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Sonntag, 13. April 2008, 09:06

Anlässlich Olympia: Risiken und Nebenwirkungen des internationalen Hochleistungssports

Schon in der Schule lernen wir uns im Sportunterricht weniger, uns gesund zu bewegen und Spass an der Bewegung zu haben, sondern wir werden aufgefordert, Leistungen zu erbringen, schneller als der Konkurrent zu sein und sportnotenwirksame Leistungspunkte bei jährlich stattfindenen Bundesvergleichen, den "Bundesjugendspielen" auf den Sieger- und Ehrenurkunden zu sammeln. Um Sieg und Ehre geht es also? Natürlich auch international. Die nationalen, mit Steuer- und Werbegeldern üppig ausgestatteten Spitzenverbände haben die Aufgabe, in den verschiedenen insbesondere olympischen Sportarten für steten Nachwuchs an begabten Hochleistungssportlern zu sorgen, die systematisch für die Arenen auf Sieg trainiert werden. Es ist offenbar auch ein gigantisches Geschäft. Während die öffentliche Förderung des so genannten Breitensports inzwischen unter dem Sparedikt der öffentlichen Kassen austrocknet, ist der so genannte Spitzensport immer noch eine attraktive Investion, auch für die Wirtschaft.

Seit Geburt der so genannten "olympischen Idee" werden internationale Wettkämpfe abgehalten, die angeblich dem Ziel der Völkerverständigung und dem Frieden dienen sollen. Und dennoch wurde gerade die Ausrichtung der Olympiade schon mehrfach, angefangen mit den Spielen im nationalsozialistischen Deutschland 1936, zur gigantischen Propagandaveranstaltung umfunktioniert. Die Idee, dass internationale friedliche Sportwettkämpfe Kriege verhinden könnten, hat nie funktioniert. 1916, 1940 und 1944 fielen die Spiele sogar in den Weltkriegen aus. Es scheint sogar so zu sein, dass die moderne Olympia-Idee unter anderem aus der deutsch-französischen Rivalität nach dem Krieg 1870/71 Nahrung bezog indem beispielsweise der französische Olympia-Vordenker Pierre de Coubertin meinte, dass die mangelnde körperliche Ertüchtigung der Soldaten eine der Hauptursachen für die Niederlage der Franzosen im Deutsch-Französischen Krieg (1870–71) gewesen sei.

Die Verbindung zur Politik stand für die olympischen Spiele der Hochleistungssportler von Anfang an fest. Die Verbindung zum Geschäft und zur Werbung kam kurz darauf, als die Olympischen Spiele 1900 und 1904 in die internationale Weltausstellung integriert waren. Seitdem ist die internationale Jagd nach sportlichen Weltrekorden sowohl nationalistisches als auch kapitalistisches Programm in den einzelnen Nationen geworden und nachdem am Ende des zweiten Weltkrieges auch noch eine massive Rivalität der politischen Systeme der kapitalistischen, USA-dominierten Welt und der kommunistischen, SU-domjnierten Welt hinzu kam, wurde der "kalte Krieg" der Machblöcke im Rahmen des Ost-West-Gegensatzes auch sportlich fortgeführt. Dabei war auch jedes unerlaubte Mittel recht."Doping" wurde staatlich oder halbstaatlich geduldet bis unterstützt, in manchen Fällen auch erzwungen. Junge Athleten und Sportlerinnen verwandelten sich in Medikamentenschlucker und ihre Höchstleistungen in medizinische Wunder.

Solange die Illusion aufrecht erhalten werden konnte, dass hier individuelle Athleten sauberen Spitzensport betrieben, sonnten sich die Nationen im Glanz "ihrer Helden" und sponserten Werbeetats wichtiger Firmen das Leben dieser Auserwählten und der Kaderschmieden mit "gutem Gewissen". Es wurde für alles geworben, beileibe nicht nur für Sportschuhe und Textilien. Lebensmittel, Sprudel, technische Produkte - für fast alles wurde der Werbeträger Sport als tauglich befunden. Bis sich nicht mehr verheimlichen ließ, dass in fast allen Sportarten und bei fast allen Massensportereignissen massiv gedopt wird und Sportler, Kader, Verbände zum Teil hochgradig korrupt sind. Sportmediziner, die als Ärzte eigentlich mal geschworen hatten, Schaden von ihren Patienten abzuwenden, sind Teil dieses gefährlichen Systems.

Andererseits ist Doping vermutlich ein zwangsläufige Entwicklung des Zwanges, immer höhere Leistungen erringen und Weltrekorde einholen zu müssen. Der menschliche Körper ist nicht unbegrenzt leistungsfähig, soll er langfristig gesund unf brauchbar bleiben. Doch selbst die erlaubten, mehr aber noch die unerlaubten Mittel schädigen die Athleten enorm, haben ein hohes Risiko und unabschätzbare Langzeitfolgen. Inzwischen haben Biomediziner in zwei unabhängigen Berechnungen herausgefunden, dass die Maschine Mensch aufgrund der Grenze der körperlichen Leistungsfähigkeit bald keine weiteren Rekorde mehr brechen wird. Jedenfalls scheint es - was logisch sein dürfte - weder mit noch ohne Medizin möglich zu sein, immer mehr zu leisten. Wird die gesundheits- ja lebensgefährliche Sucht nach immer neuen Rekorden dann enden und die Eifersucht der Nationen ein anderes Konkurrenzfeld finden?

