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Mittwoch, 17. Juni 2009, 13:41

Sichtfeldeingrenzung

Hallo an Alle dieses Lebende und Interessierte,
Kann mir jemand von Euch einen Erfolg bestätigen, für die Erweiterung, oder auch Aufhebung einer Sichtfeldeingrenzung, ausgelöst durch eine Hirnblutung?
Lechzend und gierig nach persönlichen Heilverfahren
dieses Bereiches und ind der Hoffnung frequenzreicher Resonanz
mit liebem Gruß, schmari

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2

Donnerstag, 18. Juni 2009, 10:16

RE: Sichtfeldeingrenzung

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Original von schmari
Hallo an Alle dieses Lebende und Interessierte,
Kann mir jemand von Euch einen Erfolg bestätigen, für die Erweiterung, oder auch Aufhebung einer Sichtfeldeingrenzung, ausgelöst durch eine Hirnblutung?


Hallo, Schmari,

vielleicht solltest Du genauer beschreiben und eingrenzen, was Du meinst. Durch eine Hirnblutung können Durchblutungsstörungen irreparable Nervenfaseruntergänge sowohl im Sehnerven als auch in der Sehstrahlung oder im optischen Cortex verursachen, die zu Gesichtsfeldausfällen unterschiedlicher Art und Tragweite (Skotome, Hemianopsien) führen. Die Durchblutungsstörungen können durch den Gefäßverschluss selbst oder durch Gewebedruck entstehen. Hirnschwellungen (Ödeme) um den Blutungsort aufgrund von passagerem Sauerstoffmangel durch Durchblutungsbehinderungen vor Ort oder der Gewebedruck durch die Blutung selbst sind an diesem Entstehen beteiligt. Die Blutung kann aber auch so stark sein, dass sie das relativ weiche Hirngewebe mit seinen Nervenfaserbahnen lokal direkt zerstört.

Schwellungen gehen unter entwässernder, entzündungshemmender und membranstabilisierender (in der Regel Kortison) und hirndrucksenkender Behandlung (vorallem medikamentös, hohes Sauerstoffangebot, spezielle Beatmungsformen) nach und nach zurück. Die Durchblutung wird ebenfalls mittels Medikamente über mehrere Ansatzweisen gesteigert. Das Gewebe kann sich dann teilweise erholen, später können Funktionen noch nach Monaten allmählich zurückkehren oder von anderen Teilen übernommen werden, in besonders gelagerten Einzelfällen sogar nach Jahren. Ist die Druckschädigung und der dadurch bedingte Sauerstoffmangel zu intensiv oder zu anhaltend, stirbt das betroffene Gewebe ab. Ist die Sehstrahlung oder der Sehnerv betroffen, ist eine Wiederaufnahme der Funktion der abgestorbenen Nervenfasern nach schulmedizinischer Meinung in dem Bereich nicht zu erwarten. Das Gehirn kann aber mit den verbliebenen intakten Teilen von ErgotherapeutInnen trainiert werden, mittels umfassender Stimulierung einer Zusammenarbeit aller verbliebenen Sinne die Ausfälle so gut wie möglich zu kompensieren.

Es gibt übrigens vorrübergehende Gesichtsfeldausfälle z.B. im Vorfeld oder nach Krampfanfällen, die nach Hirnblutungen und Schlaganfällen manchmal leichter z.B. infolge Vernarbungen ausgelöst werden können. Sodann gibt es Flimmerskotome im Zusammenhang mit Migräneanfällen, die reversibel sind und in der Regel nur bis zu 20 oder 30 Minuten lang anhalten. Zu unterscheiden sind die perimetrisch ausmessbaren Skotome und Hemianopsien vom so genannten Neglect. Wenn also beispielsweise jemand nach Hirnblutung bzw. (rotem) Schlaganfall auf der rechten Seite eine linksseitige Hemiparese (Halbseitenlähmung) entwickelt, ist es sehr oft so, dass er auch bei Betroffensein der entsprechenden Sehbahnen unabhängig davon seine gelähmte linke Seite ignoriert und nicht beachtet und pflegt, weil ihm sozusagen auch das halbseitige Körpergefühl zunächst schlagartig verloren gegangen ist. So kommt es also, dass der Betroffene sich mit der funktionierenden rechten Hand links nicht rasiert, nicht kämmt usw. Das muss man unterscheiden. Es ist - mühsam - behandelbar durch Ergotherapeuten und Physiotherapeuten.

