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81

Montag, 15. August 2011, 00:12

Was für ein Sommer?!

Zitat

Original von Michael
Nach schönem und viel zu trockenem Frühjahr präsentierte sich der Sommer kühl und nass.


Heute ließ sich zum Abend hin erstmals wieder der Himmel sehen. Der Vollmond und der Meteorenschauer der Perseiden waren da schon vorüber. Doch was ist das überhaupt für ein Sommer, in dem es wochenlang regnet und zwar heftig und ein Tiefdruckgebiet dem anderen folgt? Die Temperaturen sind zumindest gefühlt kühl bis mild, die Luftfeuchtigkeit sehr hoch, in der Wohnung z. B. so hoch, dass die Salzlampen "schwitzen", weil sie das Wasser aus der Luft ziehen und unter sich abtropfen lassen, so wie primitive Luftentfeuchter. Das Frühjahr hingegen ist wieder mal zu warm und zu trocken gewesen und das selbst an der Nordseeküste und die Winter werden eisekalt. Vermutlich sind das die mitteleuropäischen Auswirkungen des Klimawandels. Wir werden trockene und wärmere Zeiten im Frühjahr und Herbst haben, "Sommer- und Wintermonsum" mit hoher Luftfeuchtigkeit und zu niedrigen Temperaturen, so scheint es zumindest. Tatsächlich nämlich scheinen die mittleren Temperaturen zu steigen, sowohl über den ganzen Winter gerechnet trotz einiger Eis- und Schneetage mehr und über den Sommer gerechnet trotz kühlerer Regenwetterlagen. Das jedenfalls berechnen einige Metereologen aus ihren Messergebnissen.

Michael
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82

Sonntag, 28. August 2011, 10:39

Frühherbstliche Stimmung am Morgen

Der Spätsommer gleicht dem Frühherbst in diesem Jahr. Der milde Wind schüttelt schon braune Blätter von den Bäumen und weht sie umher. Die Regengüsse hinterließen laubverstopfte Straßengullis. Das Taubennest liegt abgestürzt im Garten. Die Luft ist bewegt und mit ihr das Birkenlaub unserer Allee. Die Wolken werfen große dunkle Flecken auf das Feld und dazwischen blinzelt die Sonne freundlich und doch kühl. Hoch oben kreist ein Bussard als wisse er, dass die Feldmäuse sich Fett anfressen und beginnen, an den Winter zu denken. In den Abendstunden trifft man allenthalben auf Igel und die Fledermäuse machen Jagd auf die vom Winde zerstobene Insektenwelt. Die schwarzen Jagdspinnen suchen die trockeneren Verschläge und Keller auf und die Kreuzspinnen hängen ihre Radnetze zwischen Halme und Zweige in den Wind. Die Heumahd ist eingebracht, das Getreide weitgehend geerntet. Die Pferde mit dicken Weidebäuchen grasen träge auf den weiten Marschwiesen. Ein Wiehern beantwortet das dunkle Muhen ihrer schwarz-weiß gefleckten Nachbarn mit den dicken Eutern. So sieht jeder zu, wie er seine Ernte einfährt.

Michael
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83

Montag, 12. September 2011, 23:12

Stürmische Vollmondnacht

Blätter weht der Wind
vor meine Füße und Wolken
dem Mond über'n Hof.
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84

Samstag, 1. Oktober 2011, 10:44

Herbstmonat Oktober

Kalendarisch hat der Herbst schon schon mit der astronomischen Tag- und Nachtgleiche am 22./23.9. begonnen. Doch der erste von zwei richtigen Herbstmonaten ist der Oktober. Jede Jahreszeit hat zwei ganze Sonnenmonate für sich und davor und danach gibt es jeweils einen Übergangsmonat. Viele Menschen bedauern den Herbstbeginn als Ende des Sommers, der in diesem Jahr vielerorts recht feucht ausfiel. Und doch werden im Herbst mit Ausnahme des Sommergetreides die Früchte, die im Sommer wuchsen, geerntet und eingebracht. Daher finden sich die traditionellen Erntedankfeste z.B. der christlichen Kirchen am Ersten Sonntag im Oktober, für 2011 also morgen.

Ich mag den Herbst und seine Stimmungen nicht weniger, als jede andere Jahreszeit mit ihrer je eigenen Qualität und Energie. Das einzige, was ich als "Büroarbeiter" bedaure, ist der Umstand, während der sich verkürzenden Zeit des Tageslichtes in Räumen zu sitzen und meinen Arbeitstag in der Dämmerung zu beginnen und zu beenden. Im Winter wird sich das verschärfen. Also kommt es darauf an, die Lichternte in den Mittagspausen und am Wochenende einzufahren.

