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1

Sonntag, 26. März 2006, 23:57

Wie heilsam sind Tiere für das seelische Gleichgewicht des Menschen?

Seit Jahrtausenden macht sich der Mensch die Tiere zunutze, zähmt sie, richtet sie ab, bedient sich ihrer Produkte und Dienste. Manches, das aus dem Tierkörper gewonnen wurde, diente der Herstellung von Heilmitteln und der Gestaltung von verschiedenen magischen Ritualen, u. a. auch der Heilmagie, dem Heilorakel usw. Es kommt auch vor, dass Tiere mythologische Inhalte symbolisieren und vergöttlicht werden. Um für die Jagd die Seelen der Tiere zu besänftigen, wurden sie mit Opferritualen versöhnt und die zukünftige Beute in Darstellungen gebannt. Manchmal tragen schamanische Heiler tierische Atribute, die auf sein Seelen- oder Krafttier, sein Totem und Ähnliches hinweisen. Manchmal sind es lebendige Tiere, die hier an der Seite des Heilers zu finden sind.

Aber auch individuell als Begleiter des Menschen üben sie als dessen Gesellschafter und Vertrauter, Helfer und Gespiele eine wichtige, mitunter seelich heilsame Rolle für ihre Halter aus. Die Tiere werden ganz in das Leben, ja sogar in Gespräche einbezogen. Die Tiere schlafen dort, wo ihr Mensch schläft, gehen die gleichen Wege, essen das gleiche Essen... Es scheint, als gäbe es unzertrennliche Mensch- und Tierpaare bis hin zu dem Phänomen, das man manchmal bemerkt, nämlich dass Tier und Halter sich in bestimmter Hinsicht immer ähnlicher werden und auch Ähnlichkeiten in der Erscheinung entwickeln. Tiere, so scheint es, werden seit vielen tausend Jahren vom Menschen gebraucht und die Entwicklungen beginnen, sich parallel zu entwickeln.

Auch in der Kunst, in der Literatur und in manchen kulturellen Eigenheiten kann sich dieses besondere Verhältnis ausdrücken. Berühmt sind die Dichtungen über Pferde und Kamele, die spannenden Heldensagen über irische Viehraub-Kriege, der Preis des treuen Hundes, der als Grabfigur seit dem Mittelalter an den Füßen der Herrin kauert. Oftmals sind bestimmte Tiere kulturell prägend und bekommen in der religiösen Verehrung einen bestimmten, hohen Stellenwert. Das konnte schon im alten Ägypten so sein oder in Israel oder Arabien, es ist noch in Indien so. Aber auch Wildtiere, seien es Beutetiere oder solche, die hauptsächlich wegen ihrer Intelligenz oder ihrer Stärke verehrt werden, können einen hohen kulturprägenden Stellenwert erhalten, z.B. Wale, Robben, Karibu, Rentiere, Büffel (Bisons), Wölfe, Bären, Wildschweine...

Neuerdings gibt es eine ganz besondere Art, Tiere und ihre Beziehung zum Menschen direkt zur Heilung oder zur positiven Veränderung hin zum seelischen Gleichgewicht zu verwenden. Neben den schon bekannten Helfern für Blinde oder die Rettungs- und Suchhunde gibt es regelrechte Therapiehunde im Einsatz mit vereinsamten, psychisch kranken oder traurigen Menschen, beziehungsgestörten Autisten, neurologisch Kranken nach Schlaganfall oder Unfall in der Rehabilitation. Auch als Motor zu regelmäßigen, täglichen Bewegung ihres Menschen haben sie sich schon bewährt. Auch größere Tiere sind im Einsatz, z.B. zur Unterstützung der Heilpädagogik, Ergotherapie und Psychomotorik durch therapeutisches Reiten. Mit manchen Tieren kann man Phobien abbauen. Spektakulär ist der Einsatz von Delphinen bei schwerer gestörten Kindern wie Erwachsenen.