Zitat

Original von schmari

Lechzend und gierig nach persönlichen Heilverfahren
dieses Bereiches und ind der Hoffnung frequenzreicher Resonanz
mit liebem Gruß, schmari


Ich habe noch keinen Schlaganfall, keine Hirnblutung, Durchblutungsstörungen, Gesichtsfeldausfälle oder Migräne gehabt und kann nicht mit Erfahrungen aus dem persönlichen Leben dienen, nur mit (geringen) Erfahrungen mit Patienten bzw. medizinischem Wissen. Falls Du in diesem Forum keine große Resonanz findest, hat das auch mit der geringen Mitgliederzahl zu tun und dass es ein relativ unspezifisches Forum ist. Vermutlich gibt es neurologische Selbsthilfegruppen und Foren, in denen Du mehr Resonanz, Wissen und Erfahrungsberichte findest. Ich wünsche Dir viel Glück!

Michael
Spaltet ein Stück Holz, und ich bin da. Hebt einen Stein auf, und ihr findet mich dort. (apokryph. Evangelium nach Thomas)

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Donnerstag, 18. Juni 2009, 15:00

Hello Michael, lieben Dank Dir für Dein –fiedebäck. Ich ersuchte mich wohlweißlich kurz und präzise in meiner Anfrage zu halten. In der Tat krönte meine Sichtfeldeingrenzung links ein Neglect, links. Dieser Neglect: Eine Wahrnehmungsstörung, die der Betroffene selbst nicht wahrnimmt, sprich die komplette Löschung „Links“ aus dem Bewusstsein, welche übrigens therapeutisch wohl angegangen, jedoch beharrlich resistent verblieb, denn Was nicht da ist entzieht sich auch jeglicher Kompensation und damit Besserung. Nun, Micha, dieser Neglect wurde tatsächlich während meiner eigenen Ausbildung zum Hypnotiseur“ weg- hypnotisiert“. Es ist schon erstaunlich, Du bist hinderlich äußerst eingeschränkt in Deinem Handeln & Tun, kollidierst links, hinterlässt klirrende Gläser, umgestürztes Mobiliar, kennst jeden Türrahmen mit Vornahmen, die versammelte med. Welt steht Diesem rat, hilflos und -achselzuckend gegenüber, ein Physiotherapeut meine mal lapidar zu mir:“ Nöö Wolfgang, die sind alle im Heim“!, und dann stellt sich ein Hypnotiseur neben mich, redet ein paar Sätze meiner mir wohlverständlichen Muttersprache und sofort ist ganz viel davon wieder zurück. ( Also, wenn das kein Beweggrund ist Hypnose dafür zu erlernen sich selbst und anderen aus ähnlichen „med. Sackgassensituationen“ zu befreien,….!!! Schließlich „zauberten mir diese drei, vier Sätze meine linke, das ist die Hälfte der Welt, Hälfte der Wahrnehmung, zurück. Vieles im Bewegungsapparat Unfunktionelles verblieb bis her noch. Die Sichtfeldeingrenzung, vom jeweiligen Fixpunkt der Betrachtung stets links Gelöschtes ist vom Neglect zu differenzieren. Da mir ein Augenarzt sagte:“ Ein geschädigter Sehnerv bleibt geschädigt, es ist med. nichts Anderes bekannt“, kollidiert diese Aussage mit meinem „Heil, Genesungsoptimismus, wie auch mit meinem gesunden Verstand, und es auch den Abgrund zur „Schul“-Medizin in seiner machtkorrumpierten Kleingeistigkeit weiter klaffen lässt. So hinterfrage ich hier in Eurem Forum und ersuche auch geschmeidigen Auftrieb für meinen eigenen Optimismus, letztendlicher Heilung voraus gehend. Sonstiges mehr über mich findest Du/ Ihr auch auf meiner HP. Egal, ob positiv gemeint, oder unbekümmert geäußert, bleibt es eine grenzüberschreitende, damit u. v. A. auch verletzende Anmaßung einem anderen Menschen entgegen zu setzen, was er kann und was er nicht kann! Dieses lehrte mich die Hypnose an eigenem Körper, eigener Psyche und am eigenen Geist.( Warum lügt, wer die Wahrheit nicht kennt? Es ist gänzlich irrelevant was ich heute vermag, da das hauptsächliche Potential des Menschen eben heute noch schläft im Unbewußten. Ob Morgen auch noch?, nun das bestimmt ein jeder über sich selbst! Mit der eigenen Kraft erweckendem Gruß, schmari

