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Samstag, 15. März 2008, 08:50

Kindersitze erhöhen die Sicherheit der Kinder im Auto: Neue Verordnung

Keine Frage: Kindersitze erhöhen die Sicherheit mitfahrender Kinder im Auto, wenn es zu einem Unfall kommt. Die Prävention zur Vermeidung von Verletzungen und deren Folgen ist allemal besser, als die Therapie hinterher. Aufgrund der geringeren Körpergröße und -gewichte erfordern die Rückhaltesysteme für Erwachsene, Gurte und Airbags, eine besondere, erhöhte Sitzposition für Kinder, damit nicht durch diese Sicherheitseinbauten zusätzliche Verletzungen drohen, weil z.B. der Gurt am Hals einschnürt, das Kind unter dem Gurt hinwegrutscht, der Airbag falsch trifft, die Sitzerhöhung unter dem Po des Kindes wegrutscht u.s.w. Deshalb ist es auch richtig, an der Optimierung zu arbeiten. Manche Fahrzeuge der höheren Preisklassen integrieren Kindersitze in die vorhandenen Erwachsenensitze.

Wird man dem Sicherheitsbedürfnis von Kindern aber mit immer neuen Verordnungen gerecht, von denen die Meisten Bürger erst dann erfahren, wenn ein Polizist neben seinem ansonsten schon anstrengenden Job die Prüfnummern der Sitzunterlagen der Sprösslinge prüft und ein Bußgeld von 30 € je Beanstandung erhebt? Und kann man dem Bürger über Prüfnummern plausibel machen, dass seine ja oft nicht ganz billige Sitzerhöhung nun veraltet ist und eine neue her muss? Sicherheit benötigt Akzeptanz und das, was in dem folgenden zitierten Text steht, wird dem Leser, der auch immer Anhaltspunkte für Plausiilität sucht, die Akzeptanz nicht erleichtern. Er liest nur: Verordnung, Verbot, Strafandrohung und denkt: Geldmache...

Zitat

Zitat [URL=http://portal.gmx.net/de/themen/auto/ratgeber/5510710,cc=000555645000055107101nLWCG.html?CUSTOMERNO=29385272&t=de1213405796.1205566012.6d501338]dpa/tmn[/URL]

[SIZE=3]Alte Kindersitze ab April verboten[/SIZE]

München (dpa/tmn) - Bestimmte Kindersitze sind ab April europaweit verboten. Eltern sollten daher überprüfen, ob sie in ihrem Auto noch einen alten Sitz mit der Prüfnorm ECE 44/01 oder 44/02 haben, rät der ADAC in München.


Diese Modelle seien zum Teil mehr als 13 Jahre alt und dürfen in Zukunft nicht mehr verwendet werden. Wird das Verbot missachtet, drohe eine Bußgeld von 30 Euro. Auch Sitzerhöher ohne Rückenstütze und Babyschalen der alten Norm müssen durch Neue ersetzt werden.

Künftig dürfen nur noch Sitze verwendet werden, die ein Prüfsiegel mit der gültigen Norm ECE R 44/03 oder 44/04 besitzen. Zu erkennen ist die Gültigkeit laut ADAC an der mehrstelligen Prüfnummer, die unterhalb des schwarz umkreisten Buchstabens E steht. Beginnt die Nummer mit 03 oder 04, erfülle der Sitz die aktuellen Vorgaben und dürfe verwendet werden. Das Prüfsiegel befindet sich je nach Modell entweder als Aufkleber am Sitzkörper oder es ist auf den Sitzbezug genäht.


Manche Medien bieten inzwischen als "Internet-Dienstleister" Kaufberatung an, z.B. autobild.de. Wenn man unter dem Begriff "Kindersitze" über die Suchmaschinen das Internet durchforstet, wird man schnell fündig und ist gleichzeitig verwirrt. Man hat die Qual der Wahl, allein schon, wo man suchen möchte. Und die Preisunterschiede können schon erheblich sein, auch wenn man Preisvergleiche im Internet anstellen kann, wenn man sich durch die verwirrende Vielfalt hindurchquälen möchte, um dann festzustellen, dass man seinen Sitz gar nicht am Ort ausprobieren und kaufen kann, sondern über den Versandhandel bestellen muss und auch die lokalen Preise variieren.Testberichte.de veröffentlicht als Entscheidungshilfe auf diesen Seiten aber auch einige ausgewählte Testergebnisse der Bedienungs- und Sicherheitsüberprüfungen.

