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Montag, 2. September 2013, 00:05

Deutscher Fernsehabend: "Kanzlerduell" oder "V-wie-Vendetta"?

"Kanzlerduell" oder "V-wie-Vendetta", das war heute Abend ab 20:15 h im Deutschen Fernsehen die Frage, vor der der wählende Zuschauer stand. Bescheuert hören sich beide Titel an, doch Gähnen konnte man - ich überzeugte mich in der "Werbepause" - besser bei Pannen-Peer und Aalglatt-Angela. Normalerweise würde man sich fragen: wer will die Werbung im TV schon sehen? In diesem Fall fand ich die Werbesendung der beiden "Spitzenpolitiker" noch schlimmer, da konnte auch Metzgermeister Raab nichts dran ändern: Da haben sie schon nicht viel zu sagen mit ihren einstudierten Gemeinplätzen, dann tun sie es auch noch in teilweise so unbeholfenem Deutsch, fast stockend, dass Fremdschämen angesagt ist. Das ist also die Merkel, die immer wieder als eine der mächtigsten Frauen apostrophiert wird? Oh Gott! Und der Herausforderer ist auch nicht viel besser, dabei wird er immer als ein so guter Rhetoriker bezeichnet. Vermutlich werden damit seine verbalen Schlachtenbilder im Twitterformat gemeint, wenn er die Clowns von Italien (der kriminelle Lustgreis und der echte Clown) geißelt oder die Kavallerie gegen die Steueroasen und Geldwäschestaaten wie die Bankenschweiz losschicken will und solche Schnacks "Klartextreden" nennt. Immerhin wissen wir jetzt, dass der gerne mit seinen Reden kräftig abkassierende Sozialdemokrat genauso wie seine staatsfraulich daher holpernde christdemokratische Gegenspielerin privat krankenversichert sind. Was denn sonst. Die Moderatorenriege, streng nach politisch korrekten Proportionen ausgewählt (öffentlich-rechtliche und private Anstalten, Frauen, Männer, Alte, Jüngere) fragten staatstragend artig und ließen sich volllabern. Eine journalistische Meisterleistung war das nicht. Wie hieß es so schön im Parallelprogram "V-wie-Vendetta": Das Volk sollte nicht die Regierung fürchten, sondern die Regierung das Volk. Die Befrager benahmen sich vor den Granden dieser "Volksparteien", als müssten sie diese fürchten.

Ich glaube, auch wenn ich den Film schon zum zweiten Mal gesehen habe, "V-wie-Vendetta" war trotz des beknackten Titels die bessere Wahl und gleich eine kleine Aussicht auf die Zukunft der Welt, wenn sie von den despotischen Angsthasen, die alles und jeden ausspionieren, alles überwachen und alles kontrollieren wollen, regiert wird, wie es der Russe Putin, der Amerikaner Obama, der Chinese, der Brite und der Franzose, alle mit Säbelgerassel und Sanktionsdrohungen, schon tun oder sich zu tun anschicken. Und unser Merkelchen ist da entweder eine ganz Blauäugige oder ganz Hinterfotzige, wie der Bayer Seehofer schon von Berufswegen oder eben vom Stamme her. Nichts will sie gewusst haben von der ganzen Späherei in jede deutsche Email und jedes Telfongespräch. Ausgefuchst wollen sie alles sein, ausgeforscht sind sie mindestens genauso gut, wie sie ihrerseits ausforschen. Wie auch immer, ihr Plauderstündchen war keine Offenbarung, hingegen ein Sciencefiction-Film, der eine alles kontrollierende terrorismusfürchtige Despotie unter irgendwelchen christlich-abendländischen Vorzeichen und die notwendige Auflehnung dagegen zeigt, ist leider eine in Teilen bereits eingetroffene Prophetie. Das hätte ich RTL gar nicht zugetraut, so spitzbübisch einen solchen Film auf einem Programm parallel zum staatstragenden Wahlkampfereignis im ZDF, in der ARD, auf Pro7 und RTL zu bringen. Es ist Fünf vor Zwölf. Ursache für Machtmissbrauch und Kontrollversuche ist immer die Angst der für dumm verkauften Massen und genau damit werben unsere Politiker bereits heute: Macht gegen Angst, Stärke gegen Armut...
Spaltet ein Stück Holz, und ich bin da. Hebt einen Stein auf, und ihr findet mich dort. (apokryph. Evangelium nach Thomas)