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4

Freitag, 19. Juni 2009, 19:27

Hoffnung, Heilung und Genesung

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Original von schmari

Hello Michael, lieben Dank Dir für Dein –fiedebäck. Ich ersuchte mich wohlweißlich kurz und präzise in meiner Anfrage zu halten. In der Tat krönte meine Sichtfeldeingrenzung links ein Neglect, links. Dieser Neglect: Eine Wahrnehmungsstörung, die der Betroffene selbst nicht wahrnimmt, sprich die komplette Löschung „Links“ aus dem Bewusstsein, welche übrigens therapeutisch wohl angegangen, jedoch beharrlich resistent verblieb, denn Was nicht da ist entzieht sich auch jeglicher Kompensation und damit Besserung.


Ja, das ist in der Tat die große Schwierigkeit. Soweit man sich den Neglect medizinisch-neurologisch bisher erklären konnte, scheint es etwas vereinfachend und laienverständlich erklärt so zu sein, dass verschiedene Teile einer räumlich aufgebauten Landkarte für das Körperselbstbild und für bekannte Objekte in bestimmten Hirnarealen an verschiedenen Stellen des Gehirns im Laufe des Lebens durch frühe Sinnes- und Bewegungserfahrungen abgelegt und miteinander kombiniert und koordiniert werden. Mittels dieses komplexen und in gewissem Umfang lebendigen, das heißt durch Erfahrung auch veränderlichen Bild vom eigenen Körper und seiner bekannten Umwelt navigiert unser Gehirn den komplexen Organismus durch Zeit und Raum und koordinierte, empfängt, sendet und transformiert als eine Art großer schwingender Kristall schwingungsförmige Informationsimpulse von außen nach innen und umgekehrt und von einzelnen Organen zum Gehirn und zu anderen Organen. Dafür sind Nervenleitungen und hormonale Systeme installiert.

Wenn also in der Gehirnorganisation etwas völlig durcheinander gerät, z.B. durch eine organische, materielle Schädigung am Gehirn und seinen Nerven, verändert sich das körperlich durch bestimmte genetische Vorgaben (wie ein Bild abgelegt und Konstruiert wird) und Erfahrungen (was abgelegt und verknüpft wird) konstruierte und abgespeicherte Selbstbild und damit auch die Raumlage- und ggf. Raumzeitorientierung des Körpers in seiner Innenwelt und in seiner Umwelt. Komplizierend tritt hinzu, dass der Körper, obwohl er viele Organe wie auch die Gehirnhälften paarig angelegt hat, im Laufe seiner Ausreifung Spezialisierungen vorgenommen hat, die zunächst einen Vorteil durch Eindeutigkeit, Klarheit und schnellere Verarbeitungsgeschwindigkeit gewähren. Das bedeutet, das bestimmte Vorgänge nur noch in einer Gehirnhälfte organisiert werden und die andere Gehirnhälfte hier von der in dieser Spezialisierungsfunktion dominanten Kontrolliert und ggf. abgeschaltet wird. Wird aber bei einem Schlaganfall mit einem Hirnarterieninfarkt oder einer Hirnblutung das koordinierende Zentrum beschädigt oder zerstört, ist die Auswirkung zunächst einmal viel dramatischer, als wenn ein vorhandenes baugleiches und funktionstüchtige Zentrum auf der anderen Seite die Funktion des zerstörten Zentrums einfach übernehmen könnte.

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Original von schmari

Nun, Micha, dieser Neglect wurde tatsächlich während meiner eigenen Ausbildung zum Hypnotiseur“ weg- hypnotisiert“. Es ist schon erstaunlich, Du bist hinderlich äußerst eingeschränkt in Deinem Handeln & Tun, kollidierst links, hinterlässt klirrende Gläser, umgestürztes Mobiliar, kennst jeden Türrahmen mit Vornahmen, die versammelte med. Welt steht Diesem rat, hilflos und -achselzuckend gegenüber, ein Physiotherapeut meine mal lapidar zu mir:“ Nöö Wolfgang, die sind alle im Heim“!, und dann stellt sich ein Hypnotiseur neben mich, redet ein paar Sätze meiner mir wohlverständlichen Muttersprache und sofort ist ganz viel davon wieder zurück. ( Also, wenn das kein Beweggrund ist Hypnose dafür zu erlernen sich selbst und anderen aus ähnlichen „med. Sackgassensituationen“ zu befreien,….!!! Schließlich „zauberten mir diese drei, vier Sätze meine linke, das ist die Hälfte der Welt, Hälfte der Wahrnehmung, zurück.