Vielleicht kennen einige von Euch aus eigener Anschauung die seelisch ausgleichende, ja therapeutische Wirkung von Tieren und können Geschichten davon berichten. Natürlich ist das Verhältnis Mensch-Tier niemals ganz frei von Möglichkeiten des Mißverstehens und daher oft nicht nur schön und heilsam, sondern manchmal auch kompliziert und mitunter tragisch endend. Weil dies auch mit unseren liebsten Hausgenossen so sein kann, gibt es mittlerweile sogar schon Verhaltenstherapeuten und -trainer für Hunde und deren Anhang. Auch eine solche Arbeit heilt meist den Menschen des Hundes und hilft ihm, seinen Hund besser zu verstehen...

LG, Michael
Spaltet ein Stück Holz, und ich bin da. Hebt einen Stein auf, und ihr findet mich dort. (apokryph. Evangelium nach Thomas)

2

Montag, 27. März 2006, 08:07

... wenn bei uns jemand krank ist und mit Decke auf dem Sofa liegt, dauert es keine 2 Sec. und unsere Katze liegt zu Füssen und schnurrt, schnurrt, schnurrt.... den ganzen Tag!

Mit Reittherapie haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht: einmal ist es das Vertrauen der Tiere, das auf den Mensch übergeht, das Getragenwerden auf dem Rücken der Pferde, das weiche Fell und nicht zuletzt die Fähigkeit, den Körper in Einklang mit der Bewegung des Pferdes zu trainieren....

Lina

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3

Montag, 27. März 2006, 13:00

Die Besonderheit der Katzen im Umgang mit Kranken

Zitat

Original von Lina
... wenn bei uns jemand krank ist und mit Decke auf dem Sofa liegt, dauert es keine 2 Sec. und unsere Katze liegt zu Füssen und schnurrt, schnurrt, schnurrt.... den ganzen Tag!


Liebe Lina,

ich habe gelesen, dass Katzen die einzigen Haustiere seien, die quasi bewußt bzw. zielsicher kranke Personen ansteuern und sich auch an für andere Tiere bzw. Menschen aufgrund bestimmter Energiestrahlungen problematische Orte begeben und lange dort aufhalten. Andere Tiere würden Kranke eher meiden und fliehen. Ich habe das sowohl von banalen Erkraqnkungen als auch auszehrenden chronischen Erkrankungen oder von Krebs geschildert bekommen.

Zitat

Original von Lina
Mit Reittherapie haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht: einmal ist es das Vertrauen der Tiere, das auf den Mensch übergeht, das Getragenwerden auf dem Rücken der Pferde, das weiche Fell und nicht zuletzt die Fähigkeit, den Körper in Einklang mit der Bewegung des Pferdes zu trainieren....

Lina


Mir scheint dabei noch wichtig, auf welche Weise Reittherapeuten mit den Pferden arbeiten. Es gibt unterschiedliche, sehr sanfte Methoden, wie Reiter und Pferd miteinander harmonieren und kommunizieren können.

LG, Michael
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4

Montag, 27. März 2006, 15:13

Ich finde den Umgang mit Tieren sehr wohltuend. Sie gehen mit sehr viel Liebe auf Menschen zu, auch auf Kranke. Ich frage mich ob Tiere kranke Menschen wirklich als krank betrachten? Oder wie nehmen sie Einschränkungen war? Da würde ich manchmal gerne das Katzenköpflein aufschrauben und hineingucken.

Ich kann es sehr schlecht in Worte fassen, aber ich bewundere Tiere sehr für ihre Art wie sie offen und doch sehr verletzlich auf Menschen zugehen. Wir Menschen kommunizieren ja mit Worten (unter anderem). Und leider sind Worte manchmal schrecklich unwichtig und nichtssagend wenn man krank ist. Dieses Problem haben Tiere nicht!

LG Pony

5

Dienstag, 28. März 2006, 14:08

Hi Michael

Mir scheint dabei noch wichtig, auf welche Weise Reittherapeuten mit den Pferden arbeiten


ich dachte eigentlich mehr an den Menschen, der da drauf sitzt bzw. mit dem Pferd umgeht, es führt, putz und mit ihm kommuniziert ;)

Natürlich gibt es auch hier - wie überall auf der Welt- verschiedene therapeutische Ansätze.... man muss schon genau prüfen, was man sucht bzw findet. Nach meiner Erfahrung bietet "HinzundKunz" therapeutisches Reiten an und die wenigsten haben eine heilpädagogische-reitherapeutische Ausbildung. Ob es sich um eine gut ausgebildete Therapeutin handelt, merkt man sehr schnell am Umgang mit dem Pferd, am Pferd selbst und nicht zuletzt natürlich am Umgang mit den Kindern....
Reiten ist nicht gleich Therapie, aber therapeutisches Reiten hat einen hohen posiven Nutzen für Kinder und erwachsene.