Als Gesetzesnorm, an die man sich zu halten hat, gilt Folgendes (Quelle Wikipedia): "Nach § 21 (1a) der Straßenverkehrsordnung dürfen Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr, (und) die kleiner als 150 cm sind, in Kraftfahrzeugen nur mit Rückhalteeinrichtungen für Kinder (Kindersitze) mitgenommen werden. Kinder, die jünger als 12 Jahre alt, aber größer als 150 cm sind, dürfen demnach ohne Kindersitz transportiert werden, ebenso Kinder, die älter als 12, aber kleiner als 150 cm sind. In letzterem Fall empfiehlt die Polizei jedoch dennoch die Verwendung eines Kindersitzes, um die passgerechte Führung des Sicherheitsgurtes zu gewährleisten. Kindersitze müssen amtlich genehmigt und geeignet sein. Die amtliche Genehmigung erfolgt durch die Vergabe nach der ECE-Regelung Nr. 44 an den Hersteller. Ab April 2008 dürfen nur noch solche Kindersitze genutzt werden, die ein Prüfsiegel mit der Prüfnorm ECE44/03 oder höher aufweisen können."

Außerdem kann man dort über die üblicherweise zu verwendenden Größen nachlesen: "Geeignet sind die Kindersitze, wenn diese dem Gewicht und der Größe des Kindes entsprechend ausgeführt sind. Nach ECE Nr. 44 unterscheidet man

* Klasse 0: bis zu einem Gewicht von 10 kg (entgegen der oder quer zur Fahrtrichtung ausgeführt)
* Klasse 0+: bis zu einem Gewicht von 13 kg (entgegen der Fahrtrichtung ausgeführt)
* Klasse I: von 9 bis 18 kg (in oder gegen Fahrtrichtung)
* Klasse II: von 15 bis 25 kg (zumeist in Fahrtrichtung)
* Klasse III: von 22 bis 36 kg (nur in Fahrtrichtung)
* Klasse I-3 von 9 bis 36 kg

Die Gewichtsangaben sind Maximalwerte. Ein durchschnittlich gebautes Kind wächst von der Größe her deutlich früher aus dem Sitz heraus, als das es das Gewichtslimit erreicht. Die Prüfpuppen im Normungsprozeß sind auch kleiner und leichter als das Maximalgewicht. So wird beispielsweise in der Klasse 0+ mit einer Puppe von 11 kg geprüft"


Beim letzten Punkt des oben beschriebenen Prüfverfahrens muss allerdings auch Kritik angebracht werden. Das Normkind gibt es immer nur in "wissenschaftlichen" Tests. Aber was beweist dieses Experiment mit den standardisierten Bedingungen? Dass die Normpuppe ein vergleichsweise geringeres Verletzungsrisiko hätte wenn sie im empfohlenen Kindersitz einer "Normbelastung" ausgesetzt worden wäre, als ohne Kindersitz. Die heutigen Kinder wachsen aber nicht nur oft schneller in die Höhe, als die Norm es noch erwartet, sie sind oft auch noch schwerer. So gibt es viele Kinder unter 1,50 m Körpergröße, die noch keine zwölf Jahre alt sind und z.b. 38 bis 40 kg wiegen, also deutlich mehr, als der größte, für 36 kg ausgelegte Sitz. Es wäre also zu fordern, dass die Wissenschaft an der Realität misst und nicht eine Idealitätsnorm festhält.

Auf eines aber sollte man seinen Sprösslingen und einer angenehmen Fahrt für alle zuliebe sicher achten, auf den dringend notwendigen Minimalkomfort, das heißt auf eine bequeme Polsterung und Möglichkeiten der Wärmeabfuhr: Ungepolsterte Styroporverbackungen des Kinderpos sind hart und außerdem auch noch eine schweißtreibende Thermobox. Das Geplärr der Kinder mit ihren gesottenen und hartgepressten Hinterteilen soll die Erwachsenen darauf aufmerksam machen, dass sie sich nicht freiwillig ein paar Stunden lang in eine Styroporhartschale pressen lassen würden, wenn sie aus dem Windelalter heraus sind. Am besten gäbe es riesige Mustersitze zum Anprobieren für Erwachsene und die sollten dann mal den jeweiligen Komfort ausprobieren. Mancher Panzerfahrer hätte es besser, als manches kindersitzgeschütztes Kind.

Michael
Spaltet ein Stück Holz, und ich bin da. Hebt einen Stein auf, und ihr findet mich dort. (apokryph. Evangelium nach Thomas)