Ich kann mir vorstellen, dass das wenigstens teilweise funktioniert, auch wenn das die Erklärungsmöglichkeiten der Schulmediziner noch überfordert. Mich würde allerdings auch interessieren, ob Du lediglich in Hypnose die Einschränkungen des Gesichtsfeldausfalls und des Neglects aufheben kannst oder auch dann, wenn Du aus Deinem hypnotischen Trancebewusstsein in Dein Normalbewusstsein zurückgekehrt bist und wenn auch dann noch positive Effekte zu bemerken sind, wie lange diese anhalten.

Für den Trancezustand, wenn Du Dich mit dem Unbewussten verbinden kannst, sollte es möglich sein, die Einschränkungen aufzuheben. Unser Bewusstsein und unser Unbewusstes bedient sich zwar des Gehirns und drückt sich mit seiner Hilfe sprachlich, körpersprachlich, mimisch und durch Gesten und Handlungen aus, ist aber eigentlich unabhängig davon. Das entnehme ich aus protokollierten Berichten von Nahtoderfahrungen. Die Betroffenen haben als klinisch Tote vor und während ihrer Reanimation nicht nur Erfahrungen in anderen Dimensionen gemacht, sondern auch Gespräche von anderen Gehört, Gedanken gelesen und Objekte an Orten gesehen, an denen sie körperlich nie gewesen sind. Man hat diese Dinge später überprüft und bestätigt.

Wie bei Astralreisen kann sich das Bewusstsein in bestimmten Zuständen (Traum, Trance, Hypnose, außergewöhnliche Ereignisse wie Sterbeprozesse, durch schamanische Rituale, unter psycholytischen Substanzen, in tiefer Meditation) von den körperlich-sinnlichen Fesseln lösen und außerkörperliche Erfahrungen machen. Die Sinneseinschränkungen sind aufgehoben, da sozusagen „feinstoffliche“ Sinneskanäle benutzt werden. Man könnte daraus vermuten, dass es einen Urentwurf gibt, einen feinstofflichen Leib als Matrix, der den Hintergrund für die geordnete physische Struktur und Funktion des grobstofflichen Körpers abgibt und der das Ganze in „heiler“ Form abgespeichert hat. Bestimmte Bildekräfte können nach Beschädigung des grobstofflichen physischen Körpers aktiviert werden und Impulse für die physiologische Regeneration geben, sodass mit diesen Mitteln für die wissenschaftlichen Mediziner erstaunliche „Spontanheilungen“ nach Krebszerstörungen oder Nervenbeschädigungen oder auch Hirnverletzungen möglich werden.

In der anthroposophischen Medizin werden mit der aus der mittelalterlichen Medizin übernommenen und von Paracelsus alchemistisch modifizierten Signaturlehre therapeutische Ideen verwendet, denen ein verwandtes „Analogprinzip“ zugrunde liegt. Es gibt sozusagen ätherische Baupläne für jeden belebten Teil der Wirklichkeit, nach deren Urbildern die biologischen Wesen funktionieren, sich erhalten, ihren Stoffwechsel gestalten und sich fortzeugen. Mit entsprechend „alchimistisch“ und auch homöopathisch veränderten und potenzierten Heilmitteln versucht man die Bildekräfte des erkrankten Organismus mit wirkmächtigen Analogbildern, die wie Schlüsselsymbole wirken, wieder zu lenken, damit sie mit gestärkter BLebenskraqft ihre ursprünglichen Baupläne wieder aufnehmen. Es gäbe demnach eine Idee des schöpferischen Bewusstseins und die prägt sich in der genetischen und organismischen Wirklichkeit eines biologischen Wesens aus. Die Zerstörung eines Teils der Biologie zerstört nicht das Urbild, zu dem wir einen unbewussten Zugang haben, den unsere Seele kennt. Finden wir diesen Zugang zum Urbild, können wir unseren Körper wieder zur Selbstheilung nach diesem Urbild anregen.

Inzwischen wissen wir auch wissenschaftlich mehr über die erstaunliche Regenerationsfähigkeit unserer Zellen, aus denen sich unser Organismus aufbaut. Aus omni- oder pluripotenten Stammzellen können sich neue spezifische Gewebe bilden und selbst unser Gehirn verfügt auch noch nach seiner Ausreifung über eine erstaunliche Regenerations- und Reparaturpotenz sowie über eine so genannte Neuroplastizität, die lebenslanges Lernen ermöglicht. Das körpergebundene Gedächtnis ist sowieso auch ein Produkt ständiger biologischer Umbauprozesse, die man sich letztlich aber ohne den „Geist“ nur schwer vorstellen und erklären kann. Unser Gehirn lernt übrigens besonders gut und auch wieder neu, wenn es kombinierte Sinneswahrnehmungs- und Motorikaufgaben bekommt. Also: Ergotherapie, Physiotherapie und jede Gelegenheit zum eigenen Üben nehmen.

