dass es uns allen gut tun könnte, uns auch anlässlich solch spektakulärer oder uns im Rahmen unserer Freundschaften, Bekanntschaften und Internetkontakte so "nahe" anrührenden und betreffenden Un-fällen und Schick-salen mit uns und unseren Beziehungen zueinander, zu uns selbst, zur Erde und zum Kosmos zu beschäftigen und uns in das "Leben fallen zu lassen" und uns in unsere Aufgaben zu "schicken", uns aber auch selbst und gegenseitig Freundlichkeit und Annahme zu schicken.

Insofern könnte auch ein solcher Austausch hier, in Jennias Forum, Esoterik-Forum und wo auch immer dazu beitragen, was immer letztlich für Kristina daraus wird oder bereits geworden ist. Insofern sammeln wir einfach und bleiben im Kontakt, immer wissend, dass dies auch für unser Wachstum gut ist und wir uns dadurch noch besser mit unseren Lebensgründen verwurzeln können. So gesehen ist jede freundliche Anregung ein Gewinn. Man könnte sich auch vorstellen, dass dies ein mächtiger Energieschub zur Aufrichtung der Niedergedrückten sein wird, die allerdings ein wenig darauf achten müssen, dass sie sich nicht überrollen, sondern emportragen lassen oder gegebenenfalls auch einmal abgrenzen, wenn es "zu viel der Guten" wird, um dann wieder aus den guten eigenen inneren Vorräten zu zehren und ganz bei sich zu sein. In diesem Wechsel zwischen den Polen vollzieht sich ja wohl unser Erdenleben: bei sich Sein und in Gemeinschaft Sein.

LG Michael
Spaltet ein Stück Holz, und ich bin da. Hebt einen Stein auf, und ihr findet mich dort. (apokryph. Evangelium nach Thomas)

9

Donnerstag, 25. Januar 2007, 14:22

RE: Wir siund alle verbunden - das heißt heute im Web verlinkt...

Zitat

Original von Michael
Ja, Ilka, so wirkt das "Web", so vernetzen wir uns (wieder oder immer neu). Mir war der Hinweis auf das ja riesige Esoterik-Forum eingefallen, weil ich über den Link zur Hilfsaktion für Robins Familie mal gelesen hatte - ich lese und schreibe dort sonst nämlich nicht - dass "unser" Reinhard dort einen so einfühlsamen therapeutisch-pragmatischen Beitrag geschrieben hatte, der von der Betroffenen sehr positiv aufgenommen wurde. Da waren wir auf einer Wellenlänge und er hat es feinfühlig, aber prägnant beschrieben und rübergebracht, was er meinte. Somit hatte ich den Eindruck, dass Ratsuchende, die sich gerne an Internetforen wenden, dort nicht nur spirituellen sondern durchaus therapeutischen Beistand finden können, wobei in diesem Fall (wie im Fall Robins) die "Eintrittskarte" für eine solche Unterstützung nicht psychisches Leid im Sinne "Krankheit" ist, sondern eine normale, bestürzend alamierte und traurige Reaktion auf ein überwältigendes Ereignis, das jeden von uns in der einen oder anderen Weise auch einmal betreffen könnte.
LG, Michael


Das sehe ich ganz genauso, Michael.
Es treten pers. Differenzen in den Hintergrund, wenn es um Hilfe im Notfall geht! Auch das bringt Reinhard in dem Beitrag zum Ausdruck. Ein "Wink", der auch ohne direkten Kontakt verstanden wurde!

Deine Worte: "Vernetzung wieder oder immer neu."

Nicht entweder oder, ich sage Vernetzung IMMER! Wir sind alle ein kl. Teilchen des Universums, insofern miteinander verbunden, ob wir das wollen/glauben oder nicht.

Ilka
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10

Donnerstag, 25. Januar 2007, 17:22

RE: Wir siund alle verbunden - das heißt heute im Web verlinkt...

Zitat

Deine Worte: "Vernetzung wieder oder immer neu."
Nicht entweder oder, ich sage Vernetzung IMMER! Wir sind alle ein kl. Teilchen des Universums, insofern miteinander verbunden, ob wir das wollen/glauben oder nicht.