Doch auch die Dämmerstimmungen an milden Herbsttagen sind schön, insbesondere jetzt im so genannten "Altweibersommer": Morgendliche und abendliche Wiesennebel, Tau in den Gräsern und sichtbare Bodenfeuchte auf den Waldböden und Klinikerwegen machen den Zyklus der Feuchtigkeit in der Natur sichtbarer als zu den anderen Jahreszeiten und verzaubern die Landschaft im Zusammenwirken mit dem Licht wie mit einem Weichzeichner. Zudem haben die Wälder und Wiesen einen ganz eigenen Geruch.

Die Erntezeit erinnert uns daran, dass wir auch im Industriezeitalter von den wachsenden Gaben der Natur, vom Boden unserer Erde leben und nur zusammen mit den natürlichen Zyklen und einer maßvollen, nachhaltigen, ökologischen Wirtschaftsweise langfristig in einem für alle bekömmlichen Wohlstand leben können. Sonst droht Not, Leid und Kampf um das Wenige und eine Zerstörung der Lebensgrundlagen.

Mischa
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85

Samstag, 8. Oktober 2011, 23:54

Oktobermeteorenschwarm

Die Draconiden, ein Meteorenschwarm, der alle 13 Jahre zu beobachten sein soll, streift zwischen dem 6. und 10.10.2011 unsere Atmosphäre. Heute Nacht werden bei klarem Himmel trotz hellem Mondschein in nordwestlicher Richtung am hiesigen Nachthimmel die meisten Sternschnuppen zu beobachten sein. Auf meinem nächtlichen Hundespaziergang nach einem heftigen Regenschauer erblickte ich statt der Sternschnuppen beim Blick in den klarer werdenden Herbsthimmel zunächst kurz vor einem Zusammenprall die schemenhafte Gestalt eines anderen Himmelsguckers und sprach ihn an. Ja, er hatte schon eine Sternschnuppe gesehen. Im Weitergehen sah ich dann immerhin auch noch eine.

Michael
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86

Mittwoch, 12. Oktober 2011, 23:04

Oktobermond

Kühles Mondlicht tropft
durch Geäst in's Raschellaub
mit Silberfingern.
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Sonntag, 1. Januar 2012, 13:55

1.1.2012

Die Sonne bricht durch die Wolken. Frühlingswetter im Neuen Jahr an der Küste, Tauwetter in den Mittelgebirgen und den mittleren Höhenlagen der Alpen (kam gestern gerade aus dem Harz) - das Neue Jahr 2012 beginnt ungewöhnlich. Den Esotherik-Jüngern, die dem Ende des Maya-Kalenders im Dezember 2012 und damit dem mutmaßlichen Weltende entgegensehen, ist der Klimawandel egal.

Richtig ist auf jeden Fall, von nun an jeden Tag so zu leben, als wäre er der Letzte und Wichtigste. Es ist unwahrscheinlich, dann noch irgendwas zu verpassen, egal ob es sich um den so genannten Dimensionswechsel, das eigene Glück oder den Weltuntergang handelt. Die Hölle ist jetzt? Das Paradies auch. Alles Gute im neuen Jahr 2012, was immer das für jeden persönlich bedeutet.

LG, Michael
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Montag, 9. Januar 2012, 01:15

Weltuntergangsängste

Während die Weltuntergangsfilme Hollywoods über die Fernsehbildschirme flimmern, angeregt durch eine ominöse Prophezeiung und das Ende der Zeitrechnung in einem Maya-Kalender, zieht der erste Vollmond des Jahres 2012 heute am 9.1. ruhig seine Bahn. Unser Lieblings-"Gestirn" blickt ungerührt auf das Treiben der Menschen. Am 21.12.2012 befürchten Millionen das angebliche Ende unserer Zivilisation. Natürlich ist diese bedroht durch Ausbrüche von Riesenvulkanen unter dem Yellowstone-Nationalpark oder in Italien unter den Phlegräischen Feldern in der Nähe des Vesuvs, durch das Auseinanderbrechen von Las Palmas, durch Meteoriteneinschläge oder, noch viel wahrscheinlicher, durch die menschenverursachten Umweltschäden mit Klimawandel, durch Atomkriege und Atomkraft überhaupt.

Um den persönlichen Tod müssen wir uns nach der Erkenntnis antiker Philosophen nicht kümmern. So lange wir da sind, ist er nicht da, ist aber der Tod da, sind wir nicht mehr. Was das Ende unserer Kultur und Zivilisation betrifft, könnte diese Drohung uns doch reizen, wirklich etwas Schönes und Menschliches zu schaffen und Gutes zu tun, wo immer wir es können, mit offenem, liebevollem Blick für unsere Nächsten. Die Gläubigen aller möglichen Religionen könnten sich damit das Paradies oder die Erleuchtung verschaffen, die Materialisten könnten das Paradies auf Erden schaffen - unter Berücksichtigung der Umwelt und der Ressourcen des ganzen Planeten. Statt sich für Schauergeschichten oder der Suche nach falschen Sicherheiten zu interessieren könnten die Menschen das Gefühl der Bedrohung umwandeln in eine Bewegung, die Menschen aufeinander zugehen lässt und die alte Sehnsucht nach mehr Wärme und Mitgefühl erfüllbar werden lässt. Bei vollem Mond betrachtet wäre das auch in den Nachtzeiten der Menschheit keine schlechte Option.