Das Gehirn kann aber auch über die Beteiligung des Unbewussten und über Imagination lernen, etwa in Trancezuständen und mittels fremd (Hypnose) oder selbst induzierten (autogenes Training) hypnoiden Trancezuständen. Mit bildgebenden Verfahren hat man bei Funktionsaufnahmen des Gehirns festgestellt, dass unabhängig davon, ob man einen Gegenstand sieht oder sich diesen nur vorstellt (imaginiert) die gleichen Hirnareale einen aktivierten Hirnstoffwechsel aufweisen. Ohne zusätzlich Informationen z.B. über den Tastsinn weiß das Gehirn also nicht, ob es ein Objekt tatsächlich im selben Augenblick betrachtet oder diesen nur in der Vorstellung reproduziert. Beim autogenen Training und der Hypnose kann die Vorstellung eines Menschen so aktiviert, fokussiert und intensiviert werden, dass sich sichtbare Körperreaktionen ergeben. Auf diese Weise kann mit positiven Vorsatzformeln auch auf einen Heilungsprozess fördernd eingewirkt werden.

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Original von schmari

Vieles im Bewegungsapparat Unfunktionelles verblieb bis her noch. Die Sichtfeldeingrenzung, vom jeweiligen Fixpunkt der Betrachtung stets links Gelöschtes ist vom Neglect zu differenzieren.


Das denke ich auch. Die Motorik des Körpers kehrt erst dann unbehindert zurück, wenn neue Neuronen im Gehirn die Verbindung vom Gehirn über das Rückenmark zum Spinalnerven herstellen, in dem das zweite motorische Neuron zum Muskel läuft. Sodann muss die überschießende Hemmspannung der Neuronen, die für die so genannte Spastik verantwortlich sind, wieder auf ein tieferes Niveau absinken, um eine gute Bewegungskoordination hinzukriegen. Die zerstörten ersten motorischen Neuronen müssen also erstmal ersetzt werden. Das dauert mitunter Jahre – wenn es passiert. Wenn Nervenbahnen der Sinnesorgane betroffen sind bzw. die Speicherfelder der Sinnesorgane in der Großhirnrinde, gilt Analoges. Der Neglect ist aber etwas anderes. Hier geht es um in unterschiedlichen Hirnarealen mit Seitenbevorzugung abgelegte Steuerzentren, die miteinander kommunizieren. In anderen Arealen können aber Erinnerungen an die ungestörte Funktion abgespeichert sein, die dann abgerufen werden können und die Vorstellung einer ungestörten Funktion ermöglichen. Gleichzeitig können in bestimmten Zuständen gehirnunabhängige Bewusstseinsvorgänge weiter regelhaft ablaufen, auch wenn physische Schäden zunächst physiologische Abläufe verhindern. Auch spontan verringert sich der Neglect im Laufe der Zeit. Mit Therapie scheinen aber zwei Drittel der Betroffenen ihre behindernde Neglect-Symptomatik innerhalb von zwei Jahren weitgehend zu verlieren.

Ich kenne jemanden, der zweieinhalb Jahre nach einem schweren rechtsseitigen Arteria-cerebri-media-Infarkt seinen linksseitigen Neglect inzwischen überwunden hat, mit sehr viel Übung und Ergothrapie. Als Linkshänder war er von der Halbseitenlähmung besonders betroffen und diese ist neben der Augenstörung und der noch reduzierten Konzentration und körperlichen Belastbarkeit das Hauptproblem, das bislang zurück geblieben ist, sich aber auch noch nach zweieinhalb Jahren bessert, was manchen pessimistischen ärztlichen Prognosen widerspricht. Die Empfindungsstörungen und die Lähmungen beispielsweise bessern sich seit einigen Montaten hinsichtlich Wahrnehmung und zunächst kleinen, erstmals gezielten Bewegungen (nicht nur bloß Massenbewegungen aus dem Rumpf) nach Beginn einer regelmäßigen Shiatsu-Behandlung parallel zur Ergotherapie. Sie wird in diesem Fall von Therapeuten der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) praktiziert, aus der heraus sich die japanische Fingerdruckmassage Shiatsu entwickelt hat. Beim Patienten stellen sich anschließend Empfindungen ein, die einem Kribbeln (Chi/Shi) ähneln, manchmal blitzartig und die Beweglichkeit ist nachfolgend erhöht.