Übrigens gilt das auch für alle anderen Tierkontakte: nicht jeder Umgang ist therapeutisch, aber der therapeutische Nutzen von Tieren im Kontakt mit Menschen ist ebensfalls hoch, z.B. bei verwirrten oder gerontopsychiatrisch erkrankten altten Menschen, bei Kindern mit Verhaltensauffälligkeiten, Delphintherapie usw.

...man könnte auch hier Seiten füllen, wenn man das wollte- oder das Thema enger fassen, dann würd`s auch konkreter.

frühlingshafte Grüsse von haarenden Katzen und Pferden- sie verlieren soviel Fell wie noch nie zuvor ....ob das nicht ein Zeichen für einen warmen Sommer hier in Bayern ist ???

Lina

übrigens nutzt unsere Katze jede sich bietende Gelegenheit, auf das verletzte (angebrochene) Knie meiner Tochter zu liegen - stundenlang, jede Nacht ... und alle versuche, sie davon abzuhalten, scheitern, ob das nun eine Heilwirkung hat ?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Lina« (28. März 2006, 14:11)


6

Dienstag, 28. März 2006, 20:40

Hallo Lina

Ich habe mal irgendwo gelesen, dass das Schnurren einer Katze die Knochenheilung beschleunigen soll.

Guck mal [url=http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/22/0,1872,2009526,00.html]*hier*[/url].

lg
Nux
Wunder stehen nicht im Widerspruch zur Natur, sondern im Widerspruch zu unserem Wissen von der Natur.
(Augustinus)

7

Dienstag, 28. März 2006, 22:26

Hi Nux

Ich wollte schon schreiben ich hätte irgendwo gelesen dass Katzen sich mit schnurren selber heilen ;-)

LG Pony (die heute auch eine schnurrende Katze auf der Brust hatte)

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8

Mittwoch, 29. März 2006, 00:30

Heilkraft von Katzen - Katzen als Therapeuten

Zitat

Original von Lina
übrigens nutzt unsere Katze jede sich bietende Gelegenheit, auf das verletzte (angebrochene) Knie meiner Tochter zu liegen - stundenlang, jede Nacht ... und alle versuche, sie davon abzuhalten, scheitern, ob das nun eine Heilwirkung hat ?


Liebe Lina,

meines Wissens wird über Katzen gesagt - ich habe es zudem beobachtet und berichtet bekommen und Du siehst es nun selbst - dass sie sich gerade zu den Leidenden hingzogen fühlen und diese durch ihre Anwesenheit trösten oder sich sogar auf die verletzten Stellen legen. Ob sie als Psychotherapeuten wirken oder es sich um energetische Heilprozesse handelt? Jedenfalls berichten die betroffenen Menschen eigentlich immer positiv von solchen Erscheinungen. Bei der Gelegenheit ein Link zum nachlesen: http://www.joker-starlight.org/dreamzone…tin%20Katze.htm und http://www.beate-lukowski.de/PMR_Therapi…aelligkeit.htm. Das Buch, in dem ich etwas über die besondere Affinität der Katzen zu Heilungsaufgaben gelesen habe, war - glaube ich - eines von Amelia Kinkade. Auch dazu ein Link: http://www.reichel-verlag.de/Buecher/Kinkade/Tierisch.htm. Kinkade ist eine sensitive Tierdolmetscherin, die dieses Wissen und diese Fähigkeit auch in workshops lehrt. Über das Schnurren und dessen etwaige Heilwirkung fand ich Folgendes: http://www.effervesciences.com/s_sites/ronron/al_ind.htm

LG, Michael
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9

Mittwoch, 29. März 2006, 11:53

Danke für den umfangreichen Lesestoff.....