Michael
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Sonntag, 5. Februar 2012, 13:17

Winterbetrachtung über Elemente, Elementarwesen, Engelswesen

Einem milden, nassen Jahresbeginn folgte gegen Ende Januar bis Anfang Februar knackig kaltes Winterwetter. Der Ostwind treibt in einer winterlichen Hochwetterlage eiskalte winterliche Festlandsluft aus der sibirischen Kältekammer nach Mittel- und Westeuropa. Die Temperaturen erreichen zweistellige Minusgrade. Viele sind das nicht mehr gewohnt. Dabei kann man im sonnigen Licht endlich wieder auf präparierten Eisbahnen Schlittschuhfahren genießen oder an der belebenden, kühlen Luft mit weitem Ausblick Winterspaziergänge machen. In den Mittelgebirgen liegt wieder genug Schnee für andere Winterfreuden. Die Leute fahren wieder vorsichtiger Auto.

Das nasse, klamme, die Gesundheit ebenso fordernde Wetter weicht trockener Kälte. Da hat man besonders Lust auf ein warmes Entspannungsbad am Abend oder einen Saunagang. Eines ist natürlich klar: ob man mit dem Fahrrad oder nur zu Fuß unterwegs ist, man sollte sich schön warm anziehen, Mütze, Schal und Handschuhe nicht vergessen und durch die Nase oder ein wärmendes Tuch oder einen Schal einatmen, um die Bronchien zu schonen. Auch die sportliche Betätigung verlegt man besser in's Innere. Und auch wer mit dem Auto unterwegs ist, nimmt für den Fall einer Panne oder notwendiger Hilfeleistung warme Kleidung mit oder packt gar einen Schlafsack in den Kofferraum.

In den nördlichen und südlichen Breitengraden der Erde haben die Jahreszeiten unterschiedliche, oft gegensätzliche Wetterbedingungen. Das gehört zum notwendigen Ausgleich. Um den Tropengürtel des Äquators werden die Ausgleichsbewegungen eher durch die vorherrschenden Winde über die Feuchtigkeit, den Monsun reguliert. Daher ist es in unseren Breiten nicht nur normal, sondern wichtig, deutliche Temperaturunterschiede etwa zwischen Winter und Sommer aber auch von diesen zu den Zwischenzeiten Frühjahr und Herbst zu haben. Die Natur ist darauf eingerichtet. Frosttage dezimieren beispielsweise auch viele Schadinsekten und Schnecken.

Der vorwissenschaftliche Mensch stellte sich die Welt als ein Gebäude aus Elementen vor, deren Verhältnis zueinander die kosmische Harmonie repräsentieren. Diese Elemente haben auch sehr gegensätzliche Eigenschaften z.B. hinsichtlich heiß oder kalt, hart oder weich, fest oder flüssig. In unserem Kulturkreis kennt man die Element Luft, Wasser, Feuer und Erde. Im Organismus wirken nach antiken bis alchemistischen Vorstellungen außerdem Blut, Schleim, schwarze und gelbe Galle. In den von China taoistisch beeinflussten ostasiatischen Kulturkreis kennt man fünf Elemente: Wasser, Feuer, Holz, Metall, Erde.

Im Taoismus (Daoismus) repräsentiert das Element Wasser etwas Ruhendes am Ausgang jeder Aktion und steht für den Winter, in dem alles enthalten ist, aber noch der Sichtbarwerdung harrt. Regen, Schnee, Eis, Hagel, sie alle gehören zu diesem Element. Zu Beginn des Frühjahres regen sich die Wachstumskräfte im Element Holz, die im sommerlichen Feuerelement zur vollen Entfaltung kommen. Im späten Sommer bringt das Erdelement die feurigen Wachstumsimpulse zur Reifung und zur Fruchtbildung. Das Metallelement steht für die klaren und ordnenden Impulse des Herbstes, der nach der Erntezeit den neuen Winterzyklus vorbereitet. Die fünf Elemente sind außerdem vertikalen und horizontalen sowie Himmelsrichtungen zugeordnet. Das Element Erde nimmt dabei die Mitte ein.

