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201

Mittwoch, 22. Juli 2015, 21:33

Sommertreff

Zwölf Störche ziehen
über die Weiden dahin.
Dort brüllt eine Kuh.
Spaltet ein Stück Holz, und ich bin da. Hebt einen Stein auf, und ihr findet mich dort. (apokryph. Evangelium nach Thomas)

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202

Dienstag, 18. August 2015, 09:32

Landregen

Regenrott riechen
Erde, Holz und Rasen.
Da: Ein Sonnenstrahl!
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203

Dienstag, 29. September 2015, 08:53

Sie steht (Isis)

Sie steht blutmondrot,
die Mondin, zwischen Hörnern
einer Kuh im Nebel.
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204

Dienstag, 29. September 2015, 09:08

Es erhebt sich eine Kuh (Erzengelfest)

Engelhafter Nebelhauch
sonnenwarm durchschienen
hüllt die Weiden ein.
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205

Dienstag, 3. November 2015, 22:08

Gedämpft

Schwaden Nebelgrau
atemdrückend mich umwehn,
ersticken Vogelschrei.
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206

Dienstag, 3. November 2015, 22:11

Herbstnebel

Blätterrascheln und
gedämpfte Stimmen kriechen
aus dem Herbstnebel.
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207

Mittwoch, 11. November 2015, 22:29

11.11. 11:11 h

Narren überall
und der Pavian im Zoo:
froh tönt sein roter Po.
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208

Sonntag, 22. November 2015, 11:12

weißlaut

Erster Schnee tropft
sonnenbeschienen
laut vom Dachtrauf.
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209

Dienstag, 22. Dezember 2015, 09:32

RE: Rauhnächte der Seele; Seelenspiegel

Original von Michael

Nun kommt die Zeit, die man auch "zwischen den Jahren" nennt und über die hier im Forum schon geschrieben wurde. Es gibt auch eine andere Bezeichnung. Seit alter Zeit kommen nämlich jetzt die zwölf, manchmal auch dreizehn Rauhnächte. In manchen Traditionen beginnen sie mit der "Thomasnacht", der längsten Nacht vom 20.12. auf den 21.12. Diese beginnt also am 21.12. um 0:00 Uhr. Die wichtigsten vier Rauhnächte sind der 21.12., 24.12., 31.12. und 5.1.. Die überwiegende Anzahl der heute bekannten Traditionen in unseren Breiten geht von 12 Rauhnächten ab dem 24.12. aus, die mit dem Dreikönigstag, dem Erscheinungstag des Herren (Epiphanias), abschließen. Die Rauhnächte wollen besonnen begangen werden. Rituale und Feste sollen dafür sorgen, dass sie dem Menschen und seinen Gemeinschaften Heil und gute Vorboten bringen und nicht Schrecken und Gram. Der Mensch geht in sich, in dem er aucxh außer sicht geht und umgekehrt.


Es ist wieder soweit. Gestern war der "Thomastag" und heute morgen endete die längste Nacht des Jahres, die "Thomasnacht", die erste einer Folge von traditionellen "Raunächten". So vielfältig sich der Name dieser Nächte schreibt: Raunächte, Rauhnächte oder Rauchnächte, so vielfältig können die inneren und äußeren Erlebnisse sein. Es besteht nicht einmal eine genaue Festlegung, ob es nun 12 oder doch sogar 13 Raunächte sind. Diese Zeit "zwischen den Jahren" ist metereologisch durch unstetes, stürmisches Winterwetter geprägt. Aber wenn unsere ganze Welt derzeit verrückt spielt, was bis auf die einzelnen Menschen durchschlägt, warum sollte dann das Wetter eine Ausnahme machen? Frühlingshafte Temperaturen lassen die Knospen sprießen und manche Vögel sind schon im Liebeswahn und fangen an, Nester zu bauen.

Dass das alles auch mit dem Klimawandel zu tun hat und besonders mit der vom Menschen durch die industrielle Revolution und die massive Verwendung von fossilen Brennstoffen seit über 2000 Jahren verursachten Erderwärmung durch die Abgase Kohlendioxyd, Stickoxyde und Methan, ist eine moderne Auffassung, für die es viele wissenschaftliche Indizien gibt. Dennoch hat die Erde ungeachtet des Menschen schon gewaltige Klimaänderungen mit extremen Temperaturschwankungen erlebt, Ursache von Massensterben und Veränderungen der gesamten Flora und Fauna. Das zeigt uns, wie winzig der Mensch, vor allem jeder Einzelne trotz des Einzigartigkeitswahns der ganzen Menschheit nun einmal ist, wie verletzlich und wehrlos im Einzelnen, wie furchtbar und gewalttätig aber auch in der Masse.