Teil 2: wenn ich sehr lange am PC sitze kommt unser anderer Kater und legt sich der länge nach auf die Tastatur... möchte ich weiterarbeiten, bedarf es der größeren Auseinandersetzung mit ihm....

Das ist bestimmt auch eine energetische Heilwirkung im Sinne der Vorbeugung von übermäßiger Nutzung technischer Geräte- oder einfach: er sagt mir, wann ich pausieren sollte :D

Grüsse Lina

10

Mittwoch, 29. März 2006, 17:24

Hi Lina und alle anderen

Mein Kater ist auch ein Tastaturhocker! Und ein Auf-die-Schulbücher-Sitzer. Da half nur eines: Lampe andrehen, dann war es so schön warm unter der Lampe dass der Platz da auch ganz o.k. war.

Ganz konkrete Tiertherapie ist ja wunderbar, und für viele Krankheiten sicher auch von nachweisbarem Nutzen. Aber wäre es nicht noch viel schöner wenn Tiere noch mehr auf ganz alltägliche Weise einbezogen werden? Für alle Kranke? Nicht nur wenn gerade die Krankenkasse einsieht dass sie dafür zahlen soll?

Ich war einmal 10 Wochen auf einer Station für chronisch Kranke, psychosomatisch Kranke und Reha Patienten. Es war eine ganz nette Station, aber die Stimmung dorch durchgehend etwas gefüllt von traurigen Schicksalen und deprimierten Gesichtern. Es wäre fantastisch wenn solche Orte mit Tieren besiedelt würden. Ja, ich weiss, Spitäler und Hygiene.....das lässt sich schwer mit Tieren vereinbaren.

LG Pony

11

Mittwoch, 29. März 2006, 20:12

Hallo Pony

Zitat

Es wäre fantastisch wenn solche Orte mit Tieren besiedelt würden. Ja, ich weiss, Spitäler und Hygiene.....


gibt es !

vorwiegend in Altenheimen mit gerontopsychiatrisch verwirrten Menschen - vorwiegend Katzen, aber auch ein stationshund, Kaninchen und Meerschweine... Hygiene ist eigentlich nicht das Thema und lässt sich regeln. Probleme gibt`s eher mit denen, die keine TIere mögen und den Allergikern.

Lina

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12

Mittwoch, 29. März 2006, 22:49

Tiere in der Jugendpsychiatrie und beim Kinderarzt

Trotz bestimmter Hygienevorschriften gab es in der schweizer kinder- und jugendpsychiatrischen Tagesklinik Münsterlingen/Scherzingen des KJPD Weinfelden/Thurgau eine Zeit lang einen angehenden Behindertenbegleit- und Therapiehund ("Joni"), eine Golden-Retriever-Dame, die von einer Sozialpädagogik-Praktikantin geführt wurde und die auch Ferienaufenthalte mitmachte. Sie war der Star bei den Kindern. Die kinder- und jugendpsychiatrische Klinik Haus Vogt in Titisee-Neustadt, Schwarzwald, erlaubte früher Kleintiere, bis diese aufgrund unsachgemäßer Behandlung (Tierquälerei) durch Kinder, die ein schwer gestörtes Verhalten zeigten, trotz Aufsicht zu Schaden kamen. In der anthroposophischen Klinik in Witten-Herdecke muß es zumindest eine Zeit lang Pferde für therapeutischen Reiten gegeben haben und unsere stationär behandelten Kinder der kinder- und jugendpsychiatrischen Klinik in Wilhelmshaven sind regelmäßig auf einem Reiterhof zu Gast. Es gibt Projekte mit so etwas wie "Therapiehöfen", auf denen Tierkontakte für Patienten unter Anleitung möglich sind und so mancher Arzt und manche Psychotherapeutin hat seine/ihre eigenen Tiere (Hund und Katze meistens) in der Praxis mit dabei. Mein Vater hatte fast immer seinen Boxerrüden Vasco mit in der Praxis und er war bei seinen kleinen Patienten äußerst beliebt (und ist es bei meinen Töchtern immer noch, nachdem es den Opa ja nun leider nicht mehr gibt, zumindest so, wie wir ihn kannten).