Die antike, "westliche" Vierelementelehre wurde von Aristoteles um das fünfte Element, die "Quintessenz" Äther ergänzt, das die am feinstofflichen, inneren und spirituell erfassbaren Aufbau der Welt interessierten Alchemisten faszinierte. Das fünfte Element Äther soll bei der Entstehung der übrigen Vier notwendig sein und diese unwandelbar ewig durchdringen. Den vier Elementen wurden physikalische Eigenschaften zugeschrieben: Feuer ist heiß und trocken, Luft heiß und feucht, Wasser kalt und feucht und Erde kalt und trocken. Zum Teil unterscheidet sich die Vierelementenlehre neben ähnlichen Grundzügen stärker vom taoistisch beeinflussten System des elementaren Weltaufbaues.

Auch die europäische Astrologie adaptierte das Elementesystem und ordnete die einzelnen Tierkreiszeichen den jeweiligen Elementen zu: Widder, Löwe und Schütze sind Feuerzeichen, Zwillinge, Waage und Wassermann sind Luftzeichen, Krebs, Skorpion und Fische sind Wasserzeichen, Stier, Jungfrau und Steinbock sind Erdzeichen. Den einzelnen Elementen ordnete man Naturgeister zu, die dafür sorgen, die jeweiligen innerlichen Baupläne getreulich in alle Ewigkeiten auszuführen und zu überwachen. Man kann sie als personifizierte Energien mit bestimmten Bildungsprinzipien betrachten: Feuer-Salamander, Wasser-Nixen und -Undinen, Erd-Gnome (Zwerge) und Luft-Sylphen bevölkern die elementare Erde nach diesen Vorstellungen, Elementarwesen, die von größeren Geistern geführt werden, in der Vorstellung der paracelsischen Alchemisten sogar in letzter Instanz von den vier Erzengeln Michael (Erde, Seelenführer und besonderer Hüter der Erde), Gabriel (Wasser, Sprecher des göttlichen Geistes), Raphael (Luft, Heiler Gottes), Uriel (Feuer, Energieträger Gottes).

Diese namentlich bekannten Engel repräsentieren als höchste, geschaffene Wesen des Schöpfergottes kosmische Prinzipien der materiellen Schöpfung und vermitteln den Bezug zum Leben und zum Menschen. Über ihnen stehen nach einigen Angelogien Mächte und Hierarchien, die vor allem die himmlische Umgebung Gottes zum "Territorium" und seine Anbetung zur Aufgabe haben. Nach einer alten Lehre gibt es folgende Engelshierarchien: 1. Triade (Himmlische Berater) Seraphim, Cherubim, Throne; 2. Triade (Himmlische Verwalter) Herrschaften, Kräfte oder Mächte, Gewalten; 3. Triade (Himmlische Boten) Fürstentümer, Erzengel, Schutzengel. Neuere Ideen dazu findet man bei den Anthroposophen und Esoterikern.

Persönlich finde ich es interessant und bemerkenswert, dass ich, ohne dass mir vorher irgendeine mögliche Verbindung bewusst gewesen wäre und offensichtlich auch meinen Eltern nicht, als im Sternbild Waage (Luftzeichen, dem göttlichen Arzt Raphael zugeordnet) Geborener mit dem Rufnamen Michael (der Engel, der besonders dem Menschen und der Erde zugeordnet und Seelenführer ist) letztlich Arzt und zwar Arzt für den Körper und die Seele geworden bin und außerdem immer wieder provozierende Dinge frage, wie schon Michaels Name selbst aussagt: "Wer ist wie Gott?". Ob das ein "kosmische Bedeutung" hat, weiß ich natürlich nicht, nur, dass jeder Mensch irgendwie danach sucht, seinem Lebensweg Sinn und persönliche Bedeutung abzuringen. Wintertage sind für eine solche geistige Beschäftigung durchaus ideal.

Michael
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Freitag, 6. April 2012, 23:59

Frühlingsmond

Am heutigen Karfreitag ist der erste Frühlungsmond und traditionell fällt der Termin des Osterfestes auf den ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling. Im Frühling erwacht die Vegetation nach einer langen Winterpause zum Leben. Der Vollmond markiert im jeweiligen Mondzyklus die Fülle. Der erste Frühlingsmond eignet sich also hervorragend für ein Vegetationsfest zur Feier der Wiederkehr des Lebens, zur Wiedergeburt der Bildungskräfte der Natur. Auch in heidnischer Zeit begingen die Menschen um die erste Frühjahrstagundnachtgleiche ein Fruchtbarkeitsfest. Das Christentum übernahm den Zeitpunkt und die Symbolik für sein Osterfest, das nach der Passion Christi dessen Auferstehung zum Anlass für eines von zwei der wichtigsten kirchlichen Hochfeste nahm. Das andere ist Weihnachten, Feier der Christgeburt. Christus wird auch als das "Lamm Gottes" bezeichnet, das zum Pessachfest geopfert wird. Das christliche Osterlamm geht einerseits auf das Pessachlamm zurück, andererseits auf die heidnische Wiedergeburtssymbolik, denn die um Ostern im Frühjahr neu geborenen Lämmer symbolisierten die Erneuerung des Lebens, wobei die Christen zunächst ein jenseitiges Leben meinten bzw. ein erneuertes Leben nach der Auferstehung der Toten und der Erneuerung der Erde. Ursprünglich begann das neue Jahr auch zum Beginn des Frühjahrs und nicht mitten im Winter. Frohe Ostern und einen schönen Frühlingsbeginn Euch allen!