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Original von schmari

Da mir ein Augenarzt sagte: “ Ein geschädigter Sehnerv bleibt geschädigt, es ist med. nichts Anderes bekannt“, kollidiert diese Aussage mit meinem „Heil, Genesungsoptimismus, wie auch mit meinem gesunden Verstand, und es auch den Abgrund zur „Schul“-Medizin in seiner machtkorrumpierten Kleingeistigkeit weiter klaffen lässt.


Die Aussage des Augenarztes hört sich sehr apodiktisch an und das schmerzt sicherlich. Gut, er kennt eben keine anderen Fälle. Der Sehnerv ist allerdings auch so spezialisiert und das Sehhirn hat sich über viele prägende Jahre so mühsam und spezifisch mit dem Sinnesorgan und den Nervenbahnen zusammen geschaltet und koordiniert, dass relativ kleine Schädigungen schon sehr weitgehende Störungen bedingen und nachgewiesene Totalausfälle aufgrund eines anatomisch fassbaren Sehnervschadens bisher offenbar noch nicht nach wissenschaftlichen Kriterien als nach Jahren geheilt entdeckt wurden. Die Ärzte sollen ihren Patienten ja nichts sagen, was sie nicht wissen oder nicht beeinflussen können. Im Gegensatz dazu versprechen Scharlatane alles und halten nichts. Ärzte haben manchmal die Angst, falsche Hoffnungen zu wecken und den Patienten dadurch zu deprimieren und sein Leben lang unzufrieden zu machen. Deprimieren sie ihn aber von vornherein zu stark, dämpfen sie damit möglicherweise aber auch die imaginative und unbewusste Stimulierung der Selbstheilungskräfte, die annähernd Wunder vollbringen können und das wäre schade. Schon der gesunde Organismus ist eigentlich etwas Wunderbares und bis heute hat der Mensch ihn nicht ganz entschlüsselt, genauso wie er ja auch das Geheimnis der Krankheiten nicht vollständig enträtselt hat.

Die höchstspezialisierten Sinnesorgane sind vielleicht auch für den Körper etwas schwieriger, als die simplere Motorik, vor allem weil das Gehirn für die reibungslose Funktion soviel dazu lernen muss. Aber für die Motorik gibt es Hoffnung, wobei die Koordination der reinen Bewegung mit dem Raum-Lage-Empfinden und dem Gleichgewichtsempfinden über eine integrierte Gleichgewichtssensorik und Propriozeption wiederum gar nicht einfach ist, zumal sich der Mensch meistens auch über das Sehen zusätzlich koordiniert und im Gleichgewicht hält. Und dennoch: auch Menschen mit schwerem Arteria-cerebri-media-Infarkt und Halbseitenlähmung kommen mühsam zwar aber doch immer wieder teils sehr allmählich, teils etwas ruckartiger nach zwei bis drei Jahren zum Laufen, oft mit Stützschiene und Unterarmstützen, später aber auch immer wieder ohne Hilfsmittel. Es ist ein mühsamer Prozess. Immer wieder muss der Rollstuhl stehen gelassen und müssen die eigenen Beine für kurze Strecken benutzt werden.

Dabei gilt es aber auch, sich nicht zu überfordern. Förderung soll sein und man darf sich fordern, aber Überforderungen bedingen Ermüdungen, scheinbare Rückschritte und Frustrationen. Hier gilt es wie in der Naturheilkunde den Geboten der Reiztherapie zu folgen: schwache Reize bewirken wenig oder entspannen nur. Angemessene mittlere, spürbare Reize lösen eine fördernde Antwort aus (z.B. des Immunsystems) und sehr starke Reize unterdrücken oder zerstören sogar. Man kann sich auch an die Erfahrungen der Körpertherapie und Biodynamik halten, nach der es wichtig ist, immer an die Reaktionsgrenze zu gehen. Bleibt man vor der Grenze, wird nichts berührt und nichts bewirkt. Geht man mit Gewalt über die Grenze, erfolgt Schrecklähmung, Verstörung oder gar Zerstörung. Berührt man immer wieder die Grenze, tut sich an dieser Kontaktfläche etwas. Leitend ist bei körpertherapeutischer und biodynamischer Arbeit, z.B. der Posturale Integration (PI), die Atmung, die aktiviert sein soll. Schwache Reize aktivieren die Atmung nicht. Angemessene Reize aktivieren und vertiefen die Atmung. Zu starke Reize lassen den Atem stocken. Die Körper(psycho)therapie mit PI ist übrigens eine Methode, die ich für die Behandlung der Folgen des Schlaganfalls in Betracht ziehen würde, ebenso wie die oben erwähnten fernöstlichen Techniken des Shiatsu und z.B. auch des harmonisierenden Jin Shin Jyutsu, das man zum Teil selbst anwenden kann.

