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Montag, 5. Mai 2008, 16:07

Zeit ist relativ...

Eine absolut gültige Zeit, einen unabänderlichen Zeittakt gibt es nicht. Nicht nur die "Zeitempfindung", auch die gemessene Zeit variiert mit dem Standpunkt oder hier besser mit dem Standort des Betrachters. Mit dem letzteren Phänomen beschäftigt sich unter anderem die Einstein'sche Relativitätstheorie bzw. sie bietet dazu die Erklärung an. Aber auch auf unserer Erde sind kosmische und irdische Vorgänge im Zusammenwirken daran "Schuld", dass die Tageslängen und damit die Zeit, unmerklich verschieben. Zeit ist in diesem Sinne auch mehr ein Rhythmus, als ein Takt. Die Ursache liegt in diesem konkreten Fall in kosmischen Reibungsphänomenen un "Umwuchten".

Die Erde dreht sich um sich selbst und um die Sonne und der Mond um die Erde. Die lunar ausgelösten Gezeiten (Ebbe und Flut) mit ihren die Erde umkreisenden Flutbergen haben offensichtlich eine nicht unerhebliche Umwucht zur Folge, die sich ebenso bremsend auswirken kann, wie Reibungen während des Fluges. Der Unterschied zwischen der mit Atomuhren über die Zerfallsrate radioaktiver Isotopen gemessenen Zeit und der Irdischen Umdrehungsszeit, die Sonnentage und -jahre bestimmt, macht aber nur eines Sekunde in einigen Jahren aus uns wird über Satelitenmessungen berechnet. Aber mit welchem Messinstrumentr misst man eigentlich die Zerfallsrate eines Isotops...?

Zitat

Bericht der Max-Planck-Gesellschaft (2007)

Forscher drehen an der Zeit

"Wer hat an der Uhr gedreht,..." so lautete in den 1970-Jahren das Schlusslied einer beliebten Comic-Serie. Tatsächlich müssen wir alle paar Jahre die Weltstandardzeit um eine Sekunde nach vorne drehen, damit die astronomische und die physikalische Zeit nicht auseinander laufen.[/b]

Vergrößern Wissenschaftler messen inzwischen die Erdrotation mit Radioteleskopen auf etwa drei Millimeter genau und bestimmen so fast in Echtzeit, wie sehr sich beide Zeitversionen unterscheiden. Die Erde rotiert jedes Jahr langsamer. Die Gezeiten bremsen beispielsweise unseren Planeten pro Tag etwas ab. Dadurch entsteht ein Konflikt zwischen zwei Versionen der Zeit: der astronomischen Zeit UT1, die auf der Erdrotation basiert, und der physikalischen Atomzeit, die durch Cäsium-Atomuhren auf der Erde bestimmt wird.

Um beide Zeitversionen zu koordinieren, wurde die Weltstandardzeit UTC eingeführt. Sie vereint beide Zeitangaben und gibt seit 1956 einheitlich an, wie spät es ist. Damit die zwei Zeitversionen aber nicht immer weiter auseinander laufen, wird seit 1972 die Weltstandardzeit alle paar Jahre um eine Sekunde nach vorne gedreht, damit sie annähernd der astronomischen Zeit entspricht - das ist die so genannte Schaltsekunde.

Wann diese Schaltsekunde fällig ist, hängt also von der Erdrotation ab. Sie muss deshalb genau gemessen werden, sonst endet der Unterschied im Zeitchaos. Forscher aus Deutschland, Japan und Norwegen haben ihre Radioteleskope weltweit vernetzt und die Erdrotation auf etwa drei Millimeter genau bestimmt - und damit gleichzeitig fast in Echtzeit gemessen, wie sehr sich beide Zeitversionen unterscheiden. Das war in der Vergangenheit anders.

"Bei der Gregorianischen Kalenderreform im Jahr 1582 sind ganze zehn Tage auf einmal verschwunden. Damals folgte auf Donnerstag, den 4. Oktober gleich Freitag, der 15. Oktober", sagt der Projektleiter Axel Nothnagel von der Universität Bonn: "Heute erreichen wir bereits die Genauigkeit von Schaltsekunden, die alle paar Jahre zur Korrektur der Tageslänge eingeführt werden." Um so genau messen zu können, beobachten drei verschiedene Radioteleskope in Deutschland, Norwegen und Japan gleichzeitig etwa eine Stunde lang den Himmel.

Die Daten jagen dann durch Glasfaser-Kabel zum Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn und legen dabei über 17 000 Kilometer zurück. Die verschickte Datenmenge entspricht 13 vollbeschriebenen DVD´s pro Teleskop für jeweils eine halbe Stunde Messzeit. "Es mag im ersten Moment wenig erscheinen, aber jede Woche erreichen uns online über 50 Gigabyte von den drei Teleskopstationen", sagt der Max-Planck-Wissenschaftler Walter Alef.

Die jeweils aktuellen Messungen werden weltweit weiter verwertet. Deshalb sind sie für alle wichtigen wissenschaftlichen und kommerziellen Institutionen auf einem Webserver in Paris zugänglich. Das Experiment wird ab jetzt stetig Daten liefern, sodass der International VLBI Service for Geodesy & Astrometry(IVS) regelmäßig die Erdrotation bestimmen kann - bereits wenige Stunden nachdem die Teleskope den Himmel betrachtet haben.

© Max-Planck-Gesellschaft

Quelle:[URL=http://portal.gmx.net/de/themen/wissen/erde/5833840-Forscher-drehen-an-der-Zeit,articleset=5859806,page=0.html]gmx[/URL]


LG, Michael
Spaltet ein Stück Holz, und ich bin da. Hebt einen Stein auf, und ihr findet mich dort. (apokryph. Evangelium nach Thomas)