Michael
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Dienstag, 3. Juli 2012, 23:23

Julimond

Zitat

Original von Michael
Heute um 4:44 h war Vollmond. Es gibt einen ganz netten Vollmond-Kalender, in dem man sich zeitnah über die Mondereignisse informieren oder auch Gedichte lesen und schreiben kann.


Frühlingsmond

Silbermondglanz streut
Lichtwege zwischen Schatten
und es geht ein Wind.


Mondaufgang zur Nacht
gießt Silberlicht über uns,
spiegelt sich imTeich.


Sturmmond

Vollmondnachtgestürm:
Wolkenflocken und Blätter
streifen meine Stirn.


Mondlaterne

Ein dunstiger Mond
liegt in den Zweigen, schimmernd
in silbrigem Reif.


Michael


Heute ist's gar verrückt: die große blassrötliche Scheibe des Julimondes an einem feuchtwarmem Sommerabend und die Psyche der Leute spielt verrückt: Ein Anruf nach dem anderen...


Auf Wolkenkissen
ruht kupfern der Julimond.
Ein nächtlicher Schrei!


Auf der Wiese steigt
Nebelhauch in den Abend
zum Mondschimmer auf.


Raschelnd aus Gebüsch
jagt der Marder davon.
Mein Hund schnüffelt.


Gestalten am Weg
gestikulieren mit Handys:
den Hund stört es nicht.
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Dienstag, 17. Juli 2012, 23:23

Irresein zwischen Vollmond und Sonnensturm

Zitat

Original von Michael

Heute ist's gar verrückt: die große blassrötliche Scheibe des Julimondes an einem feuchtwarmem Sommerabend und die Psyche der Leute spielt verrückt: Ein Anruf nach dem anderen...


Ja, an diesem Vollmondabend begann mein Rufbereitschaftsdienst und es wurde die nächsten vierzehn Tage total verrückt. Das Wartezimmer füllte sich schon am Tage mit Freitodwilligen und in der Nacht kamen hilflose Eltern oder erregte Polizisten mit weiteren durchgedrehten Zöglingen, die sich und anderen Gewalt antun wollten, betrunken waren oder plötzlich von unheilbarem Liebeskummer heimgesucht wurden. Die Eltern und Heimerzieher wirkten noch weniger gefestigt, als sonst, Kinder und Jugendliche noch erziehungsresistenter und bar jeder Vernunft. Aber auch Ärzte drehten am Rad, verschrieben die falschen Medikamente oder zuviel oder schoben Panik und schwenkten mit Einweisungen.

Auch nach meinem Dienst hörte das am vergangenen Wochenende nicht ganz auf. Plötzlich stand die Polizei nachts im Garten und suchte zwischen zwei und vier einen entlaufenen Psychiatriepatienten aus der Geschlossenen, der angeblich seine Medikamente bräuchte. Die Beamten meinten, sein Handy bei uns geortet zu haben. Fündig wurden sie nicht bei uns sondern später mit Hubschrauber irgendwo anders. Am Wochenende redete mich dann ein völlig aufgedrehter und hyperaktiver Festgast den ganzen Abend mit abenteuerlichen Geschichten voll und schnaufte dabei so entsetzlich, als würde er vor lauter Reden keine Luft mehr kriegen. Am nächsten Abend wirkte er platt, als hätte er irgendwelche Medikamente eingenommen. Dafür drehte ein ansonsten friedlicher Hund durch.

Heute fragte mich der Leitende Oberarzt der Allgemeinpsychiatrie, ob bei uns auch alle durchdrehten. Sie hätten lauter Neuaufnahmen und platzen aus den Nähten. Ja, sagte ich, so ist es. Was aber ist der Grund für diese plötzliche Häufung psychischer Krisen? Es fing mit dem Vollmond an, ein alt bekannter Trigger nicht nur für Lunatiker. Und es ging weiter mit einer merklich gesteigerten Sonnenaktivität, die sich diesen Samstag in dann auch auf der Erde registrierbaren Sonnenstürmen entlud, welche das Magnetfeld der Erde beeinflussen. Auch starken Sonnenaktivitäten und erst recht auf Erden spürbaren Sonnenstürmen wird ein Einfluss auf die menschliche Psyche zugesprochen.