Wieder stehen wir an der Schwelle eines neuen Jahres. Doch nur Menschen zählen Jahre und registrieren kulturelle Umschwünge, Epochen, Weltkriege, Katastrophen. Wir richten all zu gerne unsere Aufmerksamkeit nach außen und dort vornehmlich auf das Andere, womöglich Fremde und gerne auf das "Schreckliche". Und dennoch vermeinen wir zu wissen, was uns da im Außen begegnet und sind uns beinahe sicher: wir sind es nicht, es hat nicht mit uns zu tun! Stimmt das? Wir können ja unsere Blicke nach außen richten. Was wäre aber, wenn uns allmählich mit diesem Sonnenaufgang heraufdämmern würde, dass auch das Außen, das wir zu erkennen glauben und das wir fürchten oder ersehnen, ein weiterer, besonderer Spiegel unseres Inneren ist, dass eben tatsächlich das Innen im Außen eine Entsprechung hat und das Untere im Oberen und umgekehrt?

Für solche Betrachtungen wären die wilden und verrückten Raunächte die richtige Zeit und so haben viele Menschen in der Vergangenheit diese Jahreszeit und diese besonderen Tage und Nächte auch empfunden und genutzt. Richten wir unsere Blicke nach innen: was finden wir dort in unserem Inneren an Furchterregendem, Hässlichem, Gewalttätigem, Unzufriedenem, aber auch Schönem, Erhabenem, Hoffnungsvollem und Freudvollem? Ist das alles nicht wert, kennen gelernt, gewürdigt und zu einem inneren Frieden gebracht zu werden, bevor wir in wildem Aktionismus und einer nicht enden wollenden Flucht nach vorne unsere Bedürfnisse möglichst sofort und unreflektiert zu befriedigen zu versuchen?

Wir haben Angst und wollen Sicherheit und verwechseln das mit Frieden. Wir sind einsam und wollen Gesellschaft und verwechseln das mit Gemeinschaft. Wir fühlen uns im Streit unbehaglich und wollen Ruhe und verwechseln das mit Harmonie. Wir empfinden Langeweile und wollen Unterhaltung und verwechseln das mit angeregt Sein und geistiger Fülle. Wir sind zornig und wollen Rache und verwechseln das mit Gerechtigkeit. Wir sind traurig und wollen Trost, damit die Trauer weggeht und verwechseln das mit Liebe. Wir verwechseln überhaupt sehr viel mit Liebe, weil sich dieses Wort scheinbar zu so vielen Verwendungen und für so viele Benennungen unterschiedlicher Sachverhalte wie Sehnsüchte eignet. Aber es ist nicht die Liebe, die sagt, dass etwas verschwinden muss, ein Gefühl, ein Bedürfnis oder Hindernisse auf dem Weg zur Befriedigung unserer Bedürfnisse.

Die Dinge sind nicht einfach, weder im Inneren noch im Außen und doch ist es einfach so: diese beiden Ansichten spiegeln einander und wenn wir uns in einen Spiegel versenken, in den Anblick des scheinbar Vordergründigen, des dort Abgebildeten, verfallen wir allmählich in tiefe Trance und transzendieren die Oberfläche und tauchen in Bedeutungen ein, die uns z. B. auch sagen, wie unbedeutend manches ist oder wie sehr wir Dinge, die wir für real halten, obwohl sie nur unserem Empfinden und Denken entspringen, mit bestimmten Bedeutungen aufladen. Schauen wir lange genug in den Spiegel, auf unser Abbild, werden wir feststellen: Der Spiegel ist leer. Der Mensch, der den Menschen im Spiegel ansieht, ist nicht dieser Mensch. Dahinter ist nichts - und alles.

