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Montag, 8. August 2011, 23:24

Kontrollverlust

Hallo.

Ich schreibe mal für alle rein, vllt.kann mir jemand doch etwas raten oder helfen.
Im Vorab: Bin z.Zt. nicht in der Lage jemand anderem
seelischen Rat oder Hilfe zu gewährleisten, deswegen
halte ich mich erstmal aus anderen Forenbeiträgen raus ...

Mir ist dieses Jahr Übles passiert, und zwar von mir selbst
ausgehend:
a) Ich vermeide durch Angst und Panik stetig seit Monaten die Aufnahme in eine (gute!) Klinik, weil ich den
Glauben und die innere Überzeugung verloren habe, dass <man> mir helfen kann ...
b) ich habe mehr und mehr abgebaut, lag im Krankenhaus wg. einer sehr schweren und bis heute nachwirkenden körperl. Erkrankung (Lunge; Immunsystem ist völlig defekt & spielt verrückt seitdem, bin ständig krank, denke an Selbstmord)
c) die Achtung meiner Umwelt ggüber mir nimmt verständlicherweise mehr und mehr ab; ich sehe mich nicht mehr in der Lage die alltäglichsten Dinge zu verrichten
d) meine Psyche ist durcheinander. Ich kann mich auf nichts mehr konzentrieren und verliere bei Gesprächen immer wieder den Faden, rede wirres Zeug, verletze oder schlage mich selbst unvermittelt.

Ich habe vollständig die Kontrolle über mein Leben
verloren, und obwohl ich Psychopharmaka nehme,
gewinne ich die nicht zurück ...

mein Leben ist ein stetiges Weglaufen vor Problemen gewirden, Problemen des Alltags, Problemen des zwischenmenschlichen Umgangs, massiven Problemen der Impulskontrolle mit allem was so dazu gehört.

Ich versuche eine Lösung in dem Ganzen zu sehen, aber ich erkenne sie nicht ... irgendwie hat es mit
Kontrolle zu tun, aber mein Kopf tut mir so weh,
mehrere Zähne habe ich verloren, ich habe Ausschlag am und Entzündungen im ganzen Körper, nehme
stetig massiv an Gewicht zu, dann wieder ab, rauf und runter ich glaube ich kann nicht mehr.

Weiß einer einen sinnvollen Rat für mich?

Ich weiß ich sollte in eine Klinik aber ich will nicht loslassen ... ich spüre Gegenwehr gegen die Kontrolle
und Strukturierung, die dann von außen an mich herangeführt wird, obwohl ich es besser wüsste.

Ich will nicht kaputt gehen, aber ich gehe kaputt ...

Es ist so furchtbar für mich.
Und meine Familie.

Who knows to help?

Wenn es mir besser geht werde ich mich revanchieren - in jedem FALL!

Danke.


P.S. Ich selbst bin der Überzeugung, eine soziopathische Störung zu haben, dh. alles was ich tue ist auf Feindseligkeit gegenüber anderen gerichtet - auch wenn ich dagegen steuere, alles wir schrecklich und schrecklicher. Immer habe ich das Gefühl der Hass nimmt zu, und das, weil ICH es hervor rufe ... ich bin eine Belastung für alle geworden und wünsche mir den Tod. Immer will ich alles kaputtmachen, dabei WILL ich es nicht, sondern tue es zwangsweise ... was ist da nur los?

Beiträge: 3 448

Wohnort: Deutschland

Beruf: "Heilberuf"

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2

Donnerstag, 11. August 2011, 00:37

RE: Kontrollverlust

Zitat

Original von Heidi
Hallo.

Ich schreibe mal für alle rein, vllt.kann mir jemand doch etwas raten oder helfen.
Im Vorab: Bin z.Zt. nicht in der Lage jemand anderem
seelischen Rat oder Hilfe zu gewährleisten, deswegen
halte ich mich erstmal aus anderen Forenbeiträgen raus ...


Hallo, Heidi,

wie Du weißt, kann dieses Forum keine Hilfe leisten oder Rat anbieten, wenn stattdessen professionelle ärztliche bzw. therapeutische Hilfe sinnvoll oder gar notwendig ist. Dies scheint mir nach Deiner eigenen Einschätzung nach der Fall zu sein. Davon abgesehen erkenne ich keine klaren Fragen, die man beantworten könnte.

Zitat

Original von Heidi
Mir ist dieses Jahr Übles passiert, und zwar von mir selbst
ausgehend:
a) Ich vermeide durch Angst und Panik stetig seit Monaten die Aufnahme in eine (gute!) Klinik, weil ich den
Glauben und die innere Überzeugung verloren habe, dass <man> mir helfen kann ...


Wegen Angst und Panik oder mangelndem Glauben? Probier es aus und ersetze den Glauben oder Unglauben durch Erfahrung.