Dass das Ganze nicht ganz von der Hand zu weisen ist, nämlich dass diese Einflüsse tatsächlich in den Gebieten beobachtet werden können, die dieses mal am Wochenende von den Sonnenstürmen hauptsächlich betroffen sind, wie Nordeuropa und Kanada, wo bekanntlich dann auch das Nordlicht in der Atmosphäre zu beobachten ist, bestätigte am Sonntag jemand aus Kanada und hier konnten wir es selbst erleben. Es ist ja auch kein Wunder. Das Gehirn ist wie ein schwingender Kristall mit seinen eigenen elektromagnetischen Feldern, die mit der neuronalen Aktivtät in Zusammenhang steht. Es ist Sender und Empfänger. Diese Felder können genauso subtil beeinflusst werden, wie technische Elektronik, sodass vermutlich auch die Handy-Ortung gar nicht funktionierte. Sensitive Menschen spüren das schon vorher und leiden dann längere Zeit unter den Nachwirkungen des veränderten kosmischen und irdischen Elektromagnetismus.

Michael
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Samstag, 1. September 2012, 23:16

Meteorologischer Herbstbeginn

Nach einem zuletzt doch noch wunderbarem Spätsommer mit tropischen Temperaturen über 30°C im Schatten sogar in Wilhelmshaven an der Nordsee fängt heute an 1. September vor dem kalendarischen Herbstbeginn der meteorologische Herbst an. Für uns kann immer noch ein schöner Spätsommer aus diesem Frühherbst erwachsen.

Michael
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Sonntag, 30. September 2012, 12:03

Vollmond 30.09.2012

Der Septembermond ist der erste Herbstmond. Sein Aufgang war heute in den frühen Morgenstunden vor dem Erstrahlen einer warmen Herbstsonne. Ein goldener Herbst, ein paar Tage nachwärmender Indian-Summer, wer wünschte sich das nicht nach den letzten Tagen der Nässe und aufkommender Kühle?

Michael
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Sonntag, 7. Oktober 2012, 15:21

Herbst

Herbstsonnenregenfäden
vor glänzender Buchenhecke
bewässern das erste Bunt
und versilbern und vergolden
das Rauschen im Platanendach.
Es prasselt auf meinen Schirm
und Tropfen spritzen auf,
während ich Pfade suche
durch aufgeweichte Wege.
Dem nachlassenden Wind,
der mit den Wolken geht,
folgen Nebeldämpfe,
schräg besonnt und verbreiten
feuchten Laubgeruch.
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Mittwoch, 28. November 2012, 15:15

Herbstcocktail am Cuxhavener Wattenmeer

Graublaue Pastellschichten,
drei Lagen blau und vierfaches Grau,
aus Westen Goldschimmer,
wolkendurchbrechend,
den Wattboden besprenkelnd
und Vogelschwärme
zwischen glatter See
und wiegendem Schilf,
von leicher Brise bewegt:
geweht und nicht gerührt
wie ein Herbstcocktail
am Wattenmeer.

Die Dünen hinauf dringt
von glänzenden Prilen
Salzgeruch, glucksender Schlick,
Möwengeschrei und
knisterndes Röhricht:
Nase, Augen und Ohren
trinken das bewegliche Bild
Schicht für Schicht
und Ton für Ton
in die durstige Seele;
doch können sie ihre Sehnsucht
wie Salzwasser den Durst
nur unermesslich vermehren.
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Donnerstag, 6. Dezember 2012, 01:09

Nikolaus

Ein Brausen geht durch Zweige und Äste,
fegt Schnee durch die Luft mit eisigem Hauch.
Rot der Himmel zum Nikolausfeste,
so schwebt er glutleuchtend wie Feuerrauch,
und wölbet sich über die weiße Pracht,
durch welche dünne Eisgeister tanzen
und wirbeln glitzernd in frostiger Nacht,
greifen nach mir, nach Mütze und Ranzen.
Ich stapfe daher durch Sturmwind und Schnee,
da hör ich durchs Blasen ein Glöcklein fein,
und als ich zwinkernd nach dem Norden späh,
da könnte es Nikolaus' Schlitten sein.
Es war mir als knirschten Kufen im Grund
und tönten Schellen beim lustigen Trab,
als im Schneegestöber ich staunend stund
und das Mitternachtland zur Ruhe lag.
Da kam ein Schauer durch meine Glieder,
und ich regte sie gegen mein Frieren,
Traumschlaf senkte sich auf meine Lider,
um mich in das Feenland zu führen.
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Sonntag, 9. Dezember 2012, 16:10

Klimagipfel

Nach feuchtem Hundespaziergang lasse ich im warmen Wohnzimmer die Ergebnisse des "Klimagipfels" im exotischen Doha des Wüstenstaates Katar (Qatar) auf mich wirken. Die mächtigen Vertreter des Wirtschaftswachstums und des Kapitals geben sich ohnmächtig, was die Einigung auf Klimaziele betrifft und schwören uns allmählich auf vier Grad Klimaerwärmung als unvermeidlich ein. Wir sollen uns daran gewöhnen, dass alles immer schlimmer wird und unvermeidlich ist, obwohl alle Regierungsvertreter sich vor ihren Völkern als gutwillig und Anwälte des Wohlstandes ihrer Staatsgebilde ausgeben.

