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Donnerstag, 12. August 2010, 11:12

Gralssuche

Als ich aus einem
unruhigen Traum erwachte,
war mir so anders
und im Heraufdämmern
meiner trägen Gedanken
spürte ich noch,
wie die Fühler
meiner Seele
die Oberfläche
meines Bewusstseins berührten
und in Bildern
zu mir sprachen.

Ich sah mich,
- war ich es wirklich? -
wie ich siebzehnjährig
mit liebeskranker Seele
und unerfüllter Sehnsucht,
durch Wälder streifte
und auf Höhenwegen
davon träumte,
einer zärtlichen
noch unbekannten Schönen
all das zu erzählen,
was ich fühlte und sah
hörte, schmeckte und roch.

Und genauso
fühle ich mich jetzt
nach sieben mal sieben Jahren
mit etwas mehr Bitterkeit,
doch gleicher Verzagtheit
scheinbar abgeschnitten
vom inneren und äußeren Sein,
wie am Ende eines Lebens
in der Kargheit
und am wüsten Ort
meiner Seele angekommen,
mit einem Gefühl von Schmerz
im aufbrechenden Panzer
als unauslöschliches,
brennendes Lebenszeichen
mit noch zurückgehaltenem Schrei
und schon einer leisen,
schüchternen, zärtlichen
Ahnung meines Herzens,
mit heißen, noch ungeweinten Tränen
voll sehnender Ängstlichkeit
und mit einer Frage:

Werde ich am Ende
all meiner Irrwege zu mir selbst
ein Wiedersehen feiern
mit der Schönheit und Liebe,
der Zartheit und Freude,
mit ihr, meiner Seelengefährtin,
meiner Herzensgeliebten,
meinem Echo und Spiegelbild,
meiner Sehnsucht und
meiner Erfüllung,
meinem Leben?

Und als ich auf einmal
in den Spiegel sehe,
bemerke ich,
wie der Tränen Spuren
meine Mundwinkel küssen.
Und der Anflug eines Lächelns
fliegt aus der Brust
auf meine Lippen!
Und sie fließen
und fließen,
benetzen mein Gesicht.
Wie Tau im Garten
meines Herzens
erwecken die Tränen
die tote Ödnis
meiner Seele,
in der selbst der Kummer
nur auf der Suche
nach Liebe ist.
Meiner Liebe.
Spaltet ein Stück Holz, und ich bin da. Hebt einen Stein auf, und ihr findet mich dort. (apokryph. Evangelium nach Thomas)

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2

Sonntag, 30. Juni 2013, 16:51

Demnächst nicht nah und ferner nicht fern

Schweigemauern der Unsicherheit.
Der Klumpfuß vor dem Herzen-
Wann habe ich den Mut, ihn weg zu ziehen?

Die kindliche, unbeschwerte Unbekümmertheit,
zu hüpfen, zu tanzen, zu springen - hatte ich sie je?
Mein Denken erinnert sich nicht,
mein Fühlen fühlt es nicht.

Unsagbar ist vieles für mich,
erstickt in asthmatischer Enge.
Die Vorstellung arbeitet im Steinbruch,
doch scheint auch dieser erschöpft!
Kein Gestein mehr? Keine Kraft? Aufgeben?

Alles tue ich für sie, meine Seele,
meine geheime, versteckte Geliebte,
der ich keine Lieder singe,
weiß ich doch oft nicht zu sprechen.
Scheu und linkisch meine Berührungen
der Sehnsucht, strauchelnd im Unvermögen.

Dreimal um die Welt denkend,
drehe ich mich nur um meine schiefe Achse,
möchte einen Teil von mir bescheinen lassen
von meiner Geliebten,
doch als ob es nicht sein dürfte,
fröstele ich mehr auf meiner Schattenseite,
als mich im warmen Licht zu baden.

Doch ist meine Sonne eine Sonne?
Bin ich nicht selbst Sternenstaub?
Bin ich erloschen vor Millionen Jahren?
Keiner kennt mein Universum,
nicht mal ich selbst;
so kann ich den Schöpfer nicht fragen.

Nebeneinander sind wir ein Nebenher,
Paralleluniversen, sich umkreisend,
zusammen seit Jahren, versandend,
sind wir beisammen nicht nah
und aus der Ferne
voll von wunden Wünschen
sehnenden Verlangens wir schwarze Löcher.

Schwellen wie Türme,
dazwischen gähnender Abgrund des Nichts,
keine Angst, nein,
nichts Bekanntes!

Ich träume, ich falle, ich schwebe, ich falle,
ich träume.
Ich?



Diese Zeilen waren auf einem alten Zettel in meinem Notizbuch, sie sind von Ende 2011 in einer Ahnung der Veränderungen, die seit 2012 auf diesem Planeten und in uns vonstatten gehen und passen zum augenblicklichen Thema, dass Altes beendet werden muss, damit Neues entsteht, ob aus Stenenstaub, der in die Schwarzen löcher gesaugt und wieder hinaus gepustet werden, ob aus wirklicher Liebesenergie, die befreit wird, wenn Menschen sich ihrer Konditionen entledigen und in ihrem Herzen erwachen, wenn sie ihre Seele lieben und die Seele ihre Zwillingsseele findet, falls es sie in diesem Leben gibt.
Spaltet ein Stück Holz, und ich bin da. Hebt einen Stein auf, und ihr findet mich dort. (apokryph. Evangelium nach Thomas)