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Donnerstag, 20. November 2008, 11:12

Archäologie: vielfältige interkulturelle und religiöse Berührungen bereits in der Antike

[SIZE=3]Archäologie: vielfältige interkulturelle und religiöse Berührungen bereits in der Antike[/SIZE]


„Multikulti“ und interreligiöser Dialog oder zumindest Austausch bereits in antiker Zeit? Wenn man die Überlieferungen der Völker vergleicht, ihre heiligen Schriften, ihre Symbole und ihre materiellen Hinterlassenschaften wie Bauwerke, Skulpturen und Kultgegenstände, kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass entweder schon damals ein Austausch von Gedanken und Ideen über die Handelswege der Welt auf Karawanenstrassen und Schifffahrtswegen stattfand. Wo dieser unmittelbare Austausch über Kontakte und Berührungen zwischen Menschen nicht wahrscheinlich ist oder bislang nicht nachgewiesen ist, obwohl es seit Thor Heyerdal experimentelle Atlantikreisen mit prähistorischen Bootstypen gibt, könnte man im Sinne der jungianischen Tiefenpsychologie von Synchronizitäten in der psycho-spirituellen Menschheitsentwicklung ausgehen oder nach dem für Manche eher esoterisch angehauchten Rupert Sheldrake von morphogenetischen Feldern, innerhalb derer sich über geografische Grenzen hinweg auch religiöse, philosophische und psychologische Paradigmen ähnlich und wie von einer Quelle oft sprunghaft anmutend entwickelten.

Diejenigen, die der Mythologie noch mehr geschichtlichen Wahrheitsgehalt zuschreiben wollen, vermuten Keimzentren einer Urzivilisation auf hohem Niveau und einer Urreligion wie z.B. in einem goldenen, „atlantischen Zeitalter“, benannt nach dem alten Atlantismythos, den Manche vor ca. 50.000 Jahren ansetzen, also in einem menschheitsgeschichtlichen Umbruchzeitraum, in dem die Neandertaler-Kultur verging und der Cro-Magnon-Menschentypus auftauchte. Da es Viele als völlig unwahrscheinlich ansehen, dass sich aus diesen spezialisierten und doch primitiven Jägerkulturen eine Hochzivilisation entwickelt haben könnte, die weder eine Vorgängerzivilisation hatte, noch nach deren Untergang einen Nachfolger, vermuten ganz Verwegene eine hoch
entwickelte Zivilisation aus dem Weltall, sei es als materielle Realität, sei es als geistig spirituelles Erbe einer kosmisch ablaufenden geistigen Evolution, deren Erkenntnisse über Propheten an die Menschheit in der Einfärbung der jeweiligen Epochen und Kulturen weiter gegeben wurden: heute würde man in esoterischen Kreisen sagen, die Botschaften wurden „gechannelt“.

Von einer kosmischen Geistesevolution gehen viele Religionen aus, ob sie dies nun in ihren Schöpfungsmythen verankerten, oder nicht. Die hebräische Ursprungsreligion unserer aktuellen monotheistischen Buchreligionen Judentum, Christentum und Islam beschrieb in den uns bekannten Büchern des so genannten Alten Testamentes allerdings eine geschichtlich wirksame, im jeweiligen Hier und Jetzt im Dialog zwischen Gott und den menschlichen Bundesgenossen des erwählten Gottesvolkes stattfindende materielle, geschichtliche und ethisch-religiöse Entwicklung. Die mehr von der griechischen Philosophie und der Gnostik beeinflussten Glieder der sich später bildenden christlichen Kirche(n), wie sie von manchen Paulinischen Ansätzen oder von den apokalyptischen Visionen des Sehers und Evangelisten Johannes und den nicht in den kanonischen Bibelkodex aufgenommenen apokryphen Evangelisten repräsentiert werden, spürten hingegen einer Evolution des menschlichen Geistes durch das kosmische Wirken des Heiligen Geistes nach, der zum Beispiel durch bestimmte Offenbarungen, später vermittels Moses und der Propheten und zuletzt durch das Erscheinen Jesu Christi zu einem revolutionärem Bewusstseinssprung im Geiste und damit zur spirituellen Neugeburt führte. Bis heute verfolgen etwa Rosenkreuzerische Bewegungen und anthroposophisch orientierte Christen diese Denkrichtung und sprechen z.B. von einer kosmischen Christuskraft.