Einen besonders hoffnungsvollen Fall für die vollständige Wiederkehr der Motorik durch eine allmähliche Wiederherstellung der geschädigten Rückenmarksneuronen (das Rückenmark gehört auch zum zentralen Nervensystem wie das Gehirn) nach einer Querschnittslähmung hat Clemens KUBY in seinem Buch "Unterwegs in die nächste Dimension - Meine Reise zu Heilern und Schamanen", das 2003 im Kösel-Verlag erschienen ist (Siehe auch: hier ), dargestellt. Es ist ein Selbsterfahrungsbericht. Zunächst einmal auf ca. 30 Seiten eine Spontanheilung seiner eigenen Querschnittslähmung beschrieben und wie er damals mit seiner Seele Kontakt aufnahm, so dass er dieses Ereignis als eine Art selbst erfahrene Geistheilung schilderte. Anschließend folgte er einer Art Gelübde, wobei sich die innere Suche nach Heilwerdung mit einer äußeren Suche nach Heilern und Heilungskonzepten verband, die der Filmemacher natürlich vortrefflich in Szene zu setzen verstand, sodass aus seiner Suche einige faszinierende Dokumentarfilme über das Wesen des Geistes hervorgegangen sind. Ich kann Dir die Lektüre dieses Buches insofern empfehlen, als Einige sie als sehr ermutigend und hilfreich erfahren haben. Außerdem ist es sehr spannend, was er beschreibt.

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Original von schmari

So hinterfrage ich hier in Eurem Forum und ersuche auch geschmeidigen Auftrieb für meinen eigenen Optimismus, letztendlicher Heilung voraus gehend. Sonstiges mehr über mich findest Du/ Ihr auch auf meiner HP.


Ich hoffe, dass Einiges von dem, was Du hier lesen kannst, Deinem Optimismus und den Selbstheilungskräften Auftrieb gibt. Im Übrigen verweise ich noch mal auf entsprechende Betroffenenforen oder Selbsthilfegruppen, wo zwar nicht nur Erbauliches ausgetauscht wird, aber eben auch Erfahrungen, die Mut machen und die Hoffnung auf weiteres Wachstum sowie auf Sinnhaftigkeit der eigenen manchmal schweren Erfahrungen am Leben erhalten. Hat man sich entschlossen, einen solch schweren Schlag anzugehen und zu überstehen, kann daraus eine große Kraft entstehen und das Leben eine bedeutsame Vertiefung erfahren.

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Original von schmari

Egal, ob positiv gemeint, oder unbekümmert geäußert, bleibt es eine grenzüberschreitende, damit u. v. A. auch verletzende Anmaßung einem anderen Menschen entgegen zu setzen, was er kann und was er nicht kann! Dieses lehrte mich die Hypnose an eigenem Körper, eigener Psyche und am eigenen Geist. (Warum lügt, wer die Wahrheit nicht kennt? Es ist gänzlich irrelevant was ich heute vermag, da das hauptsächliche Potential des Menschen eben heute noch schläft im Unbewußten. Ob Morgen auch noch?, nun das bestimmt ein jeder über sich selbst! Mit der eigenen Kraft erweckendem Gruß, schmari


Aus der Psychotherapie weiß ich, dass sogar Worte Einiges in unserem Unbewussten bewirken, Heilsames und leider auch Unheilvolles, in dem sie z.B. hemmende Glaubenssätze in uns verankern. Ärzte, Psychologen, Hebammen, überhaupt medizinische Fachleute können da ermutigen oder auch Verwirrung und Unordnung stiften und daher ist es besser, wenn unsereins die Worte sorgfältig wählt. Es macht sicher auch sinn, immer wieder einmal die eigenen einschränkenden Glaubenssätze zu überprüfen und sich von ihnen Stück für Stück wirksam zu befreien. Denn dann geschehen wohl tatsächlich Wunder! Und Du hast Recht, wir haben alle noch unentdeckt Potentiale und die stecken auch in unserem Gehirn. Der weltbekannte Philosoph und spirituelle Lehrer Jiddu Krishnamurti war ein Verfechter dieser Revolution des Geistes, die sich in einem klaren, von Konditionierungen befreiten Gehirn abspielen können. Auch seine Texte fand ich sehr ermutigend.

