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Donnerstag, 28. März 2013, 13:24

Universe of Love

Look at everybody with love -
GOD can do.
The God in myself too!
GOD knows it all
and I know it in me:
sadness and sorrows,
satisfaction and joy,
the bitter and sweet
fruits of life.
HE is knowing my fear
and can feel my loneliness
in this confined world
so that I can feel yours.
HE even loves
if we are weeping
and laughing together.
GOD means LOVE
and LOVE says:
"It is what it is.
Things are what they are."
And in each single
human heart can live
an universe of LOVE.
The Great GOD
is made of joy.
The God in our heart
grows even with our
painfull and sad
experiences.
Together they are
the universe of LOVE
connecting all universes
in wonderful
and eternal relationship.


Ich besuchte zwei Wochen zwei große nordamerikanische Städte, Toronto und New York. Es waren bewegende Eindrücke von allen möglichen Gegensätzen und Unterschieden und doch führten sie oft wieder zusammen. Diese Menschen, die aus allen Weltteilen gekommen zu sein scheinen, um neue Städte und Nationen zu bilden, könnten noch heute nicht verschiedener sein und doch begegnen sie einander immer wieder auch freundlich, hilfsbereit und mit einem Lächeln. Sie scheinen oft voller Angst zu sein, geradezu phobisch und spalten sich auf in die unterschiedlichsten Religionen und Kirchen. Und doch suchen sie alle das Eine in sich und so Gott will auch in ihrem Gegenüber. Sie sind alle liebenswert, wenn Du sie so sehen kannst und bedürftig nach Annahme und willkommen Sein. Ich ging hier nicht nur durch ein Wechselbad der scheinbar widersprüchlichen Eindrücke, sondern auch der Gefühle. Bei allem: New York City ist auch eine sehr poetische Stadt, die Gedichte in die Subway Waggons druckt und in der Denkmäler und Gebete darauf verweisen, dass Geld und die äußeren Dinge nicht das Wesentliche sind.

Ich lebte in einem Viertel Brooklyns, das jetzt fast ausschließlich von Afroamerikanern bewohnt ist. Manche schauten etwas neugierig. in der Subway fing ich den Blick einer hübschen jungen Frau auf, die mich angesehen hatte. Als sie bemerkte, dass ich es bemerkte, wandte sie ihren neugierigen Blick nicht verschämt ab, wie manche es tun würden, sondern schenkte mir ein wunderbares Lächeln, das ich erwidern musste, so naturlich war es und so offen. Ein gebeugter älterer Mann in den Sechzigern, diesmal ein Weißer mit langen grauen Haaren, die ihm über ein verwittertes Gesicht fielen, trotz besserer Kleidung und guten Schuhen ganz offensichtlich vom Leben gezeichnet, stieg schlurfend in die U-Bahn und wendete sich plötzlich mit einem verschmitzten Lächeln und ganz lebendigen Augen in undeutlicher Sprache auf Deutsch mit starkem amerikanischen Akzent an uns. Er stamme aus Bayern und sei seit über 20 Jahren in NYC und habe auch zwei Töchter in den Zwanzigern, erzählte er uns und dabei sah er meine Zwillinge mit ganz liebevollen Augen an. Es sei doch wundervoll, zwei Töchter zu haben! Ja, New York sei schon etwas verrückt, aber auch großartig und, sagte er am Schluss unserer in Deutsch und Englisch geführten Unterhaltung, Deutschland sei ein großartiges und wundervolles Land und das sage er nicht nur, weil er von dort stamme.

Und es gab noch mehr Begegnungen dieser oder ähnlicher Art. Am ersten schönen Tag lief ich mit meinen Töchtern zur Subway und ein Mann, der mir entgegen kam, lächelte mich an und rief mir zu "What a lovely day!" Und sein dunkles, freundliches Gesicht drückte all die sonnige Freude aus, die sein Herz empfand und sie verschmolz mit der Traurigkeit, die mein Herz auch noch bewegte, zu diesem Universe of Love, von dem ich schreibe und das ich dem Andenken dieser drei lebensfrohen Menschen und ihren Mitbürgern in NYC widme. Ich begann, die Leute anzulächeln und nette Dinge zu sagen und die Blicke der Leute, die gehetzt über die Trottoirs eilten oder mit stierem Blick nach touristischen Zielen Ausschau hielten, verwandelten sich. Ein junger smarter Japaner, der wie Buschido als Samurai aussah, bat mich in holprigem Englisch, ihn mit seiner Kamera vor Manhattans Skyline abzubilden und posierte ungeniert wie ein Model - ja, gut sah er wirklich aus, sicher ein Frauenschwarm. Dann verabschiedete er sich mit formvollendeter japanischer Höflichkeit auf Japanisch und mit Verbeugung, sodass ich diese einfach erwidern musste.

Diese Menschen, diese Begegnungen machen Spaß, auch in den Cafés. Die wenigen groben und unhöflichen Begegnungen sind schnell vergessen. Auch die Ärgerlichen, Zornigen, Traurigen, Furchtsamen haben ihre Gründe dafür, so zu sein. Ich reise in wenigen Stunden ab und verlasse diese Stadt, diesen quirligen Kosmos mit einem weinenden und einem lachenden Auge, bewegt und bereichert - auch durch meine inneren Erfahrungen. Ich werde heute auf jeden Fall auch viel lächeln.

Michael
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Donnerstag, 28. März 2013, 22:19

Grand Central

The city orbits around eight million
centers of the universe

and turns around the golden clock
at the still point of this place.