Was bleibt an Nebenwirkungen und Risiken des internationalen Hochleistungs- und Spitzensports und seiner propagandaträchtigen Zurschaustellung in Massenereignissen wie Tour de France und Olympiade? Sport ist nicht mehr ehrliches Messen von Athleten oder war es vermutlich noch nie, sondern mitunter tödliche Eifersucht, auf die sich ganze Nationen werfen, nicht, um kriegerische Rivalität damit ein für alle Male unnötig zu machen, sondern um sie mit den Mitteln des Sports auszudehnen. Die Inszenierung der olympischen Spiele wie jetzt gerade in China dient der politischen Propaganda und soll der Welt eine Nation vorgaukeln, in der die Bürger friedlich und demokratisch leben können. Stattdessen schmücken sich diktatorische Regime mit falschen Federn. Sportler gefährden ihr Leben durch die Triks der Doping-Mediziner und Sportfunktionäre erliegen reihenweise den Versuchungen der Korruption, sei es politisch oder pekuniär. Eine gigantische Werbeindustrie stellt neben den Staaten die Mittel dafür bereit.

Und fördert der Spitzensport die Lust der immer dicker werdenden Kinder, sich in der Schule und den Vereinen sportlich zu bewegen und an der Bewegung Spass zu haben? Die meisten Sportfans sitzen heute mit Cola, Pizza und Chips vor den Fernsehgeräten und genießen die Show, obwoh lkaum noch einer glaubt, "echte Leistung" ohne Doping und Schmuh zu sehen. Die Welt will betrogen sein, drum sei sie etrogen, heißt der klassische Ausspruch und offenbar ist uns die Illusion von Stärke, Geschmeidikeit, Gewandtheit, Kraft, Ehrlichkeit, Integrität, Großmut, Ehrgeiz, Mut, Tapferkeit eine Menge Geld und Gesundheit wert. Warum das alles sein und erstreben, wenn man sich das kaufen oder vorgaukeln lassen kann? Die Politiker egal welcher Couleur werben für Olympia und die olympischen Spiele, sogar der Dalai Lama, dessen Volk gerade wieder im Olympialand China besonders hart unterdrückt wird. Die Gutwilligen hoffen, es gäbe noch irgendwo eine versteckte positive Olympia-Wirkung.

Nein, ich habe eine andere Position. Olympia hat seit über einem Jahrhundert so gut wie nichts zu den hehren politischen und sportlichen Zielen beigetragen und ist inzwischen neben vielen anderen Gefahren dazu auch noch eine gigantische Gefahr für das Klima: Man denke nur an die vielen Bauten und unnützen Reisen, den wahnwitzigen Energiebedarf! Es wäre zeitgemäß, auf diesen Massenbetrug zu verzichten! Es wäre zeitgemäß, Spitzensport nicht mehr staatlich zu fördern, sondern nur noch Breitensport. Das wäre eine demokratische Antwort auf das Dilemma. Und wer die Show dennoch benötigt: Der Betrug läßt sich mit bester Bildqualität inzwischen auch virtuell produzieren.

Michael
Spaltet ein Stück Holz, und ich bin da. Hebt einen Stein auf, und ihr findet mich dort. (apokryph. Evangelium nach Thomas)

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Samstag, 16. August 2008, 11:33

Olympischer Handschlag: Eine Friedensgeste auf dem Weg um die Welt

Kritik, Klagen, Trauer - das ist die eine Seite. Dieser Ausdruck der Gefühle ist aber keine wirksame Strategie, um das Leben zu feiern und Verbindung über Verständigungsgräben hinweg zu suchen. Unsere Bedürfnisse sind in der Regel dieselben. Wir alle wünschen uns ein sicheres, schönes Leben in Frieden, Sicherheit, Harmonie, Freude, Wohlstand, Gesundheit. In den Strategien zur Erreichung dieser Ziele liegen wir oft im Konflikt miteinander und tatsächlich gibt es Strategien, die ausgesprochen zerstörerisch wirken. Aus diesem Grunde ist kürzlich eine neue Olympische Disziplin entstanden, die tatsächlich ein Symbol der Verbindung, der Verständigung sein will, wie es in gewisser Weise auch der olympische Fackellauf sein sollte, bis er zum Politikum wurde und zur Propaganda genutzt wurde. Es geht um eine Geste des Hände reichens rund um den Globus, die vom Dalai Lama ausging und von derzeit 170.000 Menschen weiter gegenen wurde. Jeder kann sich über das Internet an dieser neuen Olympischen Disziplin beteiligen! Ihr findet alles Wissenswerte in diesem Forum und zwar hier: Olympischer Handschlag - eine völkerverbindende Geste.

LG, Michael
Spaltet ein Stück Holz, und ich bin da. Hebt einen Stein auf, und ihr findet mich dort. (apokryph. Evangelium nach Thomas)