Mächtige Diktaturen und weltumspannende Multis mit ihren megareichen Protagonisten glauben, dass sie die von künftigen Naturkatastrophen gebeutelte Menschheit besser regieren können, wenn sie sich künftig als mächtige Wohltäter und Garanten von Ordnung in einer Katastrophenwelt hervortun können, als wenn sie jetzt für Vernunft, Begrenzung und Umkehr eintreten. Katastrophenfilmszenarien aus der amerikanischen Träumeschmiede Hollywood bringen solche Botschaften schon seit mehr als zwei Jahrzehnten unters Volk, interessanterweise mit mehr oder weniger weisen diktatorischen Endzeitregimen und einsamen Helden im Dienste irgendeiner hehren Idee zur Rettung einer Restmenschheit oder eines Restes von Anstand und Gerechtigkeit.

Doch sollten wir bis dahin nicht vergessen: Diese jetzt mächtigen Staaten- und Wirtschaftslenker, denen unsere Gesetze und Verfassungen zu wenig Zügel angelegt haben und unsere Angst, ihnen Einhalt zu gebieten, sind die heutigen Ursachen der sich jetzt schon ankündigenden Folgen. Die einzigen Möglichkeiten, die angesichts der jetzigen politischen, finanziellen und Medienmacht der Lobbyisten, Politiker wie Finanzjongleure eine zunehmend bewusster reagierende Menschheit ohne wirkliches Mitspracherecht noch hat, ist die radikale Nutzung der globalen Vernetzung z.B. über das Internet für gerechteres Wirtschaften, Klimaschutz und Weltfrieden. Dabei werden diese Mittel von den Mächtigen bereits für sich und gegen die Masse der Ohnmächtigen genutzt.

Doch ist die Masse ohnmächtig, wenn das Bewusstsein eine "kritische Masse" erreicht und Kettenreaktionen in Gang kommen, "Schwarmintelligenz" zuschlägt? So wie Frau Merkel - zur Zeit angeblich wieder zweitmächtigste Person und "mächtigste Frau" nach Forbes - und ihre Atomregierung nach der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima von einer alarmierten Öffentlichkeit und deren medialen Echo zur "Energiewende" gezwungen wurde, die freilich im politischen Alltagsgeschäft wieder verwässert zu werden droht, müssen Massenkampagnen mit immer stärker werdendem Druck dem "verhinderten Messias" Obama, der ganz unter dem Einfluss mächtiger Lobbys der US-Wirtschaft steht und dem neuen chinesischen Diktatorenzirkel oder der russischen Oligarchie einheizen, damit denen das Klima für ihre schändlichen Spiele auf Kosten der Zukunft endlich zu heiß wird.

Wir sollten massenhaft daran erinnern, dass Europa, speziell seine Kernländer und nachfolgend die USA schon während der Industrialisierung durch die massive Verheizung fossiler Brennstoffe seit über 200 Jahren am Treibhausklima mitwirken und seit dem zweiten Weltkrieg und dem nachfolgenden Kalten Krieg mit der früheren UDSSR und dem heutigen Russland die Verantwortung für die schlechte Klimabilanz auf Kosten der Zukunft und dem Rest der Welt tragen. Es ist ein Witz, wenn sowohl Diktaturen wie China als auch so genannte Demokratien, wie die USA, bei denen Milliarden Wahlkampf-Dollar aus der Industrie und den Unternehmen und nicht Millionen Bürger die Wahlen entscheiden, ihre Weigerung zu weiteren Klimaschutzanstrengungen angesichts der Jahrhundertschuld mit dem Argument verweigern, kurz nach den erfolgreichen "Wahlen" seien die jeweiligen Regime noch nicht genügend handlungsfähig. Vor diesen "Wahlen" sind sie es auch noch nicht und dazwischen sind sie nicht willig!