Ja, so ist es. Und dennoch könnte ich mich im Moment in den Hintern beißen. Gerade, wo ich doch so deutlich unsere Vernetzung/unsere Verbundenheit spüre, wieso ist es so schwierig, zu erspüren, was z.B. mit Kristina ist? Seit ich das gestern abend erfahren habe, denke ich permanent daran. Da ich viel "weiter weg" bin, muß ich Jennia`s und das der anderen Leid nicht direkt durchleben (allerdings hat es mir fast das Herz zugeschnürt als ich auf der Internetseite die Interviews und Berichte sah). Gerade aber, wenn man "weiter weg" und weniger identifiziert mit dem Geschehen ist, müßte es doch umso leichter sein, zu erspüren, was eigentlich ist.
Diese nagende Ungewissheit, was ist das eigentlich im Kern? Ist das Nicht-Wissen der absolute Kontrollverlust? Ist deswegen die Ungewissheit so entsetzlich? Weil man, wenn man weiß (oder meint zu wissen), eine schwierige Situation wenigstens mental kontrollieren kann? Und wenn man nicht weiß, nix mehr kontrollieren kann. Was bleibt dann noch? Vielleicht Vertrauen? Aber wenn die Angst vor dem Verlust so groß ist, wie kann man dann vertrauen? Schwierig!

Viele Grüße

Tania

11

Freitag, 26. Januar 2007, 22:21

RE: Wir siund alle verbunden - das heißt heute im Web verlinkt...

Zitat

Original von Tania

Zitat

Deine Worte: "Vernetzung wieder oder immer neu."
Nicht entweder oder, ich sage Vernetzung IMMER! Wir sind alle ein kl. Teilchen des Universums, insofern miteinander verbunden, ob wir das wollen/glauben oder nicht.


Ja, so ist es. Und dennoch könnte ich mich im Moment in den Hintern beißen.


Wie willst Du das denn machen? :frech

:sorry aber den Humor darf man nie verlieren.

Zitat


Gerade, wo ich doch so deutlich unsere Vernetzung/unsere Verbundenheit spüre, wieso ist es so schwierig, zu erspüren, was z.B. mit Kristina ist? Seit ich das gestern abend erfahren habe, denke ich permanent daran. Da ich viel "weiter weg" bin, muß ich Jennia`s und das der anderen Leid nicht direkt durchleben (allerdings hat es mir fast das Herz zugeschnürt als ich auf der Internetseite die Interviews und Berichte sah). Gerade aber, wenn man "weiter weg" und weniger identifiziert mit dem Geschehen ist, müßte es doch umso leichter sein, zu erspüren, was eigentlich ist.
Diese nagende Ungewissheit, was ist das eigentlich im Kern? Ist das Nicht-Wissen der absolute Kontrollverlust? Ist deswegen die Ungewissheit so entsetzlich? Weil man, wenn man weiß (oder meint zu wissen), eine schwierige Situation wenigstens mental kontrollieren kann? Und wenn man nicht weiß, nix mehr kontrollieren kann. Was bleibt dann noch? Vielleicht Vertrauen? Aber wenn die Angst vor dem Verlust so groß ist, wie kann man dann vertrauen? Schwierig!


Liebe Tania,

der Ernst der Situation hat mich wieder eingeholt. Ich will versuchen, Antworten zu finden, gar nicht so leicht.... muß auch nicht stimmen... nur meine Gedanken....

Ich finde, Vernetzung oder seelische Verbundenheit spüren kann man nur, wenn es um gut bekannte Menschen geht, aus dem pers. Umfeld, dem Freundeskreis usw.. Menschen, die man gut kennt, zu denen man in irgend einer Form eine Beziehung hat. Bei mir ist es jedenfalls so, gerade in den letzten Wochen. Dabei spielen Entfernungen keine Rolle.

Auch wenn alle miteinander verbunden sind, kann man unmöglich alle spüren/wahrnehmen.

Hast Du den Kristina auch nur flüchtig kennen gelernt oder kennst Du vielleicht ihre Eltern? Sie ist ja in Wilhelmshaven aufgewachsen.

Das Nichtwissen bedeutet auch Hoffnung, die man nie aufgeben sollte. Allerdings sagt sich das leichter, wenn man nicht direkt betroffen ist.

Ich kann mir aber auch vorstellen, daß das Anjemandendenken bereits eine Kontakt ist. Ob es wirklich so ist erfährt man oft erst später.

Ein Beispiel: Ich überlegte kürzlich, meine Tochter anzurufen um etwas zu besprechen, was überfällig war. Keine 2 Min. und es geht das Telefon... meine Tochter zum gleichen Thema. So in der Art passiert das immer öfter.