Interessanterweise gab es auch da schon im Altertum ständige Berührungen von Ideen oder aber ein so benachbartes Nebeneinander, dass es schwer fällt, sich vorzustellen, dass es da keinen Austausch gegeben haben soll. So sind die ursprünglich rein jüdischen Reform- und Askesebewegungen der Essener mindestens hundert Jahre vor dem Auftreten Jesu und in geistiger Verwandtschaft zu Johannes dem Täufer stehend ebenfalls mit gnostischen Vorstellungen behaftet und bildeten einen esoterischen Unterstrom, der sich vom pharisäischen Schriftjudentum, dem es um die Erfüllung des Buchstabens der mosaischen Gesetze ging, abhob und abgrenzte. Zum Teil kann man ähnlichen Ideen in der griechischen Philosophie, in den Mysterienkulten und in anderen nahöstlichen Religionen begegnen, zu denen das Jüdische Volk im Laufe seiner bewegten Geschichte und als Nachbarn oder auch Teil weltweit agierender semitischer Händler (wie z.B. die Phönizier) Kontakt hatte, so z.B. zum persischen und babylonischen Raum, der als Schmelztiegel für Völker, Kulturen und Religionen gilt. Durch diesen Raum zogen alle bedeutenden Hochkulturen oder grenzten an ihn an, er war auch die Drehscheibe zwischen den Mittelmeerkulturen, dem Nahen und dem fernen Osten sowie Indien.

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Rätselhafte Münzen: Phallus neben Askese

Die Kunstsammlungen der Ruhr-Universität Bochum zeigen momentan seltene, überraschende und sensationelle antike Münzen. Die Ausstellung "Hellenistische Münzen aus dem Osten: Spiegel religiöser Dynamiken im kulturellen Austausch zwischen Ost und West" zeigt unter anderem, dass es schon früh religiösen und kulturellen Austausch zwischen Orient und Okzident gab und dass die "Globalisierung" schon weit vor unserer Zeit existierte.


Von daher ist man nicht mehr ganz verwundert, wenn man in der archäologischen Forschung auch auf kleinen Artefakten wie Münzen, die ja immer mehr zum Handelsobjekt und zur Geldbasis eines weltumspannenden Handels wurden, Hinweise auf die Berührung oder gar die Vermischung von kulturellen und religiösen Einflüssen findet, die man ansonsten nur anhand der Schriften und Überlieferungen durch Interpretationen mutmaßen kann. Natürlich sind diese Funde nicht immer so eindeutig und geben selbst Anlass zu Spekulationen und Mutmaßungen. Die antike Geschichtsschreibung, zu deren Verifizierung uns die Archäologie seit Beginn ihrer wissenschaftlichen Durchführung vor etwa 150 Jahren wertvolle Hinweise erbrachte, wusste ja bereits von umfangreichen Handelsaktivitäten, Militärexpeditionen und Völkerwanderungen, von den Zügen der Hebräer, der Perser, von den Expeditionen der Ägypter, der Königin von Punt, den Reisen der Kreter und Phönizier, den Perserkriegen, dem Indienzug des Alexander und später den vielfältigen Reisen von Händlern und schließlich Missionaren sowie ganzer Familienclans und Stämme zu berichten, sodass auf dem Indischen Subkontinent schließlich Juden und auch Christen (Thomaschristen) eintrafen. Und so ist man am Ende nicht verwundert, dass eine Goldmünze mit einer der frühesten bekannten Buddha-Darstellung eine griechische Inschrift trägt, die Buddha bezeichnet und auf Gold aus römischem Handel im indo-pakistanischen Raum zusammen mit einem Bildnis des indischen König Gondophares geprägt wurde, der als der geschichtliche Vorläufer des „Caspar“ gilt, einer der drei Weisen Könige aus dem Morgenland, die dem Jesuskind ihre Aufwartung gemacht haben sollen.