Man kann das Ganze natürlich auch netter, besinnlicher, aber auch desperater formulieren, nach dem Motto: Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst, wie in den unten stehenden Versen. Die derzeit Regierenden verkünden zwar fleißig das Gegenteil, die Lage sei ernst, aber nicht hoffnungslos, handeln aber genau umgekehrt wie die Gottlosen, die keine Rechenschaft fürchten und sich nur in ihrem jetzigen Leben alle Macht und Annehmlichkeit sichern wollen oder die Götzenanbeter von Macht und Geld, die auf jenseitige Belohnungen hoffen und gleichzeitig alle Diesseitigen einstreichen. Ein Schwäche haben diese aber gemeinhin: ihre Eitelkeit und Ruhmsucht der Selbstvergötzung. So wollen Viele doch noch ihren "Nachruhm" mehren und das zwingt sie zu einer Art "nachhaltigem Denken". Der Masse ist das egal. Sie hat sowieso nicht die Chance zu elitärem Ruhm und kann nur gemeinsam überleben, wenn sie sich nicht in oben angezettelten Kriegen um Überlebensressourcen gegenseitig auffressen will.

Gerade noch Sonne, nun schon wieder Regen,
wie draußen scheint es sich in mir zu regen.
Will der Herbst nun Winter werden oder lieber
statt eisig eher sonnig ein Frühling wieder?
So ununtertschieden, wie das Wetter zurzeit
verhält sich auch mein Mut zur Freude und zum Leid.
So uneins entzweit wie die politische Welt
auf jedem Klimagipfel neu wieder zerfällt,
so widerstreitet's in mir und fühl ich mich lau
und flau nach heiß und kalt nach Lähmung und Radau.
Zu ende geht es mit Gemütlichkeit und Ruh,
innen und außen schließen wir Treibhäuser zu:
Heißer Kopf and soul on the rocks, s'geht zu ende,
Eistee, Jagertee, Sonn' und Schnee: Zeitenwende.
Spaltet ein Stück Holz, und ich bin da. Hebt einen Stein auf, und ihr findet mich dort. (apokryph. Evangelium nach Thomas)

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99

Freitag, 21. Dezember 2012, 00:00

Heute zur Wintersonnenwende und dem Ende des Mayakalenders...

Ein Mayakalender aus dem Mittelalter endet am 21.12.2012 mit seiner Zeitrechnung. Die Hochkultur der Maya ist schon lange untergegangen. Das Volk der Maya fristet in Mexiko ein kärgliches Leben. In der Bilderschrift stellten die Maya sich den Zeitenwechsel ziemlich apokalyptisch vor. Einige ängstliche Menschen mit esoterischen Ideen bangen heute dem Weltuntergang entgegen.

Das, was auf jeden Fall passieren wird, ist die Wintersonnenwende. Sie ist für heute, den 21.12.2012 um 12:12 h berechnet worden. Wenn dass nicht eine wundersame Ansammlung von Einsen und Zweien ist! Seit dem Neolithikum bedeutet die Wintersonnenwende den Tod des alten Jahres und die Geburt des Neuen mit dem Sieg des Lichtes über die Dunkelheit. Nach der längsten Nacht werden die Tage langsam wieder heller.

Es beginnt aber auch bei uns die Jahreszeit des Winters. Unter der Kühle von Eis und Schnee des Nordwinters beginnt in tiefer Ruhe das noch unsichtbare Werden des Neuen. Doch während wir hier im Winter der Dinge harren, die noch kommen werden und Vorräte des Herbstes verzehren, hat die Südhalbkugel der Erde ihren Sommer!

So können wir nicht umhin, die gesamte Erde einfach als einen pulsierenden Organismus wahrzunehmen, der im ständigen Rhythmus des Stirb und Werde das ewige Gesetz der Transformation, der Wandlung vollzieht und zwar tanzend nach kosmischen Melodien. Und wir wandeln uns mit, solange wir können, bis auch wir als Teil dieser Zyklen vergehen, nachdem wir gerade erst erschienen sind.

Draußen heult der Wind und die Anderswelt scheint nah. Wichtig ist, dass wir uns selbst und unseren Nächsten nahe kommen, denn das Geheimnis des Wandels lässt sich in unseren Beziehungen noch feiner und genauer wahrnehmen, als in Vulkanausbrüchen, Wirbelstürmen, Tsunamis und Erdbeben oder Meteoriteneinschlägen...

Michael
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Freitag, 21. Dezember 2012, 12:12

Zwölfuhrzwölf

Wintersonnenwende,
der Herbst geht zu Ende.
Der Wind weht behände;
mir frieren die Hände.
Welt ist nicht am Ende.
Wenn ich's Ziel nur fände!
Kommt nun eine Wende,
Feuerschrift auf Wände?
Schenk die Dividende
und Dein Herz das sende
als große Liebesspende
in die leeren Hände.
Spaltet ein Stück Holz, und ich bin da. Hebt einen Stein auf, und ihr findet mich dort. (apokryph. Evangelium nach Thomas)