Was sagst Du dazu?

Liebe Grüße
Ilka
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12

Samstag, 27. Januar 2007, 01:08

RE: Wir siund alle verbunden - das heißt heute im Web verlinkt...

Zitat

Original von Ilka

Ich kann mir aber auch vorstellen, daß das Anjemandendenken bereits eine Kontakt ist. Ob es wirklich so ist erfährt man oft erst später.

Ein Beispiel: Ich überlegte kürzlich, meine Tochter anzurufen um etwas zu besprechen, was überfällig war. Keine 2 Min. und es geht das Telefon... meine Tochter zum gleichen Thema. So in der Art passiert das immer öfter.

Was sagst Du dazu?

Liebe Ilka,

ein Beispiel von Synchronizität. Klappt auch bei unbekannten Personen (und Dingen), wenn man mit diesen sozusagen feldmäßig/energetisch in Beziehung steht.

LG, Michael
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13

Samstag, 27. Januar 2007, 06:49

Ein Hinweis

Guten Morgen Michael,

ich habe im Eso-Forum eine PN bekommen.
Um keine falschen Hoffnungen zu wecken, die unweigerlich zu Enttäuschung führen könnten, schicke ich den Inhalt per Mail.

LG Ilka
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14

Samstag, 27. Januar 2007, 17:47

RE: Wir siund alle verbunden - das heißt heute im Web verlinkt...

Liebe Ilka,

Zitat

Ich finde, Vernetzung oder seelische Verbundenheit spüren kann man nur, wenn es um gut bekannte Menschen geht, aus dem pers. Umfeld, dem Freundeskreis usw.. Menschen, die man gut kennt, zu denen man in irgend einer Form eine Beziehung hat. Bei mir ist es jedenfalls so, gerade in den letzten Wochen. Dabei spielen Entfernungen keine Rolle.
Auch wenn alle miteinander verbunden sind, kann man unmöglich alle spüren/wahrnehmen.
Hast Du den Kristina auch nur flüchtig kennen gelernt oder kennst Du vielleicht ihre Eltern? Sie ist ja in Wilhelmshaven aufgewachsen.


Nein, Kristina kenne ich nicht, nur Jennia (ihren Freund).
Ich spüre die Verbundenheit nicht nur bei persönlich bekannten Menschen aus dem Umfeld. Außerdem sind wir ja nie "zufällig" mit irgendwelchen Menschen und ihren Geschichten, sei es in einem Forum oder über die Nachrichten konfrontiert

Zitat

Das Nichtwissen bedeutet auch Hoffnung, die man nie aufgeben sollte. Allerdings sagt sich das leichter, wenn man nicht direkt betroffen ist.


Klar kann Nichtwissen auch Hoffnung beinhalten. Darauf wollte ich aber gar nicht hinaus. Ich habe mich gefragt, wieso diese Unwissenheit (wenn z.B. ein Angehöriger verschwunden ist) so quälend ist. So quälend, dass viele sagen, dass es fast das Schlimmste ist. Und ich habe mir die Antwort wohl schon selbst gegeben (s.o). Ein Beispiel: Kürzlich war mein Sohn verschwunden. Und nicht nur er, sondern ein Freund und eine Freundin gleich mit. Da ich das Privileg hatte, einen Abschiedsbrief erhalten zu haben, wußte ich, dass er nicht entführt war (oder was es da sonst noch so an schlimmen Dingen gibt).
Nun muß ich zugeben, dass mein Herz da schon einen Moment schneller klopfte und Mutter Sorge sich schon gleich zu Wort meldete, aber ich war recht schnell in meiner Mitte, sehr gelassen und im wahrsten Wortsinne voller Gottvertrauen, dass diese Aktion einen guten Abschluß finden würde.
Die anderen beiden Mütter dagegen, die ja über den Abschiedsbrief meines Sohnes wußten, dass ihre Kinder freiwillig "verschwunden" waren, schienen mir dagegen voller Sorge. Und die quälenden Stunden der Ungewissheit, die für mich gar keine Qual waren, weil ich ja wirklich voll und ganz in mein Vertrauen gebettet war, waren für diese Mütter wohl recht schwierig. Und da die Ungewissheit so schwer auszuhalten war, haben sie die Zeit mit Umfeldrecherchen, Telefonaten, etc. gefüllt und als der BGS mich nachts weckte, um mir mitzuteilen, dass die Herrschaften aufgegriffen worden waren, waren die anderen beiden Mütter immer noch hellwach und voller Sorge. So, warum erzähle ich das? Nicht, um darzustellen, was ich für eine "Rabenmutter" bin (ich bin nämlich keine), sondern, weil mir diese Episode etwas klar gemacht hatte. Mit Vertrauen lebt es sich sehr viel leichter. Und dass Ungewissheit so schwer zu ertragen ist, ist mE dann der Fall, wenn es am Vertrauen fehlt.
Aber Vertrauen kann man nicht erzwingen und Kristina`s Verschwinden ist ein ganz anderes Kaliber als das, was ich mit meinem Sohn erlebt habe. Wobei: mir scheinen diese Dinge relativ zu sein. Jemand, der um unsere Allverbundenheit nicht nur weiß, sondern sie auch fühlen kann und wer absolutes Vertrauen hat in das, was die Menschen "Gott" nennen, der könnte vielleicht auch in dieser Situation noch voller Vertrauen sein.