Zitat

Original von Heidi
b) ich habe mehr und mehr abgebaut, lag im Krankenhaus wg. einer sehr schweren und bis heute nachwirkenden körperl. Erkrankung (Lunge; Immunsystem ist völlig defekt & spielt verrückt seitdem, bin ständig krank, denke an Selbstmord)


Anscheinend konnte man Dir im Krankenhaus wenigstens etwas helfen. Dein Körper möchte eigentlich noch nicht aufgeben. Selbstmord halte ich für keine gute Lösung.

Zitat

Original von Heidi
c) die Achtung meiner Umwelt ggüber mir nimmt verständlicherweise mehr und mehr ab; ich sehe mich nicht mehr in der Lage die alltäglichsten Dinge zu verrichten
d) meine Psyche ist durcheinander. Ich kann mich auf nichts mehr konzentrieren und verliere bei Gesprächen immer wieder den Faden, rede wirres Zeug, verletze oder schlage mich selbst unvermittelt.

Ich habe vollständig die Kontrolle über mein Leben
verloren, und obwohl ich Psychopharmaka nehme,
gewinne ich die nicht zurück ...


Das klingt danach, dass nicht Medikamente Ordnung, Selbstkontrolle und Heilung in Dein Leben zurück bringen, sondern Anleitung und Begleitung. Dazu wäre es nötig, dass Du Dich einlässt und Vertrauen aufbaust und da, wo dieses noch ganz schwach ist, es einfach ausprobierst.

Zitat

Original von Heidi
mein Leben ist ein stetiges Weglaufen vor Problemen gewirden, Problemen des Alltags, Problemen des zwischenmenschlichen Umgangs, massiven Problemen der Impulskontrolle mit allem was so dazu gehört.


Also, Du kennst Dein Problem. Meistens trägt der Mensch, der ein Problem entwickelt hat, auch die Lösung mit sich. Weglaufen führt offenbar in die Ödnis, die Einsamkeit, die Verzweiflung. Du wirst Dich also wohl an Menschen wenden müssen, an Angehörige und Freunde und an professionelle Helfer und Therapeuten.

Zitat

Original von Heidi
Ich versuche eine Lösung in dem Ganzen zu sehen, aber ich erkenne sie nicht ... irgendwie hat es mit
Kontrolle zu tun, aber mein Kopf tut mir so weh,
mehrere Zähne habe ich verloren, ich habe Ausschlag am und Entzündungen im ganzen Körper, nehme
stetig massiv an Gewicht zu, dann wieder ab, rauf und runter ich glaube ich kann nicht mehr.


Manchmal ist man trotz aller Einsicht in einigen Punkten betriebsblind und benötigt einen Gesprächspartner mit etwas mehr Abstand als einen Spiegel, in den man blickt, um sich über sich selbst klar zu werden. Nicht immer hilft es, stets nur alles mit sich selbst auszumachen und zu zergrübeln.

Zitat

Original von Heidi
Weiß einer einen sinnvollen Rat für mich?

Ich weiß ich sollte in eine Klinik aber ich will nicht loslassen ... ich spüre Gegenwehr gegen die Kontrolle
und Strukturierung, die dann von außen an mich herangeführt wird, obwohl ich es besser wüsste.

Ich will nicht kaputt gehen, aber ich gehe kaputt ...

Es ist so furchtbar für mich.
Und meine Familie.

Who knows to help?


Du schreibst es ja schon selbst uns kennst einige Hilfsmöglichkeiten. Du klagst darüber, dass Du alleine keine Kontrolle mehr über Deine Gedanken, Deine Gefühle, Dein Verhalten hast. In einer therapeutischen Umgebung würde man Dir optimaler Weise nicht die Kontrolle nehmen - die Du ja gar nicht mehr zu haben glaubst - und Dich auch nicht über die Maßen kontrollieren, sondern mit Dir Techniken und Möglichkeiten erarbeiten, Dich selbst wieder zu finden, Dich zu erkennen und Dein Leben wieder in den Griff zu bekommen. Wenn Du Dich und Deine Familie entlasten möchtest, nicht kaputt gehen möchtest, wie Du schreibst, musst Du diese Entlastung einfach einmal ausprobieren.

Wir benötigen immer von allem etwas, um im Gleichgewicht zwischen widersprüchlichen Polen bleiben zu können: Etwas Freiheit und Chaos, etwas (Selbst-) Kontrolle und Struktur, Alleinsein und Gesellschaft, uns austauschen und sprechen aber auch die Möglichkeit, zu schweigen, nach innen aber auch nach außen zu gehen, zu empfinden aber auch starken Emotionen selbst von Wut und Hass angemessen Ausdruck zu verleihen, ohne uns oder andere zu verletzen oder gar zu zerstören. Vieles spricht dafür, dass Du ein begleitetes Übungsfeld benötigen könntest.

Zitat

Original von Heidi
Wenn es mir besser geht werde ich mich revanchieren - in jedem FALL!

Danke.