LG, Michael
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13

Freitag, 31. März 2006, 22:16

Wie heilsam Tiere für den Menschen sind, hängt davon ab...... wie offen der Mensch für diese Heilsamkeit ist.
Wie Tiere es verstehen, ihre therapeutischen Maßnahmen an den Mann bzw. Frau zubringen, da können wir Menschen bzw. Therapeuten viel lernen.
Was mich aber interessieren würde, warum Katzen auf mich reagieren und umgedreht? Doch bei anderen Tieren nehme ich es nicht wahr bzw. hatte dazu keine Erlebnisse bzw. Erfahrungen.
Tschüß Heike
Leben ist ganz einfach, was das Leben so schwer macht, ist der Mensch selber

14

Freitag, 31. März 2006, 22:37

liebe heike,

natürlich könnte ich dir jetzt etwas hochspirituelles schreiben ;) ... da ich aber "dosenöffnerin" (so nennt man das, obwohl unsere nur trockenfutter bekommen) von 7 katzen bin, mache ich es mal ganz unspektakulär.

erst mal: WIE reagieren katzen auf dich ???

i.d.r. sind katzen sehr neugierige tiere (weil raubtiere und immer auf beutesuche .... ergibt sich zwangsläufig aufgrund ihres genpools ;) - beim hund nicht mehr so ausgeprägt ... stammt vom wolf ab ... katze ist katze und stammt nicht von irgendwas ab !!! natürlich auch domestiziert ... wir lassen die feinheiten jetzt weg :frech )

katzen schenken ihre zuneigung entgegen der landläufigen meinung nicht ausschließlich "guten" menschen ..... schön wär´s. diese geschichten mag man gerne hören, wenn man mit katzen gut klar kommt - wie ich auch :)) .... aber meine katzen reiben sich stellenweise auch an den übelsten charakterschweinen (mit verlaub).

man kann sich selbst wunderbar beweihräuchern indem man sich als "von katzen geliebt" outet - und dann sagt: "tiere spüren, ob ein mensch gut ist" !!!

NÖÖÖÖÖ, spüren sie nicht .... schweine sind wissenschaftlich anerkannt sehr intelligente tiere und lassen sich schlachten ohne dass sie das gefürchtete adrenalin ausstoßen, welches das fleisch ungenießbar macht (also schlachten ohne stress) - wie geht das, wenn sie "menschenkenntnis" hätten ???

wie können katzen gestohlen werden und an tierversuchslabore vertickt werden (in massen), wenn sie die "bösen menschen" erkennen können ??? "schlechtes futter" erkennen meine - und "einfangen" kannst du meine nicht, wenn sie das nicht wollen - dann gnade dir gott !!!

so viel erst mal hier zu.

dickes sorry für eine teil-entmysthifizierung :evil:

aber trotzdem: wie reagieren sie auf dich ??? da kenne ich mich aus :D :D :D und kann dir auf wunsch auch einen minnegesang schreiben ;)

LG*susa
"Eine Erfolgsformel kann ich den Menschen nicht geben, aber ich kann ihnen sagen, was zum Misserfolg führt: der Versuch jedem gerecht zu werden."

Herbert Bayard Swope

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15

Samstag, 1. April 2006, 21:25

ruhiges Dasitzen und Beobachten...

Abgesehen davon, dass ich als Mensch natürlich eine ganze Menge Menschliches in die Begenung mit Tieren hineininterpretieren könnte, wenn ich nicht die Signale der jeweiligen Tierart gelernt habe oder besondere telepathische Fähigkeiten habe, finde ich es einfach sehr interessant, nur bei einem Tier (oder mehreren Tieren) zu sitzen und es ganz ohne Erwartungen zu beobachten. Wenn das Tier dann von sich aus Kontakt aufnimmt, kann ich sehen, was daraus wird. Schließlich werde auch ich Kontakt aufnehmen und es kann sich ein interessantes Spiel daraus entwickeln. Therapeutisch könnte es bereits sein, sich ganz ruhig, ohne Streß und mit Zeit zur Beobachtung auf ein anderes Wesen einzulassen und es zu beobachten. Gestern und heute saß ich in einer kleinen Meute von zehn weißen Schäferhundewelpen (fünf Mädels und fünf Jungs fünf Wochen alt) zusammen mit ihrer Mutter und bin mal gespannt, wer davon mal ein guter Therapiehund wird (natürlich nicht ohne Zutun des Besitzers) und ob man ihnen das jetzt schon ansehen kann... Erstaunlich ist, wie schnell sie wachsen, Gewicht zunehmen und an Fähigkeiten zulegen. Eine Kindheit im Vergleich zu unserer im Zeitraffertempo. Bei der Gelegenheit schaue ich mir wieder meine Kinder genauer an und staune auch: Wie schnell sind sie wieder einen Schritt weiter gekommen!