Durch unsere Maske, unsere Persona, die wir im Spiegel vorübergehend betrachten können, scheint jedoch reine Energie, Lebensenergie, Liebe und wohl auch etwas unauslöschlich Persönliches, denn da ist noch etwas, da ist noch jemand, der das sieht, der das bemerkt, der das geschaffen hat, der es durchblickt, der darin versinkt, der es durchdringt. Es ist unbedeutend im Getriebe der Welt, so still, dass es normalerweise nicht bemerkt wird und doch der Antrieb von allem und es ist verbunden mit allem. Es ist kreativ und neugierig, jung und gleichzeitig weise, liebevoll, erfahren. Es ist unser wahres Selbst. Es hat Eingrenzung akzeptiert, um sich in diesen Grenzen zu spüren und doch ist es unbegrenzt und unbeschreiblich. Es ist unser persönlicher Ausdruck von Wahrheit, unser Anteil daran. Und die Wahrheit ist ein pfadloses Land. Entdecker sind willkommen: die stillen, achtsamen Sucher, die Bewunderer der Schönheit, die liebevollen Betrachter, die sorgfältigen Gärtner, die Barmherzigen, kundig in Mitgefühl und Mitfreude. Du bist willkommen. Ich bin willkommen. Schau hin!

"Mögest du dir die Zeit nehmen, die stillen Wunder zu feiern, die in der lauten Welt keine Bewunderer haben." (May you take time to celebrate the quiet miracles
that seek no attantion)


Altirischer Segensspruch


Sei selbst das Wunder, das du ersehnst und freue dich in aller Stille so sehr, dass das Echo deiner Freude vom Ende der Welt zu dir zurück schallt und jeden auf diesem Weg berührt.
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210

Dienstag, 19. Januar 2016, 23:53

Ganz schön zart

Wir sind Flocken im Wind und Eisblumen auf der Scheibe.
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211

Dienstag, 1. März 2016, 19:08

Frühlingserwachen

Frühling erwacht und bahnt
mit jungen Gedanken wie der Wind
neue Wege durch frisches Gras.
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212

Montag, 21. März 2016, 22:40

Schleiereule

Frühlingsmond am Teich
tropft Wolken von Silberhaar
auf die Eule bleich.
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213

Sonntag, 1. Mai 2016, 19:39

Erster Mai

Das Licht im Mai
überwindet die Kälte
und ich war dabei.
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214

Montag, 23. Mai 2016, 00:28

Landluftklänge

Regenerdgeruch
mit Gülleduft dringt ins Ohr,
zur Nase Tropfenklang.
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215

Mittwoch, 21. Dezember 2016, 23:28

Mehr Licht!

Die Wintersonnenwende sagt uns:
Von nun an kann es nur noch heller werden,
Jeden Tag früher ein wenig mehr Licht.
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216

Montag, 2. Januar 2017, 14:28

Alle Jahre wieder?

2017 hat begonnen und es ist ein Jahr des Abschieds. Das ist natürlich jedes neue Jahr, welches das Alte verabschiedet und es sind in jedem Jahr unzählige Abschiede und auch Neuanfänge verborgen. Wo allerdings z.B. all die Menschen, manchmal schrille Künstler in der Öffentlichkeit und viele stille Künstler ihres eigenen Lebens im Verborgenen, die auch schon 2016 gegangen sind, sich oder ihre Mission im Jahr 2017 jenseits unserer üblichen Wahrnehmungsschwelle fortsetzen, wissen in der Regel nur sie allein. Aber auch ohne diesen Gedanken könnten wir beschließen, dass mit 2016 ein gemischtes Jahr zu Ende gegangen ist, auf das nun unser bestes Jahr 2017 folgt. Dieses Jahr wird also unser bestes Jahr und es kommt zu ende, was reif ist, zu gehen und es erscheint, was reif ist, zu kommen.

Für mich war 2016 eine gutes Jahr, ein sehr gutes sogar, doch mit seiner alten Energie, das ihm noch anhaftete und die mir noch anhaftete, auch überaus anstrengend. Da ich in dieser alten Energie teilweise noch die alten Mittel anwenden zu müssen glaubte, mit der ich meinte, meine hohe Sensibilität zu schützen, schleppe ich immer noch eine Menge Ballast mit mir herum. Das machte es mir scheinbar einfacher, aber auch nicht gerade leicht. Ich denke, dass sich da schon etwas ändern muss und wird, denn das Geheimnis des Wandels, das ich schon seit dem letzten Jahr so sehr verspüre, verheißt uns ja, dass nichts so bleiben kann, wie es ist, wenn wir in der Lebendigkeit verbleiben wollen. Ihr erinnert Euch, was ich am 31.12.2015 schrieb?


Wandelbar

Das Alte ist das Alte
und kehrt doch in dem Neuen
gewandelt zu uns zurück.
Das Neue ist das Neue
und doch bleibt uns vom Alten
Erkennbares erhalten.
Wär' dem nicht so, so wären
wir auch nicht mehr die Gleichen,
würden dem Wandel weichen.