Zitat

Ich kann mir aber auch vorstellen, daß das Anjemandendenken bereits eine Kontakt ist. Ob es wirklich so ist erfährt man oft erst später.
Ein Beispiel: Ich überlegte kürzlich, meine Tochter anzurufen um etwas zu besprechen, was überfällig war. Keine 2 Min. und es geht das Telefon... meine Tochter zum gleichen Thema. So in der Art passiert das immer öfter.
Was sagst Du dazu?


Ja, diese Dinge erlebe ich ständig. Aber speziell zu Kristina`s Verschwinden wäre es doch hilfreich, wenn man gezielt sehen und hinspüren könnte. Es gibt doch angeblich solche Leute, die das können. Ich kann es eben nicht und das nervt mich. Gleichzeitig aber weiß ich natürlich auch, dass es gut so ist.

Liebe Grüße

Tania

15

Samstag, 27. Januar 2007, 18:34

Hallo,

es gibt auch Menschen, die sich anhand eines Fotos auf den Menschen einstimmen können. Habe sowas mal bei Fliege gesehen. Weiß aber nicht, wie der Fall damals ausgegangen ist.

Wer das Medium war, könnte ich per pn mitteilen. Die Frau macht das allerdings nicht kostenlos.

Liebe Grüße Micha

16

Sonntag, 28. Januar 2007, 12:21

Hallo Micha,

Zitat

es gibt auch Menschen, die sich anhand eines Fotos auf den Menschen einstimmen können. Habe sowas mal bei Fliege gesehen. Weiß aber nicht, wie der Fall damals ausgegangen ist.


Man hört oder sieht so etwas ja immer wieder im Fernsehen. Und vielleicht kennt man auch jemanden, der von sich behauptet und auch überzeugt ist, entsprechende Fähigkeiten zu haben.
Ich habe da heute meine allergrößten Zweifel. Und ich würde nur einen einzigen Beweis gelten lassen, nämlich den, dass ein solcher sich einstimmender Mensch eine so konkrete Information gibt, das damit die vermisste Person - tot oder lebendig - aufgefunden wird. Mir scheinen diese Informationen aber, wenn`s wirklich hart auf hart kommt (und es sich nicht um einen Privat-TV-Doku handelt) immer ein Wischi-Waschi-Herumgeirre im Nebel zu sein mit Informationen, die sowohl so als auch so deutbar sind.

Zitat

Wer das Medium war, könnte ich per pn mitteilen. Die Frau macht das allerdings nicht kostenlos.


Da liegt mir Böses auf der Zunge und ich schweige besser. Nimmt die Dame Erfolgshonorar oder lässt sie sich ihre Dienst in jedem Falle bezahlen?

Viele Grüße

Tania

17

Sonntag, 28. Januar 2007, 19:45

Hallo Michael, hallo Tania,

eure Vorsicht kann ich gut verstehen. Ich war nicht immer solchen ungewöhnlichen Wegen aufgeschlossen.

Zitat

Und ich würde nur einen einzigen Beweis gelten lassen, nämlich den, dass ein solcher sich einstimmender Mensch eine so konkrete Information gibt, das damit die vermisste Person - tot oder lebendig - aufgefunden wird.


Herr van Slooten wurde damals, nach dem Tsunami, mehrmals nach Verwandten oder Bekannten befragt. Anhand eines Stundenhoroskopes konnte er ihnen Auskunft erteilen. Bei ihm weiß ich sicher, dass er das Hornorar bei Fehlauskunft wieder zurück erstattet.