LG, Michael
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16

Samstag, 1. April 2006, 21:34

Ob ich nun ein guter oder böser Mensch bin, lasse ich mal offen.

Als es mir 2003 nicht gut ging, war es der eigene Kater, der mir bei Seelenschmerz wie ein Hund, mir nicht von der Seite wich.Wartete bis ich saß und mich aufforderte zum Streicheln. Hat mir damals gut getan.

Da ich in den letzten Tagen ganz schön eins vor den Latz bekommen habe. Nachbars Katze, läßt sich sonst von mir nicht anfassen oder streicheln.
Sie wich mir auch nicht von der Seite, versorgte meine Seele auf ihre Art und Weise.(wie unsere Kater)
Die Tage danach verhielt sie sich wie immer.(ließ sich nicht anfassen)
Dann noch mal eins vor dem Latz bekommen und das Spiel wiederholte sich.

Tschüß Heike
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17

Donnerstag, 9. November 2006, 06:48

der "fühlige" Hund

Unser Hund bekommt offenbar fast jeden Gedanken, der mit einem spürbaren Gefühl oder einem Bild verbunden ist, mit. Das gilt grundsätzlich für (Fr-)Essen. Man denkt selbst dran oder hat etwa den Gedanken: das wäre was für den Hund oder die Katze: Sofort steht der Hund da und erwartet meinen nächsten Schritt. Aber auch dann, wenn man mit einer gewissen inneren Unruhe einen Brief aufreißt oder äußerlich ruhig aber innerlich angespannt die komplizierte Jahresrechnung für die Energiekosten studiert: Plötzlich ist der Hund da und versucht, einen mit allen möglichen Lauten, Anstupsen, Begrüßen und Abschlecken zu beschwichtigen: Das Tier fühlt eine stärkere Emotion und sucht den Kontakt, so denke ich es mir jedenfalls.

LG, Michael
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18

Donnerstag, 30. November 2006, 21:11

Trauer, wenn ein Tier stirbt

Kürzlich konnte ich wieder beobachten, wie wichtig ein Haustier für seinen Menschen ist. Eine alleinstehende Tierfreundin und Besitzerin von Pferd und Katzen wurde in kürzester Zeit mit der schweren Erkrankung ihrer beiden Katzen konfrontiert, was völlige Verunsicherung, Angst und viele tierärztliche und (tier-) heilpraktische Konsultationen sowie Freundinnenbesuche nach sich zog. Der jüngere Kater verstarb, die ältere Katze rappelte sich wieder hoch und wird nun liebvoll aufgepäppelt. Für das siebenjährige Tier, das sozusagen vor seiner Zeit aber ruhig und würdevoll (auch wenn das eine sehr menschliche Sicht ist) verstarb, wurde eine regelrechte Beerdigung mit allen Zeichen der Trauer vollzogen. Es gab sogar eine Art "Totenmal". Als Intensivschwester hat die "Katzenmutter" fast täglich mit Krankheit und Tod zu tun. Dieses Ereignis warf sie dennoch ein wenig aus der Bahn und löste auch viel Anteilnahme in der Bekanntschaft aus. Auch an diesen Reaktionen kann man erkennen, wie bedeutsam Tiere als Begleiter für das seelische Gleichgewicht ihrer Besitzer sein können und dass sie gewissermaßen ihr Schicksal miteinander teilen.