Nun ist das Leben wieder ein wenig anders und dennoch bleiben die bestimmenden Lebensgesetze unserer physikalischen Erfahrungswelt der Dualität noch erkennbar dieselben: Die Gesetze von Ursache und Wirkung, die Gesetze der Anziehung, die Gesetze des Ausgleichs und der Resonanz. Sie bieten uns im Hier und Jetzt immerhin eine Orientierung und ermöglichen die Erfahrung von Wachstum, Entwicklung und Schöpfung. Was das für jeden Einzelnen und uns alle zusammen bedeutet, zeigt sich jeden Augenblick neu. Die Reise bleibt jenseits aller Befürchtungen und Hoffnungen damit überaus spannend.

Und auf einen gut gespannten Welle zu gleiten und Spaß dabei zu haben, erfordert mit Recht viel Übung, wenn wir Meisterschaft erstreben, aus dem einzigen Grund, weil die unerwartete Harmonie dieser losgelassenen Anspannung so überaus anregend sein kann. Das, was Reiter und Reiterinnen auf ihren Pferden suchen und selbst herstellen müssen, ist auch das, was Menschen in einem achtsamen Dialog miteinander erleben, wenn sie bei sich und beim Gegenüber und nicht nur fortwährend an einem Pol sind, bei sich oder beim Anderen. Die Balance eines ewigen Hin und Her wird nicht zu einem entweder oder Sein, sondern zu einem sowohl als auch Sein im Umherwandern, im unterwegs Sein.

In einem apokryphen gnostischen Evangelium wird das Leben mit einer Brücke verglichen, die es zu überschreiten gilt. Die Brücke ist kein dauerhafter Aufenthaltsort, sondern sie ermöglicht dem Beweglichen, dem Lebendigen den Transit zwischen Ankerpunkten. Im Gehen verweilen Können und im Verweilen beweglich Sein ist somit nur bedingt ein Widerspruch und unbedingt eine Herausforderung. Es ist nicht ohne Bedeutung, dass unser irdisches Leben von Beginn an dialogisch ist und wir unser so genanntes Ich an einem Du und dessen Aussagen über uns erfahren. Seitdem suchen wir Beides in uns und um uns. Die gelöste, wache, konzentrierte Anspannung ermöglicht uns, jederzeit zu reagieren und macht ein Reagieren in der Regel schon unnötig, weil schon alles da ist.

Wir erleben hierzulande in der uralten vorchristlichen Tradition mit ihrer sanft angepassten und doch auch sehr neuen weihnachtlich-christlichen Bedeutungswandlung traditionell seit dem 24.12. über Silvester und Neujahr bis zum Dreikönigstag am 06.01. die "Raunächte". Sie sind nicht nur im meteorologischen Sinne stürmisch und rau, sie sind auch inwendig einer mitunter wilden oder mindestens bewegenden Begegnung der Welten, der inneren und äußeren Welten genauso wie den irdischen und kosmischen gewidmet und damit nicht nur rau, sondern auch vom (Weih-) Rauch "heiliger Feuer", vom Nebelhauch des Geheimnisvollen und Übernatürlichen durchdrungen. Wir können uns mit unseren tiefen und hohen Empfindungen, mit unseren Ahnungen einlassen.

Am Ende kommen die drei Könige aus dem Morgenland in unser persönliches Abendland und bringen dem neugeborenen König oder der Königin in uns wertvolle symbolische Geschenke für ein weiteres Jahr des Wachstums und der Reifung. Wertvolles, Königliches, Salbungsvolles, Reinigendes: das Erhabene in unserer kleinen Welt bekommt ein erhabenes und erhebendes Echo aus der großen Welt und in jedem Kleinen steckt etwas Großes, in jedem Mensch ein Messias, ein Heiland, ein potentieller Heilsbringer für sich und für Andere. Doch dieses Potential bedarf der Erweckung, der Liebe und Gegenliebe, des Du, das sich des Potentials annimmt, des Ich, das in der Verwirklichung dieses Potentials aufgehen möchte. Bis zum 06.01.2017 sind noch ein paar Tage Zeit. Lasst Euch beschenken!

Über die letzten Endes spirituellen Reisen sagt der berühmte Sufi-Mystiker Rumi, dass Menschen manchmal dreimal um die Welt reisen müssen, um festzustellen, dass sie immer wieder vor die Türe des eigenen Herzens geführt werden und dort anklopfen. Über das Herz sagte Rudi weiter, dass es der Ort sei, an dem Gott wohnt und zuhause sei und zwar in jedem Menschen und dass wir Gott so selten begegnen, weil wir selbst so selten bei uns, in unserem Herzen wohnen. Und von Orten sagte Rumi, dass jenseits von richtig und falsch einer läge, an dem wir uns begegnen können.