Die Frau, das Medium, da müsste ich nachfragen, ob sie nur bei Erfolg kassiert oder auf jeden Fall.

Liebe Grüße Micha

18

Sonntag, 4. Februar 2007, 07:13

Zitat

Original von Micha
Hallo,
es gibt auch Menschen, die sich anhand eines Fotos auf den Menschen einstimmen können.


Ja, diese Menschen gibt es. Ich wurde von einer Person, die "seherische" Fähigkeiten hat, bezüglich Kristina angesprochen. Was an den Aussagen stimmt, weiß ich nicht, habe die Hinweise jedoch an Christoph weiter gegeben. Mir schien es unverantwortlich, dazu zu schweigen, auch wenn es nur ein Strohhalm sein sollte!
Vor diesem Hintergrund schenit es mir besonders wichtig, das unten angedeutete Medium einzuschalten, um Bestätigung und somit Sicherheit zu bekommen.

Zitat

Wer das Medium war, könnte ich per pn mitteilen. Die Frau macht das allerdings nicht kostenlos.


Ich kann die zum Ausdruck gebrachte Skepsis verstehen, doch bedenkt, es geht solange um ein Menschenleben, bis das Gegenteil bewiesen ist!!!
Es ist nie zu spät, doch vielleicht ist ja schon etwas geschehen.

@Micha: Mich interressiert dieses Medium ganz allgemein, man weiß ja nie.... Würdest Du es mir per Mail mitteilen?

:morg und liebe Grüße

Ilka
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Weich ist stärker als hart, Wasser stärker als Fels, LIEBE stärker als Gewalt!
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19

Sonntag, 4. Februar 2007, 18:08

Beginnende Skepsis

Die Weiterentwicklung des von mir hier verlinkten Forums www.kristina-vermisst.de , das mittlerweile von Schließung bedroht ist, lässt mich ein wenig ratlos und ich frage mich inzwischen, ob das so eine gute Idee war, auf diese Weise in unserem Forum auf diese Selbsthilfeinitiative aufmerksam zu machen, obwohl man natürlich aus allem immer wieder nur lernen kann. Nur was ist es in diesem Fall?

Einige Erscheinungen, wie die Dokumentation persönlicher Meinungsverschiedenheiten und älterer Auseinandersetzungen unter Bekannten und Verwandten sind wohl eher normal und mögen auf längere Sicht unvermeidlich öffentlich werden müssen, wenn man so ein Internet-Forum gründet. Natürlich werden Profilierungstendenzen dadurch noch verstärkt. Bei einigen etwas befremdlichen Videodokumentationen, die offenbar wieder aus dem Forum gelöscht worden sind, habe ich mich gefragt, was sie zur Aufklärung des Schicksals beitragen sollten.

Und schließlich bin ich etwas verwundert über diese ständige Polizeischelte, die einmal von etwas euphorischer Anbiederung unterbrochen war und die beinahe schon die Interpretation nahelegt, als hätte die Polizei etwas zu verdecken statt aufzuklären. Ist das der psychologische Stress der bedauernswerten Betroffenen oder Teil beginnender Obszessionen, die in irgendeiner Form aus einem schlechten Gewissen und Schuldgefühlen geboren werden können?

Verschiedene Beiträge werfen auch die Frage auf, ob es eine Berechtigung für ein schlechtes Gewissen geben könnte und warum. Ich glaube, so interessant und auf den ersten Blick effektiv so eine Kampagne im Internet sein kann, um psychologischen Stress zu bewältigen und Solidarität zu mobilisieren, so nebenwirkungsreich und problematisch kann so etwas seine Eigendynamik entfalten und das macht mich zunehmend skeptisch. Es wäre doch schön, wenn das Ganze wenigstens Resultate hervorbrächte, doch die kann ich noch nicht erkennen.