LG, Michael
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Donnerstag, 28. Februar 2008, 19:58

Liebe Tierfreunde *lächel,

das Thema ist ja nun schon etwas verstaubt - aber dadurch nicht minder interessant und aktuell ;)
Mir kam dabei ein Ausspruch in den Sinn - "Der Hund, der beste Freund des Menschen" - wobei ich dazu tendiere, zu sagen, dass er dieser nur sein kann - und eben auch Freud und Leid mit ihm teilen und "empfangen", wenn der Mensch an erster Stelle erst einmal der Freund des Hundes/Tieres ist...
Ich kann mich erinnern, wie mich vor vielen Jahren alleine der Anblick eines (z.B.) Hundes aus weiter Ferne fast zum Erstarren gebracht oder nahezu zum Erliegen meiner Atemfunktion veranlaßt hat *lach - HEUTE... lebe ich mit vielen Tieren zusammen, Tag und Nacht - und kann mir ein Leben ohne diese, in jeglicher Beziehung der Lebensqualität, nicht mehr vorstellen!
Es ist eben wirklich und tatsächlich so, dass ein Hund/Tier, der einem nahesteht - und/oder eben MAN dem Hund, denn das KANN nur in Symbiose erfolgreich sein, spürt, wenn man traurig ist, glücklich ist, Trost braucht, Nähe braucht, oder aber auch einfach mal Ruhe...

Waren einfach so meine spontanen Regungen dazu beim Lesen nu.

Nea :)
I know, what I like - and I like, what I know...

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20

Samstag, 21. Juni 2008, 20:04

*

Mit meinen Gottesanbeterinnen pflege ich einen "Aurakontakt".
Und wenn sie mich mit ihrem Herzköpfchen anschauen, werde ich ganz sentimental. :))

Ich glaube das man zu gewissen Insekten auch einen heilsamen Bezug aufbauen kann. Gerade wenn sie schön und faszinierend sind und auch noch ein gewisses Alter erreichen. Jeder wäre doch bestimmt berührt, wenn z.b. ein schöner Schmetterling auf seiner Hand landen würde. Und selbst ein Marienkäfer hat was Lustiges an sich. Auch das Zirpen einer Grille oder eines Heimchens hat an einem lauen Sommerabend schon viele Pärchen in romantische Stimmung gebracht und die Fantasie beflügelt. Auch die vielfältigen Techniken, ob es nun das Jagen oder Tarnen ist, ist in dieser Microwelt äußerst raffiniert und geschickt.
Ich vermute, was die Beziehung zu Insekten erschwert, ist, daß man sie nicht kuscheln kann. Es ist dort viel feinsinnlicher und filigraner,
und es ist diese Anschauung, die im Vordergrund steht, die heilsam ist für mich und auch zu meinem seelischen Gleichgewicht beiträgt.

Zu fliegenden Proteinen, wie Fliegen, habe ich vieleicht eine Beziehung wie zu lebendem Gras, ich kann nicht einfach so aus Spaß darauf treten.


Ich versuche mich in die Lage der Tierchens hineinzuversetzen, um ihr Wohlbefinden nachvollziehen zu können. Die gefühlte Anschauung.
Dieses geschieht aber meist visuell und mit der Erfahrung; ich achte auf die Micromimik. Außerdem spielt die Zeit auch eine sehr wichtige Rolle, denn in gewissen Abständen häuten sich die Tiere. Genauso ist es mit dem Zeitigen (Entwicklungs- oder Reifungszeit) der Oothek: Nachdem sie geschäumt wurde, dauert es eine gewisse Zeit und bedarf bestimmter äußerer Bedingungen (Temparatur, Feuchtigkeit usw.), bis die kleinen Mantis schlüpfen.

Diese Zeiten gehen ins Gefühl über.

Dieses Gefühlswissen zeigt sich auch sehr deutlich beim Begatten der Dame. Mit Hilfe der Zeit, Erfahrung und dem Gefühl weiß ich, wann das Weibchen bereit ist, sich befruchten zu lassen. Dazu kommt noch, dass ich das Weibchen vorher stimuliere, sie fällt dann in eine Art Trance, um so dem berühmten Sexualkannibalismus vorzubeugen.



Gruß
Torsten
Aber er hat ja gar nix an
(des Kaisers neue Kleider)