Für mich ist die Zeit der Email-Botschaften, die ich meinen Freunden und Weggefährten jedes Jahr zum Jahreswechsel zugesendet habe abgelaufen und sie wird sich 2018 nicht wiederholen. Ich suche nach anderen Orten und Weisen, mich auszudrücken, möglicherweise auch etwas anderes, als dieser Ort im Internet, der sich www.ganzheitlichesicht.de nennt. Ende letzten Jahres ergab sich die Entdeckung eines Ortes namens www.humantrust.com. Das ist eine gute Geschäftsidee des Coaches Veit Lindau mit bekannten Esoterik- und LebensberatungsautorInnen, wie Rüdiger Dahlke oder sogar Gerald Hüter, die hinsichtlich Rhetorik und Autorschaft mehr drauf haben, als ich und dadurch auch mehr für sich einwerben, die aber tatsächlich helfen kann, Menschen mit Potential, die dieses noch nicht leben, in der trügerischen Welt des Internets, in dem es alles zu jedem Preis gibt, zu verbinden oder sie zumindest einander begegnen zu lassen. Tja, und worum geht es am Ende angeblich allen? Um Liebe:

Liebe finden und erkennen

Sie wollten von ihrer Prophetin wissen, woran sie Liebe erkennen können. Sie sagte: "Es ist schwer, denn sie ist kein einziges Gefühl und es ist leicht, denn Eure Intuition kann sie fühlen. Es ist schwer, denn sie bietet dem Intellekt keine Beweise und sie rechtfertigt sich nicht. Und es ist leicht, denn ihre Wahrheit verbirgt sich nicht, noch drängt sie sich auf. Es ist schwer, denn auch wenn sie sich hingibt und dem Höchsten dient, ist sie keine Tugend. Es ist leicht, denn sie ist ein Geschenk, das sich nicht kaufen lässt. Es ist schwer, denn sie lässt sich mit unseren Alltagssinnen und unserer Einsicht nur schwer finden. Es ist leicht, denn auch wenn der Alltag sie verdeckt, geht ihre Essenz nicht verloren. Es ist schwer, sie zu sehen, weil wir weniger durch die hässlichen als noch mehr durch die schönen Bilder der Welt blind für sie werden können und es ist leicht, sie zu hören, wenn wir hingebungsvoll auf unsere innerste Stimme lauschen. Es ist schwer, sie wirken zu lassen, weil wir oft fürchten, dass sie verloren gehen könnte und wir sie zu eifersüchtig hüten und es ist leicht, weil wir durch sie alles aufgeben können und doch nie verloren sind. Es ist schwer, weil durch die Liebe alles Bekannte endet und es ist leicht, weil die Liebe der Beginn jedes wahren Lebens ist. Es scheint schwer zu sein, weil die Menschen Philosophen, Propheten und Priester nach der Liebe fragen und doch offenbart sie sich noch leichter einem einfachen Menschen, der einfach nur wach ist und lauscht, schaut und spürt."


Möge Jeder und Jede erlauschen und erspüren, was in diesem Jahr 2017 näher an den eigenen Lebenssinn führt und an die eigene Offenbarung und von dieser lasst Euch beschenken, wenn sie mit dem Sternenlicht aus dem Lande Morgen in Euer Jetzt tritt und sich mit dem inneren Funken in Euren Herzen verbindet, der schon lange auf ein Öffnen der Türe wartet, damit Luft in Eurer Herzensgrube ein Feuer entfacht, das man auch im Außen erkennt. So werdet Ihr zu Leuchttürmen.

Herzliche Grüße, Michael
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217

Mittwoch, 21. Juni 2017, 00:14

Schwalben

Pfeilschnell am Himmel,
bauen sie Nester im Stall,
künden vom Sommer.
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218

Mittwoch, 21. Juni 2017, 00:25

Treffen wirft Schatten

Kein "Quak" hört der Storch,
noch sieht's der Frosch voraus:
ihr Treffen am Teich.
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Samstag, 29. Juli 2017, 11:24

Sommertraum 2017 (und kein Juni!)

Drei Tage im Mai
hätten den Juli ersetzt;
der träumt von August.
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Freitag, 29. September 2017, 01:00

Geläut der Turmfalken

Zur Erzengelnacht
schlagen geflügelte Wesen
und die Turmuhr Eins.
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