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Eine der frühesten Buddha-Darstellungen überhaupt

Gezeigt werden außerordentlich spannende Exponate: So ist auf einer Goldmünze eine der frühesten Buddha-Darstellungen überhaupt zu sehen. Obwohl Buddha mit einer griechischen Inschrift bezeichnet ist und das Gold wahrscheinlich aus dem Handel mit Rom stammt, wurde die Münze irgendwo im indisch-pakistanisch-afghanischen Raum geprägt. Auch ein "Porträt" von König Caspar, einem der Heiligen-Drei-Könige, ist zu sehen, genauer: Vom indischen König Gondophares, der durch Legendenbildungen zu Caspar geworden ist.


Als religiös interessierter Philosoph und Psychologe kann man sich aber bei der Untersuchung ähnlicher weltweiter religiöser Phänomene und Vorstellungen auch auf eine Forschungsreise durch den menschlichen Geist begeben, wie es ja besonders der mit den Mitteln der Meditation zur Vollkommenheit und persönlichen Erleuchtung (Entdeckung der eigenen Buddhanatur) strebende Buddhismus pflegt, der eher wie eine psychologische Philosophie als wie eine Religion daher kommt. Wenn man dies tut, entdeckt man, dass der menschliche Geist kulturunabhängig in seiner menschheitsgeschichtlichen und individuellen Entwicklung mehr grundlegende Ähnlichkeiten zwischen den modernen Individuen und auch Völkern bewahrt hat, als Unterschiede. Diese Tatsache macht auch weiterhin buddhistisches Denken für westliche Intellektuelle sehr interessant und die charismatischen Erweckungsideen der missionierenden Pfingstler für Gläubige in den alten Missionsgebieten der Katholiken in Lateinamerika und der Protestanten in Afrika. Aber auch ökumenische Basisbewegungen der verschiedenen kirchlichen Konfessionen fanden wie z.B. von Taizè aus Millionen vor allem jugendliche Anhänger zunächst in Europa, dann Lateinamerika und schließlich überall aus der Welt. Und zurzeit erleben wir eine Renaissance eines rückwärtsgewandten, zwar antiimperialistischen aber absolutistisch-fundamentalistischen Islam in seinen Stammgebieten und einen aufklärerischen, gegen Fundamentalismen argumentierenden modernen Islam an dessen Rändern und in den Metropolen. Und auch im Judentum entwickeln sich neben der orthodoxen Renaissance reformierte, liberale Strömungen und neoesoterische Strömungen (Kabbala), die bei Intellektuellen und Popikonen wie Madonna Anklang finden.

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Phallus neben Askese: Fragen tauchen auf

Vor allem die religiösen Kombinationen auf den Münzen überraschen: So steht auf einer Münze der indische Gott Shiva mit aufgerichtetem Phallus. Gleich daneben ist das buddhistische Drei-Juwelen-Symbol abgebildet. "Diese Verbindung von Fruchtbarkeit und männlicher Sexualität mit dem Symbol für Askese können wir noch nicht hinreichend erklären", so Prof. Wick. Bisher unveröffentlichte Siegel aus dem Persien frühchristlicher Zeit zeigen zudem einen Mann, der einen störrischen Esel zieht, auf dem eine schwangere Frau sitzt. Dabei könnte es sich um die älteste erhaltene Darstellung von Maria und Joseph auf dem Weg nach Bethlehem handeln.

Auf den Münzen tritt die hellenistische Götterwelt in einen lebhaften Dialog mit persisch-parthischen Gottheiten, dem Zoroastrismus, dem Hinduismus und dem Buddhismus. Dadurch machen sie die Grundlinien der großen religiös-kulturellen Transferbewegungen zwischen Europa und Asien zwischen dem vierten Jahrhundert v. Chr. und dem dritten Jahrhundert n. Chr. sichtbar. "Regionen, die wir üblicherweise als Randgebiete zwischen den Welten der Griechen, Römer, Inder und Chinesen bezeichnen, werden auf den Münzen plötzlich zum Zentrum der antiken Welt und zum Sammelbecken vieler Religionen", sagt Prof. Dr. Peter Wick (Evangelische Theologie), der die Ausstellung zusammen Kollegen aus Bochum und Köln konzipiert hat.