Ich möchte aber besondere Vorsicht im Umgang mit Schuldgefühlen anraten und zwar den Profis wie den Laien. Sie sind natürlich tatsächlich in Form von Glaubenssätzen vorhanden und nehmen schnell den Charakter von Selbstbeschimpfungen und Selbstverurteilungen an. Sie lähmen uns und verhindern Bewegung, Fortschritt Heilung. Sie lähmen auch unsere Umgebung. Wenn wir Schuldgefühle wahrnehmen, können wir uns fragen, ob wir jemandem tatsächlich noch etwas schuldig geblieben sind und können dann unsere Schritte wählen, um das in Ordnung zu bringen. Meist geht es um Anerkennung und Wahrnehmung des Anderen und seiner Gefühle und Bedürfnisse, auch wenn es schon recht spät dafür sein sollte. Es geht kaum um eine „Entschuldigung“, um das Erkaufen von Vergebung und um materielle Wiedergutmachung. Es geht um Anerkennung, dass wir in einem Prozess auf Gegenseitigkeit verbunden waren und dass es da noch etwas zu lösen und auszudrücken gibt.

Diese Gedanken finde ich besonders vor dem Hintergrund des Umgangs mit Erkrankung und Heilung wichtig. Auch wenn es sich hier letztlich nicht um biologische, physische, physikalische oder mathematische Zufälligkeiten handelt, sondern um ein geistiges Geschehen, bei Geist, Seele und Körper in einer hierarchisch-funktionalen Weise aufeinander bezogen sind und bei dem Ursache-Wirkungkriterien („Karma“) angelegt werden können, hat der Begriff „Schuld“ hier nichts verloren, da er immer schädigend oder blockierend und nicht befreiend wirkt. Das heißt nicht, dass wir nicht unsere Verantwortlichkeit und die Wirksamkeit unserer Gedanken, Gefühle, Wünsche und Handlungen sehen sollen. Es bringt aber nichts bzw. nur Leid, wenn wir uns bezichtigen, Schuld an unseren Erkrankungen zu sein und Schuld an der unvollständigen Heilung. Krankheit als Sprache und Weg kann Sinn machen, Heilung kann Sinn machen, Beschuldigungen und Selbstvorwürfe führen aber mehr in die Verstrickung und nicht in die Befreiung und Heilung. Sollten wir in diesem Leben nicht „ganz gesund“ werden, gibt es dafür möglicherweise einen höheren Sinn, den unser Geist kennt, unsere Seele spürt und unser Körper ausführt. Wenn unser Ego uns dafür kritisiert, machen wir uns und anderen das Leben, unser Leben, nicht leichter, angenehmer und sinnvoller.

Ich gehe davon aus, dass wir im geistigen Sinne jederzeit heil sein können (eigentliche Heilung), auch wenn unsere Physis Krankheiten durchmacht und Behinderungen aufweist. Je mehr wir bewusst oder unbewusst an diesem geistigen heilen Zustand anknüpfen können, desto eher oder vollständiger können wir von Krankheitserscheinungen genesen, wenn es in unserem Gesamtplan liegt, dass es sein soll und notwendig ist, genauso wie "Krankheit" ein selbst erfundenes Korrekturmittel und gleichzeitig eine Art Gesundungsakt sein kann bzw. diesen einleiten kann. Aus der Erfahrung eines Verwandten kann ich weitergeen, dass zwar mit einem Schlaganfall eine Welt zusammen brechen kann, inklusive der endgültigen Beendigung einer Partnerschaft, mit der Genesung aber manchmal auch eine neue Welt entsteht und die Tranceerfahrung einer neuen Liebe weitere Heilungsprozesse einleiten kann. Dieser Erlebnis kann dem Betroffenen vermitteln, was er vielleicht irgendwo weiß aber noch viel besser spüren möchte: Ich bin liebenswert und das heißt, ich bin in Ordnung, so wie ich bin!

Alles Gute, Michael
Spaltet ein Stück Holz, und ich bin da. Hebt einen Stein auf, und ihr findet mich dort. (apokryph. Evangelium nach Thomas)