Lift up your eyes from the moving hive
and you will see time circling

under a vault of stars and know
just when and where you are.


Billy Collins, b. 1941




Poem read in the subway NYC
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Donnerstag, 28. März 2013, 22:23

Ragtime

Like hot food
I love you

like warm
bread & cold

cuts, butter
sammiches

or, days later, after
Thanksgiving

when I want
whatever's left


Kevin Young, b. 1970



Poem read in the subway NYC
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Donnerstag, 28. März 2013, 22:41

Poems written on the floor of the street to New York Public Library

In the reading room of the New York Public Library
All sorts of souls bent over silence reading the past,
Or the present, or maybe it was the future, persons
Devoted to silence and the flowering of the imagination...

Richard Eberhart (1904 -), "Reading room,
The New York Public Library"




People work much in Order to
secure the future; I gave my
mind much work and trouble,
trying to secure the past.

Isak Dineson (1885-1962)
"Shadows on the Grass"




When you are old and grey and full of sleep,
And nodding by the fire, take down this book,
And slowly read, and dream of the soft look
Your eyes had once, and of their shadows deep;
How many loved your moments of glad grace,
And loved your beauty with love false or true,
But one man loved the pilgrim soul in you,
And loved the sorrows of your changing face;

William Butler Yeats (1865-1939). From "When You are Old"



Nature and art, being two different
things, cannot be the same thing.
Through art we express our conception
of what nature is not.

Pablo Picasso (1881-1973),
Picasso on art: A Selection of Views



The bird that would soar above
the level plain of tradition
and prejudice must have
strong wings.

Kate Chopin (1851-1904), The Awakening



"Writing your name can lead to writing sentences. And the
next thing you'll be doing is writing paragraphs, and then
books. And then you'll be in as much trouble as I am!"

Jerome Lawrence and Robert E. Lee, The Night Thoreau Spent in Jail



Those of you lost an yearning to be free,
who hear this words, take heart from me.
I once was in as many drafts as you.
But briefly, essentially, here I am....
Who touches this poem touches a woman.

Julia Alvarez (1950 -), "35"



Everything is only for a day, both that which
remembers and that which is remembered.

Marcus Aurelius Antonius (A.D. 121-180),
Meditations




Truth exists,
only falsehood
has to be invented.

George Braque (1882-1963),
Le Jour Et La Nuit




Because when I read
I don't really read
I pop a beautiful
sentence into
my mouth and
suck it
like a
liqueur
until
the
thought
dissolves
in
me
like
alcohol
infusing
brain
and
heart
and
coursing on
through the veins to
the root of each blood vessel

Bohumil Hrabal 91914-1997), Too Loud a Solitude



A poem doesn't do everything for you.
You are supposed to go on with your thinking.
We are supposed to enrich
the other person's poem with your extensions,
your uniquely personal understandings,
thus making the poem serve you.

Gwendolyn Brooks (1917- ). "Song of Winnie"




"I want everybody to be smart. As smart
as they can be. A world of ignorant
people is too dangerous to live in."

Garson Kanin (1912- ), Born Yesterday



(Silence)

Vladimir: What do they say?

Estragon: They talk about their lives.

Vladimir: To have lived is not enough for them.

Estragon: They have to talk about it.

Vladimir: To be dead is not enough for them.

Estragon: It is not sufficient.


Samuel Beckett (1906-1989), Waiting for Godot
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Mittwoch, 25. Dezember 2013, 13:57

Humans of New York - Humans of the World

This Christmas we had a big family meeting. The older Children came from London resp. just from Canada and from New York. The australian husband of the oldest daughter, now a resident of New York, donated me a book from Brandon Stanton: "Humans of New York", called "HONY". This book belongs to a very young project which just began in 2010. The heart of this "photographic census of New York City" is a growing famous blog called "Human of New York", in which his photos were featured alongside quotes and anecdotes. The Pictures of the human faces of the inhabitants of "Big Apple" and their stories are incredible and often you can feel a warm emotion coming from the heart by reading this little impressions of life of one of the millions of people in this mega-city. The book different from the blog gives only some short impressions with sentences said from the person in the photo or from Brandon Stanton, like this: "One amazing thing about New York is that you pass all these people with ultra-modern clothing and haircuts, then turn the corner and see someone from the ancient world" or: "To the world you may be one person, but to one person you may be the world". I remembered this sentences as I looked to the photos which the father of my wife send to us this christmas showing snapshots from stations of our family life, the grandparents, we as young men and women, as parents, our children in each year of their growing. We was all beautiful and young and now our children are elder an still beautiful and we parents are elder and you can't ignore the difference which made all the years gave us a kind of patina. But if I see this all with loving eyes I can see the whole beauty of life and the miracle of humanity belonging together, when we are interested in each other. Brandon Stanton shows in his project that he is interested and how he is with a warm look to all this various people with their remarkable statements. The sight of Brandon Stanton is very personal and you have to be careful because he is a real friend of american capitalism. But he is fair in his statements and not afraid to discuss opposite opinions with several people he met. Of course, he established his blog on facebook and I'm not a member in this and no friend of opening all of my life's moments in the internet communities for everyone but the "Humans of New York" seemed to me another thing. In spite of NSA-affaire to pry out all private things and secrets of everyone the self-confident position one self as a human being with face and individual mind is a contradiction against fear and submission and make the life of spy's and their orderer more difficult. So let's show us and live against fear and submission with carrying our heads high and looking forward as the humans of this world.
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