Es scheint also immer und immer wieder einmal alles im Fluss zu sein und das offenbar seit Jahrtausenden. Dabei warnen die Wächter über die Reinheit der jeweiligen Religionen von Syncretismus und Beliebigkeit und weisen zum Teil darauf hin, dass es von Nachteil für die eigene spirituelle Entwicklung sein kann, wenn man sich aus jedem religiösen Denkgebäude nur die angenehmen, einem ohne weiteres passenden und verständlichen Dinge heraus nimmt und die schwierigen, scheinbar dunklen Passagen verwirft. Hier würde ich den Theologen auch aus psychologischer Sicht insofern Recht geben, als die Auseinandersetzung mit dem Unfassbaren, dem Unerwarteten, dem Anspruchsvollen, Schwierigen nicht nur eine notwendige Realität bei der Bewältigung unseres materiellen und Beziehungslebens ist, sondern auch ein Anstoß zu immerwährendem Lernen und Wachstum über unsere engen Denk- und Geistesgrenzen hinaus im spirituellen Bereich. Gerade diese Anstrengungen werden uns letztlich in unser Herz und zu allen Menschen über die Kulturschranken hinaus führen und zu einer einzigen Familie machen, die Unterschiede und Individualität allerdings zulässt. Wir sind ja tatsächlich eine „Menschheitsfamilie“ und haben, wie uns ja nicht zuletzt die „Globalisierung“ vor Augen führt, die gleichen Probleme, Aufgaben und Hoffnungen.

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Globalisierte Welt von Rom bis China

Die Besucher können noch viele weitere Entdeckungen in der Ausstellung machen. Sie zeigt, wie zwischen dem dritten Jahrhundert v. Chr. und dem dritten Jahrhundert n. Chr. innerhalb der Staatsgrenzen des heutigen Indiens, Pakistans, Afghanistans, Turkmenistans, Irans, Iraks, Syriens, der Türkei und Griechenlands die Oberschichten bereits durch eine globalisierte Welt verbunden waren, die bis nach Rom und China ausstrahlte. Die Münzen stammen aus einem Raum, der sich von Griechenland bis weit nach Indien hinein, von Ägypten bis zum Hindukusch, bis zur Seidenstrasse und bis an die Grenzen Chinas erstreckt. Die Machthaber, die in diesen ganz unterschiedlichen Regionen die Münzen prägen ließen, bezeichneten sich einheitlich in griechischer Schrift und Sprache als Basileus, als König.


Die Erkenntnis des Nachdenkens über sich selbst und andere und des erweiterten Einfühlens ist nämlich, dass wir Menschen alle ähnliche oder sogar gleiche Bedürfnisse und Gefühle haben, aber durchaus sehr verschiedene Strategien, damit umzugehen und uns und anderen unsere Bedürfnisse zu erfüllen. So wundert es uns am Ende nicht, dass die ethischen Grundaussagen der bekannten Religionen ähnlich, gleich oder sogar identisch sind, weil sie unseren tiefsten menschlichen psychologischen Grundbedürfnissen entsprechen: Wir benötigen ein liebevolles, verständnisvolles, einfühlsames Umfeld, um wachsen zu können und zuvor den simplen Schutz unseres Lebens durch unsere Familie und unsere Gemeinschaft, Nahrung, ein Minimum an persönlichem Besitz, Beziehung, Sicherheit, etwas individuelle Freiheit, Unterstützung, Respekt, Hoffnung: All das ist bereits in den zehn Geboten ausgesagt, die als göttliche Vorschläge zu einem friedfertigen, erfüllenden Zusammensein in einer Gesellschaft rücksichtsvoller, sorgender und miteinander respektvoll verbundener Menschen zu verstehen sind, die mit sich und der Natur nach Art einer „göttlichen Ordnung“ verbunden sein wollen, um ausgeglichen und gesund bleiben zu können. „Sünde“ wäre im Sinne dieser Gebote nicht die Verletzung eines Buchstabens oder Glaubensdogmas, sondern das Herausfallen aus dem inneren, aus dem irdischen und aus dem kosmischen Gleichgewicht. Dieses Herausfallen macht auf die Dauer krank und bedarf der liebevollen Korrektur, einmal durch die Erkenntnis, was ich benötige, um wieder in die Ordnung zu kommen, damit ich in Ordnung bin und durch meinen Willen zum Einschlagen der anderen Richtung. Dabei können mir andere in ihrem Glauben an das Gute in einer menschen- und naturgemäßen Ordnung und in mir selbst helfen, wenn sie einfühlsam und liebevoll mit mir umgehen.

