Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: ganzheitlichesicht.de. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

Beiträge: 3 462

Wohnort: Deutschland

Beruf: "Heilberuf"

  • Nachricht senden

1

Donnerstag, 9. August 2012, 21:51

Der Syrien-Konflik

Unarzt Assad-Assassin

Ein ziemlich übler Bursche ist augenscheinlich der ehemalige Augenarzt Baschar al-Assad, der jetzt als Syriens Diktator um seinen bloßen Machterhalt kämpft und sein Volk durch seine Armee und staatliche Terrorkommandos mit bestialischen Massakern abschlachten lässt. Damit zerstört er Syrien und liefert es dem Hass, der Feindschaft der einzelnen Sekten, Stämmen und den religiösen Fanatikern aus. Er hofft wohl, dass genügend Leute im In- und Ausland seine menschenverachtende Diktatur als das kleine Übel ansehen. Doch ein Arzt, der so an ihm anvertrauten Menschen handelt, egal ob als Präsident oder Heilkundiger, ist wohl eher ein Unarzt, ja ein Unmensch. Die internationalen Ärzteorganisationen und die Universität, an der er sein Diplom erworben hat, sollten ihn öffentlich ächten und aus ihren Reihen verstoßen, auch wenn dies eher ein symbolischer Akt wäre.
Spaltet ein Stück Holz, und ich bin da. Hebt einen Stein auf, und ihr findet mich dort. (apokryph. Evangelium nach Thomas)

Beiträge: 3 462

Wohnort: Deutschland

Beruf: "Heilberuf"

  • Nachricht senden

2

Sonntag, 8. September 2013, 12:37

Militärische Lösungen in Nahost?

Inzwischen zeigen mehrere Beispiele von Regimewechsel in Nahost, dass weder militärische noch "revolutionäre" Lösungen im Konfliktfeld weltpolitischer Ambitionen amtierender und ehemaliger Großmächte und im Einflussbereich der Machtkämpfe fanatisierter religiöser und ideologischer Gruppen Frieden und den Respekt der elementaren Menschenrechte für die Bevölkerungen bringen. Der Irak kommt nicht zur Ruhe. Im Iran herrscht der Klerus. Tunesien, Algerien und Libyen sind immer wieder in einer kritischen Situation. In Ägypten versuchten radikale Muslimbrüder ihre Machtbasis zu erweitern und dann putschte das Militär.

In Syrien ist die Situation seit Jahren blutig festgefahren und nun will der US-Präsident Obama mit einer begrenzten militärischen Strafaktion wegen eines Giftgasmassakers sein Gesicht wahren, ohne dass diese machpolitische Geste, die wieder viele Tote fordern und diplomatisch verbrannte Erde hinterlassen wird, den Menschen in Syrien Befreiung und Frieden bringen kann. Nicht einmal die Sicherung und Unschädlichmachung der Giftgaslager macht sich einer der politischen Großakteure wie USA, Russland, EU oder China oder die UNO oder die Arabische Liga zur Aufgabe. Doch das wäre sinnvoll und notwendig und bedürfte eines zuvor ausgehandelten Waffenstillstandes.

Würden die maßgeblichen Regime der Welt, die Industrie- und Großmächte, die regionalen und globalen Großorganisationen der Weltpolitik wirklich Frieden suchen und dafür Einigkeit demonstrieren, könnten die Nahostkonflikte, von denen der Weltfrieden nicht unerheblich abhängt, befriedet werden. Es ist bezeichnend, dass die "Schirmherren" der jeweils sich bekriegenden lokalen machtpolitischen Cliquen sich trotz ihrer angeblich hohen Kulturstufe, ihrer wirtschaftlichen und militärischen Stärke sich genauso wenig einigen können und wollen, wie deren Protagonisten in den jeweiligen Konfliktregionen, denen man Rückständigkeit, Fanatismus, brutale Machpolitik und Terrorismus vorwirft.