LG, Michael
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20

Dienstag, 6. Februar 2007, 19:24

Teil-Gewißheit: Kristinas Leichnam gestern gefunden

Kristinas Leichnam wurde gestern unfern der Uferstelle, an der das Handy auftauchte, im Schilf verfangen, aber nach Absinken des Wasserspiegels der Weser um einen Meter sichtbar im Fluß aufgefunden. Der Fundort ist ca. 300 m von ihrem abgestellten Fahrzeug entfernt. Die Spurensicherung dauerte gestern noch an und eine gerichtsmedizinische Untersuchung ist vermutlich bereits eingeleitet. Für kriminalistische Schlußfolgerungen, ob die Verstorbene einem Unglücksfall oder einem Verbrechen zum Opfer fiel oder ob sie durch Suizid aus dem Leben schied, ist es wohl noch zu früh. Die Gewissheit ist wichtig und sie ist brutal. Aber oft erlaubt erst die Bergung eines Leichnams einen wirklichen Trauerprozess, der damit einen Ausgangs- und Endpunkt bekommt. Sicher ist für mich: Das, was Kristina ausmachte, ist schon längst woanders und nicht der Leichnam.

In den vergangenen drei Wochen sind zumindest hinter den Kulissen auch hier und zum Teil spekulativ in anderen mehr esoterischen Foren Wahrnehmungen und intuitive Bilder über Kristinas Schicksal empfangen und kommuniziert worden, die zumindest mir z. T. recht sichere Anhaltspunkte für die jetzige Gewissheit gegeben haben, dass Kristina nicht mehr am Leben ist. Zum Teil sind Hinweise und Tips persönlich und nichtöffentlich weiter gegeben worden, allerdings oft auch auf keine Reaktion gestoßen. Es ist verständlich und dennoch zum Teil auch erstaunlich, dass solche parapsychologischen Erkenntnisse als "esoterische Spinnerei" oft nicht ernst genommen werden. Andere entlarvten sich als reine Phantasieprojektionen. Natürlich verbieten Rücksichtnahme und Respekt öffentliche Kontroversen und hinterher ist man immer alle mal klüger und daher ist es unschicklich, das nun weiter auszuführen.

Auch wenn wir an manche spektakuläre Erfolge von Zimmermanns Sendung "XY-ungelöst" gewöhnt sind, der "Fall" wäre durch normale Polizeiarbeit wie jetzt auch ohne diese gewaltigen Internet-Recherchen und Forumsanstrengungen unter Mitarbeit der Natur zu lösen gewesen und wurde auch so gelöst. Das bleibt neben den schon beschriebenen Nebenwirkungen eines solchen Forums, das durch die offenbar gewordenen Streitigkeiten und Meinungsverschiedenheiten auch Wunden bei engen Bekannten und Angehörigen geschlagen hat, für mich ein fader Beigeschmack: diese merkwürdige Polizisten-Schelte, die dem Bild Vorschub leistete, dass die Polizei mehr zu vertuschen als aufzudecken gehabt haben könnte. Es ist sicher ein weitverbreitetes Phänomen, in Schmerz und Leid Schuldige auszumachen, gerne bei Behörden und professionellen Helfern. War das nötig?

Es bleibt nun um so mehr wie schon zu dem Zeitpunkt, als letzte, materielle Sicherheit über das Schicksal Kristinas noch nicht gegeben war, die Bewältigungsaufgabe für alle Angehörigen, Freunde und mitfühlenden Menschen, Trauer und Schmerz zu begegnen und die Wunden zu heilen, die der Verlust den Hinterbliebenen geschlagen hat. Auch die Vorstellung, die Kristina in Frieden in einer jenseitigen bzw. anderen, durchaus benachbarten Dimension nach einem plötzlich und früh vollendeten Leben sieht, tröstet den trauernden Menschen beim Beklagen seines Verlustes oft nicht wirklich, insbesondere wenn diese Vorstellungen mehr Gedanken und nicht tief empfundene Wirklichkeit sind.

Neben den Dingen, die ich in meinem Brief ansprach, fand ich eine Lektüre schon bei mehreren Angehörigen von plötzlich Verstorbenen hilfreich, die ich auch schon im Forum besprochen hatte: "Keine Seele geht verloren - Hilfe und Hoffnung bei plötzlichen Todesfällen und Suizid" von Bernard Jakoby, Rowohlt Taschenbuch Verlag, September 2006, 9,90 €. Im Forum wurde es hier besprochen: http://ganzheitlichesicht.de/forum/threa…d=9920#post9920 Ich wünsche allen um Kristina Trauernden Kraft und die Gewissheit, dass jedes Leben, so kurz es gedauert haben und so schrecklich es beendet worden sein mag, sinnvoll und erfüllt gewesen sein kann und die Seele nicht nur nicht verloren geht, sondern sich auch noch weiter vollenden und von allem irdischen Leid erholen kann.

Liebe Grüße, Michael
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