P.S. Ich selbst bin der Überzeugung, eine soziopathische Störung zu haben, dh. alles was ich tue ist auf Feindseligkeit gegenüber anderen gerichtet - auch wenn ich dagegen steuere, alles wir schrecklich und schrecklicher. Immer habe ich das Gefühl der Hass nimmt zu, und das, weil ICH es hervor rufe ... ich bin eine Belastung für alle geworden und wünsche mir den Tod. Immer will ich alles kaputtmachen, dabei WILL ich es nicht, sondern tue es zwangsweise ... was ist da nur los?


Vertraue Dich TherapeutInnen in Deiner Umgebung an und erarbeite einen individuellen Therapie- und Heilungsplan. Er wird Zeit und Geduld erfordern und eventuell tatsächlich einen Aufenthalt in einer guten Institution. Ich lese und verstehe, dass Du misstrauisch bist. Nach dem, was Du schon früher geschrieben hast, sind ein Teil Deiner negativen Gefühle aufgrund von Erfahrungen mit anderen Menschen entstanden. Was im Rahmen von Beziehungen "kaputt gegangen" ist, muss zur Heilung oft in (therapeutischen) Beziehungen neu und anders erfahren werden, sodass einem oft nichts übrig bleibt, will man etwas verändern, dass man sich mit diesen schwierigen Dingen an jemanden wendet.

Du beschreibst viele gegensätzliche Gefühle und Antriebe und sie scheinen einander aufzuheben, sodass eine tatenlose Lähmung übrig bleibt, die sich aber unerträglich anfühlt. Es ist wie bei chronischen Entzündungen und Infektionen, bei denen weder die so genannten Erreger noch die körpereigene Abwehr obsiegen. In diesem Falle würde ich mich an Deiner Stelle fragen, mit welcher Seite ich mich verbünden möchte: mit der destruktiven, krankmachenden Seite der alten lähmenden Muster oder mit der Seite, die Veränderung, Neuanfang, Aufbruch, Beendigung des Dramas wünscht? Viel Glück und Erfolg,

Michael
Spaltet ein Stück Holz, und ich bin da. Hebt einen Stein auf, und ihr findet mich dort. (apokryph. Evangelium nach Thomas)

3

Donnerstag, 16. August 2012, 17:55

Liebe Heidi,
mir ist zwar aufgefallen, dass dieses Thema schon ein Jahr alt ist, aber dennoch hoffe ich dir und vielleicht auch anderen Leuten mit ähnlichen Problemen zu helfen.

a) Ich vermeide durch Angst und Panik stetig seit Monaten die Aufnahme in eine (gute!) Klinik, weil ich den
Glauben und die innere Überzeugung verloren habe, dass <man> mir helfen kann ...

Wie du selbst sagst hast du den Glauben verloren, dass man dir helfen kann. Dass darf nie geschehen, du musst kämpfen und den Willen haben es zu überwinden, dann kannst du es auch schaffen. Wie ich schon bei einem anderem Thema geschrieben habe ist das wichtigste Willenskraft und die Kraft sich selbst zu überzogen, dass man es schaffen kann.

b) ich habe mehr und mehr abgebaut, lag im Krankenhaus wg. einer sehr schweren und bis heute nachwirkenden körperl. Erkrankung (Lunge; Immunsystem ist völlig defekt & spielt verrückt seitdem, bin ständig krank, denke an Selbstmord)

Selbstmord ist keine Lösung! Gib nicht auf, ich habe vorkurzem einen Artikel gelesen, der über die stärkung des Immunsystems ging. Man hat am Anfang des Jahres mit speziellen CD Antibodies (Antikörper) verschiedenen Tieren injiziert um deren Immunsystem zu stärken und es kam zu positiven Ergebnissen. Affen konnte man von dem Ebola Virus retten und menschliche Tumore, die Ratten eingepflanzt wurden konnten vom Immunsystem der Ratten erkannt und abgewehrt werden. Man hofft damit bald Krebs, Diabetes und andere Immunkrankheiten heilen zu können.

c) die Achtung meiner Umwelt ggüber mir nimmt verständlicherweise mehr und mehr ab; ich sehe mich nicht mehr in der Lage die alltäglichsten Dinge zu verrichten
d) meine Psyche ist durcheinander. Ich kann mich auf nichts mehr konzentrieren und verliere bei Gesprächen immer wieder den Faden, rede wirres Zeug, verletze oder schlage mich selbst unvermittelt.

Um so schneller du Körper und Geist wieder in Ordnung bringst, um so leichter wird es dir fallen die alltäglichen Dinge zu verrichten. Jedem würde es schwer fallen zur Schule oder Arbeit zu gehen wenn es einem mies geht. Es ist vorallem wichtig sich wieder in Ordnung zu bringen und dann wieder mit dem alltag zu beginnen. Natürlich fällt dir auch der Kontakt daher mit Menschen schwer.

Ich hoffe ich konnte helfen.
Alles liebe und Beste.

J

:gutwer
I think, therfore I am.

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Mr. J« (1. November 2012, 12:40)