Haben nicht auch die Weltmachterben des kalten Krieges immer noch gigantische Arsenale atomarer, chemischer und biologischer Massenvernichtungswaffen? Die Weltgemeinschaft weiß es und seit Jahrzehnten werden Katastrophenfilme darüber gedreht, was passiert, wenn nur ein kleiner Teil davon außer Kontrolle gerät. Natürlich ist eine der Voraussetzungen für echten Frieden, den unterschiedlichen Gruppierungen, Völkern, Religionen und kulturgeschichtlichen Regionen, die heute noch über einen kulturellen Zusammenhalt verfügen, ihr Lebensrecht zu garantieren und dazu gehört auch die Ausübung ihrer kulturellen Bräuche, die Verwendung ihrer Sprache und der Erhalt von an die Umgebung angepasste Wirtschaftsformen mit den dafür erforderlichen Ressourcen, z.B. Land- und Wassernutzungsrechte.
Spaltet ein Stück Holz, und ich bin da. Hebt einen Stein auf, und ihr findet mich dort. (apokryph. Evangelium nach Thomas)

Beiträge: 3 462

Wohnort: Deutschland

Beruf: "Heilberuf"

  • Nachricht senden

3

Dienstag, 24. November 2015, 23:09

Welcher Schwanz wackelt mit dem Weltenhund und was wird aus diesem armen Hund?

Wir sind ein paar Jahre weiter und was Syrien und Irak und sogar erneut Teile von Afghanistan oder Pakistan betrifft, noch viel tiefer im Schlammassel, als es uns die weltpolitisch agierenden Cowboys aus den USA und Russland, aus Europa und China beteuert haben. Verständlicherweise fürchten und verteufeln sowohl das Establishment wie die einfachen Bürger der Industrienationen, die noch einen von aller Welt seit Jahrhunderten zusammen gestohlenen Wohlstand zu verlieren haben, die milchbärtigen Terroristen mit ihren fanatischen Hirngespinsten, die sich in einer Art faschistoidem totalen Krieg gegenseitig an Grausamkeit überbieten und mit Selbstmordattentaten möglichst viele Zivilisten bei ihren Freizeitvergnügungen und Ferienreisen massakrieren wollen.

Was aber müssen die verführten und sich selbst um die nackte Wahrheit betrügende Bürger in ihrer zunehmend erkennbaren Abhängigkeit und Hilflosigkeit von ihren Anführern denken, die sich gerne immer machtvoller geben mit ihrer Kriegsrhetorik und die in ihrer Machtfülle unfähig sind, Frieden und Gerechtigkeit herbeizuführen, aber einen Stellvertreterkrieg nach dem anderen inszenieren, auch mit Hilfe von Staatsterrorismus sowie Unterstützung von despotischen Armeen und Terrorgruppen? Sind diese Führer und Verführer nicht über die Maßen armselig, doch ebenso gefährlich?

Bringt der Terrorismus die wohlhabende Welt an den Rand des Abgrunds? Dieser würde sich beglückwünschen und jeder Selbstmordterrorist würde in seinem eingebildeten Märtyrerparadies die ausgebrannte Brust und den zersprengten Schädel mit seinem Giftgas des Stolzes aufblähen, sähe er die Akteure Russlands, Amerikas, Europas und einiger besonders herausragender Länder, wie sie Allianzen gegen den Terror schmieden, aneinander geraten und sich am liebsten gegenseitig und wenn es sein muss blutig von den Schauplätzen der Macht fegen würden. Wo unsere Demokratie bleibt, die Presse- und Meinungsfreiheit, die Bewegungsfreiheit, die Bürger- und gar Menschenrechte dann noch bleiben? Wen schert es noch von denen, die sich in einem globalen Krieg, in einem gerechten Abwehrkampf gegen eine unberechenbare Bedrohung wähnen?

Die Milchbärte mit ihren Sprengstoffwesten und Sturmgewehren aus den Militärexporten der Großmächte, hasserfüllte und vom Westen desillusionierte junge Männer, mögen unberechenbar und angsteinflößend agieren. Die Führer der Großmächte aber, oft zynische alte Männer, sind ebenfalls unberechenbar, friedensgefährdend auf Dauer und mit ihren Vernichtungsarsenalen eine Bedrohung für jedes friedliche und gerechte Zusammenleben auf dieser Erde. Der "Zar" und der "Sultan", eben noch befreundet und nun in Syrien seit Kurzem Rivalen, haben es gerade bewiesen. Der Bomber des Zaren kitzelt provokativ den Luftraum des Sultans, dieser lässt den Bomber abschießen, der vielleicht gerade die Rebellen eines ethnisch mit den Untertanen des Sultans verwandten Kleinvolkes bedroht und bombardiert hat. Auch hier bläht das Giftgas des Stolzes Hirn und Bauch älterer Männer. Der Sultan fühlte sich vom Zaren nicht ernst genommen. Der Zar wirft die Kriegspropaganda an und droht mit patriotischem Hass spürbare Konsequenzen für den feindlichen Akt an.

