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Sonntag, 20. November 2011, 09:42

Heldenhaft?

In den ersten Jahren werden wir dazu erzogen, alles Mögliche herunter zu schlucken. Weitere Jahre schult man uns, noch viel mehr auszuhalten. Weitere Jahrzehnte trainieren wir uns selbst darin, das alles zu ertragen, in der Sehnsucht nach dieser unerreichbaren Anerkennung. Wenn wir die Unmöglichkeit unseres Unterfangens eingesehen haben, verklären wir unsere Erstarrung trotzig zum Heldentum. Wir haben entdeckt, dass wir nicht mehr aus Liebe und schon gar nicht aus Mut all diese Mühen auf uns genommen haben, sondern aus Tapferkeit. Gelingt es uns, noch ein kleines Stück weiter zu gehen und uns unserer Hoffnungslosigkeit und Ohnmacht in unserer Falle noch ein wenig bewusster zu werden, könnte uns aus der Verzweiflung ein neuer Mut erwachsen, zu uns selbst zu kommen und abzuschütteln, was wir nicht mehr ertragen wollen, auszuspucken, was wir nicht mehr schlucken und auszukotzen, was wir nicht mehr verdauen wollen. Mit den Zähnen beißen wir Stück für Stück Brocken aus dem richtigen Leben heraus und mit unseren Klauen reißen wir unser eigenes Leben wieder an uns. Und wir begreifen: Tapferkeit ist dad Heldentum der Sklaven, der entmutigten leblosen Hüllen.
Spaltet ein Stück Holz, und ich bin da. Hebt einen Stein auf, und ihr findet mich dort. (apokryph. Evangelium nach Thomas)