Religion in diesem eben skizzierten Sinne ist die Rückbesinnung und die Rückbindung auf das Eigentliche. Wir nennen dieses Eigentliche, dieses Größte und Einfachste zugleich der Einfachheit halber im Gefolge einer mehrere Tausend Jahre alten Kultur „Gott“, werden aber durch die großen religiösen Überlieferungen daran erinnert, dass wir seinen Namen nicht leichtfertig und unnütz aussprechen sollen und uns kein fest gefügtes Bild machen sollen. Dieser psychologische Vorschlag ergeht zu unserem Schutz und als Anreiz für unser Wachstum, denn das erste und letzte allumfassende Prinzip können wir uns weder erdenken noch benennen, wir können es nur in uns erfahren, wenn wir uns von Grenzen der gedanklichen Erfahrungsmöglichkeiten frei machen. Jeder Name ist eine Grenze, jedes Bild, jeder Gedanke, der Antwort sein soll und nicht Frage. So hat „Gott“ unendlich viele und vor allem geheime Namen und kein Mensch könnte sie ergründen außer in den namenlosen Tiefen seines Herzens, das aber nicht allein ein Ort oder ein Organ ist sondern unser Anteil an der Quelle und an unserer Bestimmung, in dem der Funke lebt, der nicht verlöscht. Doch wenden wir uns zur Illustration all dieser Gedanken, die ja eben auch nur Gedanken sind, den Funden zu, die zurzeit in der Ruhruniversität Bochum in einer Ausstellung gezeigt werden und die die Spekulationen über den gemeinsamen Ursprung der Menschheit und der Menschheitsreligionen und unsere gemeinsamen Aufgaben sicher ein wenig lustvoll anheizen können. Denn neben den Gedankenspielereien sind solche Objekte aus unserer Geschichte einfach auch schön anzuschauen und für die wenigen, die dies als Forscher tun dürfen, auch anzufassen.

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Info:

Die Münzen und Siegel stammen zum größten Teil aus den Beständen einer Bochumer Privatsammlung. Die Sonderausstellung "Hellenistische Münzen aus dem Osten: Spiegel religiöser Dynamiken im kulturellen Austausch zwischen Ost und West" ist im Münzkeller der Kunstsammlungen noch bis zum 25. Januar 2009 zu sehen (Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 11 bis 17 Uhr, Samstag, Sonntag und an Feiertagen 11 bis 18 Uhr; vom 24.12. bis 4.1. geschlossen). Der Eintritt ist frei.

Quelle für alle zitierten Ausschnitte in diesem Artikel: [URL=http://portal.gmx.net/de/themen/wissen/mensch/6920644-Raetselhafte-Muenzen-Phallus-neben-Askese,articleset=4238000,page=0.html]gmx[/URL] nach einer Mitteilung der Ruhr-Universität Bochum ©


Vielleicht schaut sich jemand ja die Ausstellung einmal an.

LG, Michael
Spaltet ein Stück Holz, und ich bin da. Hebt einen Stein auf, und ihr findet mich dort. (apokryph. Evangelium nach Thomas)