Wenn es so weiter geht (und danach sieht es fast aus), legt ein verbrecherischer kleiner Despot, der vom Augenarzt zum Diktator mutierte, in Syrien zusammen mit einem selbst ernannten Kalifen dschihadistischer Schlächter die Lunte an das gewaltige Rivalitätspotential von Weltmächten, die mit schwindendem Erfolg um Vormachtstellung und bestimmendem Eifluss, um Rohstoffe und strategische Positionen ringen. Die auserwählten Politiker des auserwählten Volkes, eine winzige Minderheit in Nahost, fühlen sich dabei in Konkurrenz zu den ähnlich eifrigen Oberayatollahs seit Jahren immer mehr eingeladen, wie zu den Zeiten Babylons, als Schwanz mit dem Weltenhund zu wackeln und die Welt, wie wir sie kennen, zusammen mit allen Träumen vom Frieden in Wohlstand auf den Hund zu bringen und zwar im Namen des Fanatismus, der keine Religion benötigt, nur eine Richtung und einen Windmesser, der anzeigt, wo das jeweils Fremde und angeblich Abscheuliche ist, das man im Anderen bekämpfen will.

Nach dem Abschluss des russischen "Anti-Terror-Bombers" im Grenzgebiet zwischen der Türkei und Syrien stehen sich die angeblich eine einigende Strategie im Kampf gegen den Terrorismus und Despotismus suchenden Mächte Russland mit seinem Abschreckungspotential an Massenvernichtungswaffen und einem kalt kalkulierenden Macho-Politiker an der Spitze, dem auch Krieg und Gewalt als politische Botschaften geläufig sind und die Nato gegenüber, deren Südostverbündeter ein immer weniger berechenbarer gemäßigt islamistischer Machtpolitiker ist, der den Traum vom osmanischen Großreich hegt. Diesem Spitzenpersonal und ihrer Militär- und Wirtschaftsmacht, die sie kaum zum Guten, sondern ausschließlich für ihre machpolitischen Interessen nützen, sollen wir trauen? Die Terroristen spielen diesem Führungspersonal und ihren Seilschaften in die Hände, in dem sie den Bürgern soviel Angst machen, dass sie einer fragwürdigen Sicherheit zuliebe den zunehmenden Despotismus und Militarismus in Kauf nehmen. Diese Spitzenpolitiker und ihre Apparate spielen den Terroristen in die Hände, weil diese deren Despotismus, deren Hang zur Gewalt und deren Ungerechtigkeit als wohlfeile Rechtfertigung für ihren menschenverachtenden und undifferenzierten Terror nehmen.

In welcher Welt leben wir? Alle sind verzweifelt, haben Angst und stehen mit dem Rücken zur Wand? Wollen wir da mitmachen? Wollen wir uns noch ein letztes Restchen Freiheit und Verstand bewahren? Auch solche Stimmen, die warnen und zur Maßhalten in all dem Agieren raten, werden möglicherweise weniger werden, auch national in Deutschland. Wer mitmenschlich sein will, solidarisch, freundlich, friedfertig, wird von den Scharfmachern aller Couleur angefeindet, auch mit Androhung von Gewalt. Doch wenn diese Stimmen ganz verstummt sein werden, ist unsere Welt untergegangen und es werden wieder viele hundert Millionen sterben. Ob die Gesellschaften dann noch liebens- und lebenswert sein werden oder wieder? Ob danach noch eine Zeit des Miteinanders und der wirklichen Versöhnung erfolgen kann? Dann geht es nur noch ums Überleben. Und was unterscheidet uns dann noch von Lemmingen? Diese benötigen jedenfalls keine heiligen Bücher oder ideologische Manifeste, wenn aus Überlebensnot ein simpler Instinkt den kollektiven Untergang herbeiführt.
Spaltet ein Stück Holz, und ich bin da. Hebt einen Stein auf, und ihr findet mich dort. (apokryph. Evangelium nach Thomas)